Montag 10.01.11, 16:39 Uhr
Vortrag von Dr. Hans-Christoph Seidel

Türken im Ruhrbergbau

Die Kooperationsveranstaltungsreihe „Migration und Fremdheit in Bochum und im Ruhrgebiet“ vom Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte und dem Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum (ISB) wird am Dienstag, 11. Januar im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets fortgesetzt mit dem aktuellen Beitrag zu „türkische Arbeitsmigration im Ruhrbergbau“. In der Einladung heißt es: „Mit PD. Dr. Hans-Christoph Seidel vom ISB der RUB zeigt ein renommierter Kenner des Ruhrbergbaus Facetten der Zuwanderung und fokussiert Reaktionen auf die Zuwanderungsprozesse bei Gewerkschaft und Unternehmen im Ruhrbergbau. Die Beschäftigung so genannter Gastarbeiter im Ruhrbergbau begann 1956 mit der Anwerbung von italienischen Arbeitskräften. Eine deutliche Zunahme erfuhr die Ausländerbeschäftigung nach Abschluss der deutsch-türkischen Anwerbevereinbarung Ende 1961. In den 1980er Jahren war der Anteil der Ausländer an den Zechenbelegschaften auf etwa 20 Prozent gewachsen, etwa 80 Prozent der ausländischen Bergbaubeschäftigten besaßen die türkische Staatsangehörigkeit. Der Vortrag thematisiert, wie die Bergbaugewerkschaft und die Unternehmen auf diesen Zuwanderungsprozess reagierten. Hans-Christoph Seidel hat sich mit seiner Forschungsarbeit über den Ruhrbergbau im Zweiten Weltkrieg habilitiert (Veröffentlichungen des Instituts für soziale Bewegungen, Schriftenreihe C: Arbeitseinsatz und Zwangsarbeit im Bergbau, Band 7. Essen: Klartext-Verlag 2010). Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am ISB im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets.
Dienstag, 11. Januar 2011, 18.00 Uhr
im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstraße 17-19, 44789 Bochum

 
 
 
 


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