Mittwoch 16.03.11, 18:04 Uhr

Hebammen-Streik

Heute fand eine Kundgebung der streikenden Hebammen auf dem Dr.-Ruer-Platz statt. Siehe Ankündigung vom 14. März. Ingrid Remmers, Bundestagsabgeordnete der Linken, hat in einem Brief an die Streikenden die Arbeit der Hebammen gewürdigt: »Der Beruf der Hebamme ist ein Beispiel für die „Arbeit von Frauen für Frauen”, die hier aber auch den Vätern zu Gute kommt. Eure Arbeit ist der Garant, dass werdende und junge Mütter eine intensive Betreuung erfahren und die Fragen rund um die Geburt gut beraten und versorgt entscheiden können. Um so erschreckender ist, dass für Eure Berufsgruppe die Einkommensverhältnisse immer prekärer werden. Die Notwendigkeit besserer Bezahlung und Euer legitimer Widerstand, wurde im letzten Jahr deutlich. Eure Petition zur wohnortnahen Versorgung mit Hebammenhilfe erreichte innerhalb von zehn Wochen über 200.000 Unterschriften. Nicht nur ich als Obfrau der Linken im Petitionsausschuss, sondern auch unsere GesundheitsspolitikerInnen haben sich intensiv dafür eingesetzt. Leider bewegt sich seitens der zuständigen Ministerien nicht viel. Es wird zwar über „die Zukunft von Kindern” und über „den Wert des Lebens” diskutiert, aber das scheint den regierenden Parteien keine zusätzlichen Gelder wert zu sein. Anstatt endlich in konkrete Verhandlungen zur Verbesserung Eurer Situation einzutreten, versucht man, Euch das Streikrecht abzusprechen und setzt Euch moralisch unter Druck. Man überträgt die Verantwortung für die Missstände im Gesundheitswesen auf die Kolleginnen und Kollegen – heute auf Euch – anstatt endlich den Wert Eurer Arbeit anzuerkennen. Die Arbeit am Menschen hat eine hohe Verantwortung. Dieser Verantwortung kommt Ihr nach und selbstverständlich müsst Ihr dafür entsprechend entlohnt werden.«

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16. Mrz. 2011, 21:45 Uhr

LeserInnenbrief von Martina:

Ja, ich frage mich nur wo sie alle waren, die Hebammen, die freiberuflich Geburtshilfe machen….
Es waren viel zu wenig da!
Ich war zunächst als angestellte Hebamme im Schichtdienst und habe dann, nach der Geburt meines 2. Kindes die Freiberuflichkeit gewählt, allerdings zunächst ohne Geburetshilfe. Jetzt da meine Kinder alt genug sind, wäre ich gerne wieder als freiberufliche Hebamme in die Geburtshilfe eingestiegen, bei den jetzigen Versicherungsbedingungen absolut indiskutabel.


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