Donnerstag 02.12.10, 13:24 Uhr

Junge Frauen und Popkultur

Am Montag, den 6.12. findet im Rahmen der Vortragsreihe zu Themen rund um Geschlecht und Gesellschaft an der Ruhr-Uni um 18.00 Uhr im Raum GA 03/46 eine Veranstaltung statt zum Thema: Junge Frauen und Popkultur. Referent ist Thomas Hecken. In der Ankündigung heißt es: »Fun, Fun, Fun ist ein Ausruf, unter dem die sechziger Jahre als erstes Pop-Jahrzehnt beginnen. Genau diesen Spaß hatten Kritiker der Massenkultur aber schon lange vorher als schal und freudlos abgestempelt. Wenn an die Stelle der tragischen Garbo der harmlose Mädchenschwarm Mickey Rooney oder das „schwachsinnige women serial” trete, dann triumphiere endgültig armselige, normierte Durchschnittsware – so lautet die für lange Zeit maßgebende Einschätzung von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer aus dem Jahr 1944.

Die Refrains dieser Kulturkritik lassen deshalb an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig: „Fun ist ein Stahlbad” und „Vergnügtsein heißt Einverstandensein”, schreiben Horkheimer/Adorno in ihrem „Kulturindustrie”-Kapitel. Trotzig steht dagegen die Behauptung eines Hits der achtziger Jahre „Girls just wanna have fun” (Cindy Lauper). Dass die jungen Frauen diesen Spaß in genau der Popwelt finden werden, zu der andere Kulturindustrie sagen, daran lässt die Schlagersängerin keinen Zweifel. Dass die fanatischen, vergnügungssüchtigen oder hingebungsvollen Frauen selbst innerhalb der Popkultur trotz ihres Enthusiasmus nicht zu Künstlern und Produzenten aufsteigen können und auch nicht sollten, daran lassen freilich die meisten Beobachter (nicht nur Eltern und Pädagogen) ebenfalls keinen Zweifel. Der Überprüfung der verschiedenen historischen Aspekte des Girl-Fantums und seiner (männlichen) Abwertung soll der Vortrag dienen.«

 
 
 
 


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