Montag 10.01.11, 13:27 Uhr
Auch für GermanistInnen und SalonsozialistInnen

Das Consortium: “Liebe, Suff und Politik”

Am Samstag, 15. Januar verspricht “Das Consortium” um 20 Uhr im Bochumer Kulturrat in Gerthe einen multimedialen Theaterabend mit dem Titel: “Liebe, Suff und Politik – Ein Abend im Brecht`s” . In der Ankündigung heißt es so trefflich: “Für Germanisten und Salonsozialisten ist Brecht die Ikone des dialektischen Theaters und der Goethe der Moderne. Aber der gute Bertolt war nicht nur der gute Mensch von Sezuan oder der Heilige Bert der Schlachthöfe. In ihm schlummerte auch zeitlebens ein Francois Villons und Baal der Asoziale. Denn genau diese so unbürgerliche, nicht salonfähige Seite hat seinem politischen Theater stets die nötige Wucht verliehen. Das Consortium um Frank Hoelz hat auf eine ganz eigene Suche nach dem animalischen Brecht begeben und gefunden haben sie eine verruchte Spelunke.Das Motel am Ende der Welt, in dem sich John Abraham Ahab, Rita Sysiphosita, Bobby the Butcher und weitere sinistre Gestalten ein pralles, verstörendes und gleichzeitig erhellendes Stelldichein geben. 9 Schauspieler, 3 Musiker sowie eine Kamerafrau begleiten die Zuschauer theatralisch, elektrisch und visuell auf einer kurzweiligen, skurrilen und schrägen Reise durch die Nacht mit Gedichten, Liedern und Prosa von Bertolt Brecht. Zarte Gebilde wie “wie vom ertrunkenen Mädchen” und ” die Liebenden” stehen neben Gedichten und Liedern, denen das Vulgäre und Obszöne, das Sexuelle und Grobe nicht fremd ist. Wuchtiges, wie „die Ballade von den Seeräubern“ steht an der Seite von politischen Resolutionen. Menschliches begleitet vermeintlich Dogmatisches. Obszönes und Grobes steht an der Seite von Zartem und Erotischem und vermischt sich mit Politischem. Denn wie sagt schon Dario Fo, der italienische Nobelpreisträger so treffend: ” Das Öbszöne am Obszönen ist nicht seine scheinbare Obszönität, sondern seine befreiende Kraft!”

Kulturrat Gerthe
Lothringerstr. 36 c
44805 Bochum
Kartenresevierung: 02 34 / 86 20 12
Eintritt: 9 € / erm. 7,

 
 
 
 


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