Dienstag 01.06.10, 13:00 Uhr
Anti-Sexismus als solidarische und interventionistische Praxis

Fight Sexism!

Die ag feministische theorie und praxis lädt am Freitag, den 11. Juni um 19.00 Uhr zu einer Veranstaltung zum Thema sexualisierter Gewalt ins Soziale Zentrum ein. In der Ankündigung heißt es: »Im Alltag bestimmte Verhaltensweisen als sexistisch anzukreiden bringt in den meisten Fällen alles andere als solidarische Unterstützung ein – häufiger wird eine solche Äußerung wohl mit Auslachen oder sogar offener Aggression begegnet. Opfer sexualisierter Gewalt müssen meist detailgenau den “Tathergang” schildern, um “glaubwürdig” zu sein. Die Definition darüber, was ein sexueller Übergriff oder ob eine Vergewaltigung nun wirklich eine Vergewaltigung ist, wird dem Opfer zudem im Normalfall komplett abgesprochen. Eine Auseinandersetzung mit Sexismus als gesellschaftliches (Macht-, Gewalt)Verhältnis, findet zumeist nur in den “Nischen” feministischer und queerer Zusammenhänge und in der Gender-Forschung statt. Heterosexismus ist nach wie vor ein Randthema, Heterosexualität eine nicht wirklich hinterfragte “Normalität” und Weiblichkeit und Männlichkeit weithin akzeptierte “Tatsachen”.
Welche Form der Auseinandersetzung mit Sexismus wäre wünschenswert und denkbar und wie kann sie vorangebracht werden? Wie kann im konkreten Fall eine solidarische Unterstützung mit von sexualisierter Gewalt Betroffenen aussehen? Und wo sind die Ansatzpunkte für eine antisexistische Praxis jenseits des konkreten “Sexismusvorfalls”?
Einen Input zur Diskussion über diese Fragen gibt das Antisexismus-Bündnis Berlin (ASBB) – eine Vernetzung von Berliner Gruppen aus verschiedenen politischen Teilbereichen, die kontinuierlich zu den Themen Sexismus und sexuelle Gewalt arbeiten. Das ASBB hat u.a. die Antisexismus-Reader AS.ISM (#1-3) herausgegeben.«

 
 
 
 


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