Dienstag 08.02.11, 13:25 Uhr
Linksfraktion sorgt sich um menschliche Ausdünstungen

Ohne Schweiß kein Preis?

Mit der Überschrift “Ohne Schweiß kein Preis?” erreichte uns heute eine Pressemitteilung der Linksfraktion im Rat der Stadt Bochum. Dort heißt es wörtlich: “Um die Vorbildfunktion der Stadt Bochum bei der Schaffung von besseren Bedingungen für FahrradfahrerInnen geht es in der Anfrage der Linksfraktion im Ausschuss für Umwelt, Ordnung, Sicherheit und Verkehr am kommenden Donnerstag. Schließlich hat sich die Verwaltung selber eine Verbesserung der Infrastruktur und einen Mentalitätswandel auf die Fahne geschrieben und will z.B. erreichen, dass mehr städtische Beschäftigte mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen. „Dazu gehört dann aber auch, dass sich die Beschäftigten nach dem Radfahren waschen und umziehen können“, so der Sachkundige Bürger der Linken im Umweltausschuss, Sebastian Michaelis. „Denn wer will schon seinen Arbeitskollegen und -kolleginnen, bzw. dem Publikumsverkehr seine Ausdünstungen zumuten? Deshalb wollen wir wissen, ob und welche sanitären Einrichtungen (Duschen, Umkleiden, etc.) vorhanden sind und welche Verbesserungen die Verwaltung plant.“ Gerne wissen möchte die Linksfraktion auch, ob nah am Arbeitsplatz ausreichende diebstahl- und witterungsgeschützte Abstellmöglichkeiten für eine möglich steigende Zahl von FahrradfahrerInnen unter den städtischen Beschäftigten vorhanden sind. Außerdem fragt sie nach, ob es ein Kataster gibt, wie viele Kilometer benutzungspflichtige Radwege das Bochumer Straßennetz hat und wie viele dieser Radwege den Anforderungen der Straßenverkehrsordnung entsprechen. „Ich würde mich freuen, wenn Bochum sich Schritt für Schritt zu einer fahrradfreundlichen Stadt entwickeln würde. Auch wenn diese Schritte erstmal klein sind“, so Sebastian Michaelis abschließend.” Die Anfrage im Wortlaut

6 LeserInnenbriefe zu "Ohne Schweiß kein Preis?" vorhanden:

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8. Feb. 2011, 16:01 Uhr

LeserInnenbrief von Sachkundiger Bürger:

Das sind natürlich die zentralen Fragen zum Thema Ökologie die hier behandelt werden ;-)

Herzlichen Glückwunsch


 

9. Feb. 2011, 00:10 Uhr

LeserInnenbrief von Sebastian Michaelis:

Ich fürchte für Glückwünsche ist es vor einer angemessenen Beantwortung dieser notwendig praktischen Fragen noch etwas zu früh.


 

9. Feb. 2011, 12:09 Uhr

LeserInnenbrief von Ralf D.:

Was sind das für Zeiten, wo
Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist
Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!
Der dort ruhig über die Straße geht
Ist wohl nicht mehr erreichbar für seine Freunde
Die in Not sind?
(aus: Bertolt Brecht: An die Nachgeborenen)


 

9. Feb. 2011, 14:18 Uhr

LeserInnenbrief von Sprachkundige Bürgerin:

Hat sich die Verwaltung das „selber“ – oder vielleicht doch: selbst – auf die Fahne geschrieben? Und will man wirklich dem „Publikumsverkehr“ – oder vielleicht doch unverschwurbelter: dem Publikum – seine Ausdünstungen nicht zumuten?
Das gibt sicherlich keinen (oder doch: kein?) Preis bei Pisa!


 

9. Feb. 2011, 15:37 Uhr

LeserInnenbrief von Sebastian Michaelis:

Schade:-(!Mit fundierten und schlüssigen Argumenten hätte ich mich gerne auseinandergesetzt.


 

9. Feb. 2011, 16:22 Uhr

LeserInnenbrief von gebe-meinen-senf-dazu:

PISA = Rädchen des kapitalistischen Gesellschaftssystems –>> PISA-Preis? Nein danke!


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