Archiv - Juni 2010
Religionsfrei im Revier
Am Freitag, den 25.6. trifft sich um 19:00 Uhr im Bahnhof-Langendreer die Initiative Religionsfrei im Revier. In der Einladung heißt es, dass zur Mitarbeit eingeladen sind “alle kritisch denkenden Menschen: Konfessionsfreie, Agnostiker, Atheisten, Humanisten, Freidenker, Skeptiker usw. aber auch interessierte Nochgläubige, die es sich trauen, Jahrtausende alte Dogmen kritisch zu hinterfragen. Ein Thema des Treffens ist der in Dortmund von 27.–29. August stattfindende 1. Deutsche Kirchentag „Mensch und Tier“.
Affen, Theater und Rudelgucken
Die Redaktion der bsz schreibt über ihre neue Ausgabe: »Tierversuche gehören an der Ruhr-Universität immer noch zum Forschungsalltag. Um dies zu ändern, hat das AStA-Referat für Ökologie und Verkehr eine Unterschriftensammlung gestartet – in der Hoffnung, dass Rektor Weiler eine Weisung erteilt, die unzweckmäßigen Versuche an den Affen, Tauben und Nagern in den Laboren der RUB zu beenden (zum Artikel). Fußball und Patriotismus –zwei Dinge, die in den Tagen der Weltmeisterschaft zueinander finden und die Nation in ein „wir“ und „die anderen“ spaltet. Die bsz war beim Public Viewing und erzählt in ihrer „Frontberichterstattung“, wie gereizt die Stimmung beim deutschen 0:1 gegen Serbien war. Der Alte ist auch der Neue: Elmar Weiler kann auf seinem Rektorensessel sitzen bleiben. Die :bsz hinterfragt die erwartbaren Ergebnisse. (weiterlesen)
Kortum-Park II statt neuer Einkaufsmeile
„Bei dem Umbau der Bochumer Innenstadt südlich des Rathauses sollen die rein wirtschaftlichen Interessen, wie sie durch die Schaffung einer neuen ‚Einkaufsmeile’ deutlich werden, in den Hintergrund treten”, fordert Nuray Boyraz, Ratsfrau der Sozialen Liste. Vor allem, so die Soziale Liste, muss eine Innenstadt verhindert werden, die sich weitgehend in Händen von wenigen Investoren und ImmobilenbetreiberInnen befindet. Diese ungesunde Monostruktur drohe, da die Firma ECE, die schon die Drehscheibe, den City-Point sowie ein großes Verwaltungsgebäude an der Viktoriastraße betreibe, jetzt zusammen mit CLS auch noch das Telekomgebäude („Alte Post”) vermarkten und rund 20.000 qm zusätzliche Verkaufsfläche schaffen wolle. (weiterlesen)
Alternativen zum Rudelgucken
Wer heute dem Herrenfußball entgehen will, hat mindestens zwei attraktive Angebote: Das Bündnis gegen Rechts und der Kinder- und Jugendring laden heute Abend ab 19.00 Uhr zu einer Veranstaltung bei ver.di ein. Themen sind: Islam in Deutschland und Islamfeindlichkeit als Form von Rassismus. Näheres. Bekanntlich ist Herne ja auch nur ein paar U-Bahn-Minuten von Bochum entfernt. Hier stellt sich heute die Kandidatin der Linkspartei für die Wahl der Bundespräsidentin vor. Luc Jochimsen ist ab 20.00 Uhr zu Gast im Bürgersaal im Sud- und Treberhaus der ehemaligen Hülsmannbrauerei, Eickeler Markt 1, Herne.
