Montag 22.11.10, 16:00 Uhr

abscheulich und widerwärtig

Die Linkspartei schreibt: »In einer für dieses Jahrzehnt bisher beispiellosen Anschlagsserie in Bochum und Wattenscheid wurden in den vergangenen Tagen Einrichtungen jüdischen Gedenkens geschändet. Am vergangenen Wochenende sind auf dem jüdischen Friedhof in Wattenscheid 25 Grabsteine mit Hakenkreuzen beschmiert und zum Teil umgestoßen worden. In der Bochumer Innenstadt wurden ebenfalls Gedenktafeln beschmiert. Bereits in der vergangenen Woche ist es in der Wattenscheider Innenstadt an einer Gedenktafel sowie am Standort der Stelen, die an die Synagoge Wattenscheid und die Opfer der Shoa erinnert, zu Schändungen gekommen. Hierzu erklärt Sebastian Michaelis, Sprecher Der Linken Kreisverband Bochum:
„Diese Anschlagsserien auf Einrichtungen jüdischen Gedenkens sind widerwärtig und zeigen einmal mehr, wie wichtig ein mutiges und entschlossenes antifaschistisches Engagement in Bochum ist. Wir verurteilen die Anschläge auf das Schärfste. Faschistische Umtriebe werden nicht geduldet. Sie werden mit dem Widerstand der Zivilgesellschaft beantwortet. Während die Polizei hoffentlich die einzelnen Täter ermittelt, ist es die Aufgabe von Politik und allen Demokratinnen und Demokraten, den Tätern ihr Rückzugsgebiet und ihre Organisationsmöglichkeiten zu nehmen. Diese Schändungen sind ein Angriff auf die Vielfalt, die Buntheit und das antifaschistische Bewusstsein in Bochum und Wattenscheid.”
Hannes Bienert, Begründer der Antifa Wattenscheid ergänzt: „Ich habe bei der zuständigen Polizei Anzeige erstattet. Die hiesige Polizei teilte mir mit, dass ihrerseits bereits Anzeige erstattet worden ist. Die Polizei spricht in ihrer Anzeige von Beschädigungen. Ich bin maßlos verärgert darüber, wie mit dem Andenken an die Opfer der Shoa umgegangen wird.”«

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22. Nov. 2010, 19:11 Uhr

LeserInnenbrief von Neu-Bochumer:

Schön das es immerhin aus der etablierten Politik einige Reaktionen auf die antisemitischen Schändungen gibt. Was mich wirklich ärgert ist das ausbleiben einer Reaktion aus der undogmatischen Linken in Bochum. Wo bleiben die Reaktionen der Alternativen und Linken Liste an der Ruhr Uni oder ist das Thema dort nicht von Interesse, da es sich ja nicht um Schmierereien auf dem Campus handelt?

Auch die linksradikalen Gruppen aus Bochum lassen noch auf eine Reaktion warten, liegt wohl daran das die einen nur noch das Thema “Kommunismus” kennen und es für die Antifaschistische Jugend wohl blöd aussieht, letzte Woche noch die (begrüßenswerte) Umgestaltung eines Kriegermahnmals zu feiern und sich in der Woche dannach über die antisemitischen Schmierereien zu beschweren.

Winke Winke Bochumer Linke…


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