Montag 28.06.10, 10:00 Uhr

Der Bundesadler macht frei?

Der AStA der Ruhr Uni schreibt auf seiner Webseite: »Am Montag, den 28. Juni präsentiert sich das „Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung” (BWB) auf der Firmenkontaktmesse bonding an der Ruhr-Uni. Die Behörde organisiert die Entwicklung, die Erprobung und den Einkauf von Waffen sowie sonstigen Materialien für die Bundeswehr. Dafür gibt sie jährlich rund 3,7 Milliarden Euro aus. Vergangenes Jahr sorgte das Bundesamt auf der bonding-Messe für einen Skandal: Es warb im Katalog mit einem großen Bundesadler, versehen mit dem Slogan „Dieser Vogel macht frei”. Die Ähnlichkeit zum Nazi-Spruch „Arbeit macht frei” war unverkennbar – vor allem im Zusammenhang mit einer Messe, bei der die Behörde ausgerechnet neue Arbeitskräfte einwerben wollte. Die starke Assoziation an die NS-Zeit war hoffentlich ungewollt. So oder so zeigt der Fall jedoch, wie es im Umfeld der Bundeswehr um die Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen bestellt ist. Unter anderem aufgrund dieser Erfahrungen versuchte der AStA den Rektor zu überzeugen, zukünftig den Auftritt des Bundesamts auf dem Campus zu verhindern. Obwohl Rektor Elmar Weiler das Werbemittel der Rüstungsbehörde verurteilte, geschah nichts. Auch dieses Jahr ist die deutsche Rüstungsverwaltung wieder auf der bonding-Messe vertreten.« Zum vollständigen Beitrag.

 
 
 
 


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