Archiv - Juli 2010
Scheffler neuer Superintendent
Peter Scheffler ist gestern zum neuen Superintendent des ev. Kirchenkreises Bochum gewählt worden. Er war bis jetzt Diakoniepfarrer und Vorstand der Inneren Mission – Diakonisches Werk Bochum. Dieser Verein leitet die “Diakonie Ruhr”, ein Konzern mit 2.600 MitarbeiterInnen in Bochum und Witten. Innerhalb des ev. Kirchenkreises Bochum war Peter Scheffler unter anderem Vorsitzender des Gesamtverbandes, Vorsitzender des Planungs- und Strukturausschusses und Vorsitzender des Finanzausschusses. Die Synode hat also ihren mächtigsten Mann zum Chef gewählt. Er ist in diesem Jahr 60 Jahre alt geworden und mit seiner Wahl ist sicherlich die Hoffnung vieler, die ihn gewählt haben, verbunden, dass er in den fünf Jahren bis zu seiner Pensionierung den Kirchenkreis organisatorisch und finanziell saniert. Etliche Kirchenleute erwarten von ihm auch, dass seine Erfahrungen in der Diakonie ihn zu einem Verbündeten im Kampf gegen den auf allen Ebenen angekündigten weiteren Sozialabbau werden lassen. Die zweite Bewerberin für das Amt, Katrin Göckenjan, stellte sich als betont feministische Alternative vor. Sie erhielt ein Drittel der Stimmen.
Anselm Weber startet mit Optimismus
Am Freitag, den 10. September wird der neue Intendant des Schauspielhauses Anselm Weber um 19.00 Uhr in den Kammerspielen seinen Spielplan vorstellen und “allen Interessierten einen Ausblick auf die Spielzeit 2010/2011″ geben. Am Samstag, den 18. September steigt dann das “große Spielzeiteröffnungsfest”. Die erste Premiere kommt am dann 23. September auf die Bühne: Candide oder der Optimismus von Voltaire. Es folgen am 24.9. das Tanztheaterstück von Malou Airaudo Irgendwo und Eleganz ist kein Verbrechen von Gintersdorfer/Klaßen. Am 25.9. hat Der Sturm von Shakespeare Premiere. Am 26.9. folgt unter der Regie von Anselm Weber Eisenstein von Christoph Nußbaumeder. Am 1.10. ist dann auf dem Theatervorplatz Eine Weltverbindung von Dries Verhoeven zu erleben. Das Junge Schauspielhaus steigt am 3.10. mit der Premiere Honigherz von Cristina Gottfridsson in das Programm ein. Der Terminüberblick des Schauspielhauses bis zum 3. Oktober.
Tipps für Ferienjobs von SchülerInnen
Die IG BAU schreibt: »Viele Schüler in Bochum nutzen die großen Ferien, um sich ein paar Extra-Wünsche zu erfüllen. Wer älter als 15 Jahre ist, darf sich Ferien-Euros dazuverdienen. Darauf hat der IG-BAU-Bezirksverband Bochum-Dortmund zum Start der „Sommer-Job-Saison” hingewiesen. Allerdings seien Ferienjobs in diesem Jahr eher rar. „Viele Unternehmen sind durch die Krise noch damit beschäftigt, Kurzarbeit abzubauen. Wer als Schüler oder Student im Sommer arbeiten möchte, sollte wissen, dass Ferienjobs oft an der Arbeitsagentur vorbei vermittelt werden. Am besten ist es, auf eigene Faust bei Firmen nachzufragen, ob sie eine ‚Sommer-Verstärkung’ brauchen”, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Bochum-Dortmund, Gerhard Kampschulte. (weiterlesen)
Lesung junger AutorInnen im FKT
Philipp Engel schreibt im Weblog Ruhrbarone: “Am Freitag, dem 2. Juli 2010 wird um 21 Uhr das erste Treffen des neugegründeten Literaturkreises Bochum stattfinden. Die Veranstaltung soll jungen Autoren/innen die Möglichkeit bieten, sich und ihre Texte in einer Gruppe vorzustellen. Jedem Autor/in stehen dabei 15 Minuten Lesezeit zur Verfügung. Die Texte (Lyrik oder Prosa) können entweder durch den Autor selbst oder, auf Wunsch, auch durch einen anwesenden Schauspieler vorgetragen werden. Nach der Lesung wird der Text durch die Anwesenden rezensiert. Wer teilnehmen und also einen Text vortragen (lassen) möchte oder ausschließlich die Texte der anderen Autoren kritisieren will, ist herzlich eingeladen. Das Treffen findet in der dritten Etage des FKT (Freies Kunst Territorium) in der Diekampstrasse 44 in Bochum statt.”
