Montag 03.01.11, 07:00 Uhr

SOLI – BRUNCH…

...gegen die Kriminalisierung von Antifaschist_innen

Die AG Schlemmen gegen rechts lädt am Sonntag, den 9. 1. um 12.00 Uhr im Sozialen Zentrum “zu einem leckeren vegan/vegetarischen Buffet in gemütlicher Atmosphäre ein, um den kriminalisierten Antifaschist_innen unsere Unterstützung zu zeigen und die aktuellen Prozessen finanziell zu supporten! Alle Einnahmen kommen den von Repression Betroffenen zugute.” Zum Hintergrund heißt es in der Einladung: »Am 26. März 2010 haben sich engagierte Antifaschist_innen in Bochum-Ehrenfeld einer Kundgebung der rassistischen Partei „Pro NRW“ entgegengestellt. Der Tag endete für sie mit einem massiven Gewalteinsatz seitens der Polizei. Darüber hinaus werden die Betroffenen nun mit einer Repressionswelle *(1) überzogen.
Wir bitten euch um einen Soli-Beitrag von 3-5 €
Am 26. März 2010 wollte die rechtspopulistische Partei Pro NRW eine Kundgebung vor der Islamischen Gemeinde in Bochum Ehrenfeld abhalten. Ihr Ziel ist es, Muslime als Bedrohung für die „westliche Kultur“ zu stigmatisieren. So spricht Pro NRW beispielsweise von „Islamisierung“ und „Überfremdung“. Schon 2008 versuchten sie in Köln einen „Anti-Islamisierungs Kongress“ unter Beteiligung internationaler rechtsextremer Parteien durchzuführen. Aufgrund massiver Proteste und Blockaden konnte der Rassisten-Kongress nicht durchgeführt werden. Auch in Bochum kamen im März 2010 über 150 Menschen zusammen, um für ein gemeinsames Miteinander und gegen die rechte Hetze zu protestieren. Weitere 50 Antifaschist_innen entschieden sich trotz des Regens ihre Körper in einer Sitzblockade gegen die menschenfeindliche Hetze einzusetzen. Um diese effektive Blockade zum eigentlichen Kundgebungsort vor der Moschee in Bochum Ehrenfeld zu umgehen, leitete die Polizei die Busse der Rechten um. Daraufhin versuchten viele der jungen Antifaschist_innen, gewaltfrei durch die Polizeikette zu gelangen, um sich den umgeleiteten Bussen in den Weg zu stellen. Der Versuch endete mit massiver Polizeigewalt. Dabei wurden viele Nazigegner_innen verletzt, einige schwer. Umstehende berichten von jeweils mehreren Beamten, die nach ausgeführten Schlägen und Tritten, teils auch gegen Köpfe, die Antifaschist_innen zu Boden drückten, Arme verdrehten und insgesamt mit unmenschlicher Härte vorgingen. Zusätzlich zu den körperlichen und psychischen Verletzungen durch die gewalttätigen Übergriffe der Polizei, hat die Staatsanwaltschaft nun für ihren Teil knapp ein Dutzend Verfahren gegen die Blockierer_innen eingeleitet. *(2) Um den Betroffenen unsere Unterstützung zu zeigen und sie in den kommenden und bereits gelaufenen Prozessen finanziell zu supporten, möchten wir im neuen Jahr mit euch zusammen einen Soli-Brunch durchführen. Das Essen wird von netten Leuten gespendet, um den Brunch zu ermöglichen. Wir bitten euch um eine Spende für das Essen zur Unterstützung der kriminalisierten Antifaschist_innen.”
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*(1) Hier noch einen herzlichen Glückwunsch an den verantwortlichen Redakteur von bo-alternativ zum längst überfälligen Freispruch im Tortenprozess! Wir freuen uns, dass den Versuchen der Bochumer Staatsanwaltschaft, antifaschistisches Engagement in Bochum zu kriminalisieren und zu behindern, mit Entschlossenheit und Solidarität begegnet wurde. Infos zum Torten-Prozess

*(2) Dokumentation zu der Pro NRW-Blockade und der Repression gegen Antifas in Bochum«

 
 
 
 


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