Folter-Trauma-Gerechtigkeit heilt
Die Medizinische Flüchtlingshilfe (MFH) Bochum lädt am 28. Juni um 19.30 Uhr in Kooperation mit der Christus-Kirche eben dort anlässlich des „Internationalen Tags zur Unterstützung von Folterüberlebenden” zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion ein. In der Ankündigung heißt es: »Am 26. Juni 1987 trat die UN-Konvention gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe in Kraft. Seither gilt international ein absolutes Folterverbot. Doch auch mehr als zwanzig Jahre später ist systematische Folter noch heute in 150 Ländern weltweit verbreitet. Um die Abschaffung der Folter voranzutreiben, erklärte die UN-Vollversammlung 1997 den Tag der Verabschiedung der Anti-Folter-Konvention zum internationalen Aktionstag zur Unterstützung der Folteropfer. Aus diesem Anlass berichtet Knut Rauchfuss von der Medizinischen Flüchtlingshilfe über die Folgen von Folter, Möglichkeiten der therapeutischen Versorgung von Folterüberlebenden sowie über die Bedeutung einer länderübergreifenden strafrechtlichen Verfolgung von Folterern. (weiterlesen)
Demo-Bericht der Antifa-Jugend
Die Antifa Jugend Bochum berichtet auf ihrer Webseite, wie sie am letzten Donnerstag eine Kundgebung der NPD in Wattenscheid gestört hat: “Dank aktiven AntifaschistInnen und BürgerInnen konnten die Nazis gestört werden. Schikanen seitens der Polizei blieben – wie gewohnt – nicht aus.” Zum Bericht.
Donnerstag: Bündnis gegen Rechts
Das Bochumer “Bündnis gegen Rechts” trifft sich am kommenden Donnerstag 24. 6. um 19.30 bei ver.di, Universitätsstr. 76. Schwerpunkt der Beratung wird die Planung für die Aktivitäten im 2. Halbjahr 2010 sein. Auch der nächste Termin im Tortenprozess am 21. 7. gegen bo-alternativ.de steht auf der Tagesordnung.
Auf nicht begründbares Maß angewachsen
Am Montag nach der Abwahl der schwarz-gelben Landesregierung traten ein paar WirtschaftswissenschaftlerInnen der Ruhr-Uni mit einer Presseerklärung an die Öffentlichkeit, die den Titel trug: „Verzicht auf Studiengebühren ist sozial ungerecht”. Näheres. Nachdem nun klar ist, dass die neue Landesregierung die Studiengebühren abschaffen will, legte das Rektorat nach und einen Bericht über die Verwendung der Studiengebühren vor. O-Ton Rektorat: “Knapp 1.900 zusätzliche Beschäftigte und rund 1.750 Semesterwochenstunden Lehre mehr hat die Ruhr-Universität im Jahr 2009/10 aus Studienbeiträgen finanziert.” Die Pressemitteilung der Ruhr-Uni. Im ersten Jahr wusste die RUB gar nicht, wie sie das viele Geld ausgeben sollte, das die Gebühren in die Kassen spülten. Jetzt haben die ProfessorInnen offensichtlich einen Dreh gefunden. Die Fakultäten horten ihre etatmäßigen Personalmittel und setzen dafür die Studiengebühren ein. Das geht so weit, dass ihnen das Rektorat teilweise das Geld wegnehmen will, weil der Rektor Angst hat, dass die Landesregierung sonst auf die riesigen Rücklagen zugreift. (weiterlesen)
Antifaschistischer Sommerputz
Die Linksjugend-Solid schreibt: »Die NPD rief für den 16.6. in Wattensch
eid eine Protestkundgebung aus. Motto war: „Gegen linke Gewalt – Antifaschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen”. Anlass für dieses zynische Motto war ein Angriff von vier unbekannten auf den NPD-Landesvorsitzenden von NRW und Stadtverordneten von Bochum, Claus Cremer. Am Rande dieser Kundgebung kam es leider zu Schmierereien an den Stelen, die an die von den Nazis zerstörten Synagoge erinnern soll. Hannes Bienert, der Initiator dieses Mahnmals hat Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Wie er mitteilt, hat die Stadtverwaltung sehr zügig dafür gesorgt, dass die Stelen gereinigt wurden. Außerdem wurde die Wattenscheider Innenstadt von braunen menschenverachteten Müll mit Plakaten zugeklebt, was überhaupt nicht hinnehmbar ist. (weiterlesen)
Anmesty zeigt „Wüstenblume”
Den US-Spielfim „Wüstenblume” der Regisseurin Sherry Hormann nach dem gleichnamigen Bestseller von Waris Dirie zeigt der Studienkreis Film am Mittwoch, den 30. Juni, um 19.30 Uhr im HZO 20 der Ruhr-Uni. Gezeigt wird der Film in Kooperation mit der Hochschulgruppe von Amnesty International und der AG Menschenrechte der Fachschaft Medizin. Weibliche Genitalverstümmelung – Female Genital Mutilation( FGM) – ist das Thema dieser verfilmten Biografie des Topmodels Waris Dirie. (weiterlesen)
Friedensplenum tagt eine Woche später
Das Bochumer Friedensplenum tagt in diesem Monat nicht wie üblich am 4. Mittwoch im Monat (23. Juni) sondern am Mittwoch, den 30. Juni um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer. Bei der Terminverschiebung hatte übrigens niemand an das FIFA Herren-Fußball-Turnier gedacht und dass an diesem Mittwoch die DFB-Auswahlmannschaft kickt. Mehrere Mitglieder des Friedensplenum wollen lediglich am Mittwoch an der Veranstaltung des Kinder- und Jugendringes und des Bündnisses gegen Rechts zu den Themen “Islam in Deutschland” und “Islamfeindlichkeit als Form von Rassismus” teilnehmen.