…das Gewaltpotential einer Torte
Das Bochumer Friedensplenum schreibt: “Am 21. Juli hat die politische Strafjustiz in Bochum erneut über die strafrechtliche Relevanz einer Backware zu entscheiden. Das Amtsgericht verhandelt im sogenannten Tortenprozess ein zweites Mal über ein Plakat, mit dem im Oktober 2008 in Bochum hundertfach zum Widerstand gegen einen volksverhetzenden Aufmarsch der NPD “gegen Überfremdung, Islamisierung und Ausländerkriminalität” aufgerufen wurde. Bo-alternativ.de dokumentierte das Plakat – ein mit einer Torte einherstolperndes Strichmännchen mit der Unterschrift “Kein Zuckerschlecken für Nazis, 25.10.08, Naziaufmarsch verhindern”. Die Anklage der Staatsanwaltschaft, die in der Karikatur die Comicfigur Bomberman erkannte und dem verantwortlichen Redakteuer von bo-alternativ.de deshalb umstandslos vorwarf, er rufe damit öffentlich zur Gewalt und zur gewaltsamen Verhinderung der Nazidemonstration auf, fiel in der ersten Runde vor dem Amtsgericht Bochum in sich zusammen: Selbst der Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft mochte in der Karikatur weder objektiv noch subjektiv einen Gewaltaufruf sehen und auch auf seinen Antrag sprach der Richter frei. (weiterlesen)
Mehr Studierende müssen jobben
Das Akademischen Förderungswerks (AKAFÖ) schreibt: Die soziale Lage der Bochumer Studierenden hat sich in den letzten Jahren weiter verschlechtert. Das ergab eine Spezial-Auswertung der 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW). Obwohl die Themen seit Jahren diskutiert werden, stellen besonders die Finanzierung des Studiums und der Hochschulzugang für bildungsferne Schichten weiter große Probleme dar. 63,1 Prozent der Bochumer Studierenden stimmen mittlerweile der Aussage zu: „Ich verdiene während des Studiums Geld, weil es zur Bestreitung meines Lebensunterhalts unbedingt notwendig ist. Das ergab die auf die Klientel des Akademischen Förderungswerks (AKAFÖ) bezogene Auswertung der aktuellen DSW-Zahlen. Da die Bochumer Zahlen zur letzten Sozialerhebung nicht erhoben wurden, werden hier die Ergebnisse für die gesamten Ruhrgebiets-Studentenwerke als Vergleichsgrundlage herangezogen: 2007 waren es da 61 Prozent der Studierenden, die für den Lebensunterhalt jobben mussten. (weiterlesen)
Arbeitslosigkeit unter NULL
Unterbeschäftigung 8,6 Millionen
Ein Kommentar von Norbert Hermann
Die allmonatlichen Abzählreime der Arbeitsagentur: Und wieder sind die Arbeitslosenzahlen gesunken. Wenn das so weitergeht, werden sie irgendwann unter Null weitergeführt werden müssen. Und auch das wäre nur ein Anzeichen dafür, dass immer mehr Menschen einen Zweitjob brauchen, weil der erste nicht reicht. (weiterlesen)