Doch noch staatliche Bürgschaft für Opel?
Die Rheinische Post (RP) berichtet heute unter dem Titel “NRW fördert Opel auf Umweg”, dass im Bochumer Opel-Werk ein Elektroautos auf der Basis des Opel Zafira gebaut werden soll. Das Land NRW will dieses Projekt auch finanziell fördern, habe der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel berichtet. Im Gespräch sei eine Bürgschaft des Landes für einen Förderkredit der Europäischen Investitionsbank (EIB). So käme der GM-Konzern doch noch an eine staatliche Bürgschaft. Der RP-Arikel im Wortlaut.
Bundeswehr an der Ruhr-Uni
Die SDAJ schreibt auf ihrer Webseite: “Am Montag, dem 28. Juni 2010 ist das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) anlässlich einer Firmenkontaktmesse an der Ruhr-Universität Bochum. Die im Veranstaltungszentrum unter der Mensa stattfindende Messe, die von der Initiative bonding veranstaltet wird, bot bereits in den vergangenen Jahren eine Plattform für die Bundeswehr-Propaganda. Das diesmal anwesende Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (Messestand A6) verpulvert jährlich riesige Summen für Waffen und Kriegsgerät, die an anderer Stelle fehlen.” Zum vollständigen Beitrag.
Drei Gegenstimmen – sieben Enthaltungen
Die studentische Fraktion im Senat der Ruhr-Uni schreibt: »Auf der Senatssitzung am Donnerstag, den 17. Juni 2010 wurde die Wahl des Rektors Elmar Weiler vom Senat der Ruhr- Universität Bochum (RUB) bestätigt. Mit einem überraschendem Ergebnis von nur 14 Ja – Stimmen haben sich die Senatorinnen und Senatoren dem Votum des Hochschulrates angeschlossen und somit eine zweite Amtszeit des Rektors Weiler eingeleitet. Aus Kritik an dem durch die neue Gesetzgebung in NRW vorgegebenen Verfahren, dass die Hochschulleitung neuerdings durch einen Hochschulrat gewählt und durch den Senat nur noch bestätigt werden kann, haben sich die studentischen Vertreter_innen bei der Abstimmung enthalten. (weiterlesen)
Jahrhunderthalle und Konzerthaustraum
Derzeit wird diskutiert, ob die Stadt Bochum die Jahrhunderthalle vom Land übernimmt. Die Linksfraktion im Bochumer Rat lehnt das ab, “da langfristig unabsehbare Kosten auf die Stadt Bochum zukommen werden.” In einer Erklärung heißt es: “Noch 2002 bestand Einigkeit, dass die Stadt nicht Eigentümerin der Jahrhunderthalle werden will. Der Grund: Für die Zukunft unabsehbare finanzielle Belastungen. Diese Einigkeit ist dahin, denn die Landesregierung übt massiven Druck auf die Stadt aus. So soll die Stadt ab 2013, wenn der jetzige Vertrag mit der Bochumer Veranstaltungs GmbH ausläuft, keinen Zugriff mehr auf die Jahrhunderthalle bekommen, wenn sie nicht prinzipiell bereit ist, die Jahrhunderthalle zu übernehmen. Zudem wurde angedroht, dass bestimmte Stadtentwicklungsmaßnahmen (Parkhaus an der Jahrhunderthalle, Umbau der Marienkirche) nicht mehr von der Landesregierung gefördert würden. (weiterlesen)