Archiv - Mai 2010
Keine Stimme für Nazis
Am Freitag, den 7. 5. – zwei Tage vor der Landtagswahl – wird der Kinder- und Jugendring zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend und der Schreberjugend von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr einen Aktions- und Informationsstand im Bermudadreieck aufbauen. In der Ankündigung heißt es: “Mit dieser Aktion wird die Kampagne des Kinder- und Jugendrings zur Landtagswahl 2010 abgeschlossen. Ziele der Kampagne sind, Erst- und JungwählerInnen zu motivieren, an den Wahlen teilzunehmen und zu verhindern, dass rechtsextreme Parteien gewählt werden. Abgeordnete, die gegen Migranten, Homosexuelle, Behinderte, Juden, Muslime und andere Minderheiten hetzen, dürfen im Landtag keinen Platz und keine Stimme bekommen. Wir wollen ein demokratisches, friedliches, buntes und tolerantes NRW und wir wollen keine Nazis in unserem Land. Aus dem rechtsextremen Spektrum kandidieren die NPD, die Republikaner und pro-NRW. (weiterlesen)
Vorrunden des Newcomer Festivals
Das 12. Bochumer Newcomer Festival lädt am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche zu den beiden Vorrunden ins Kulturcafé an der Ruhr-Uni. Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr. Der Mittwoch steht ganz im Zeichen des Rock: UnPrepared, Boring Rockstars, Guess You Like It, Paraquat und Tauchsport spielen um die Gunst des Publikums. Am Donnerstag wird es dann poppiger und experimenteller: Herr Paschulke, Mitch Muscle & The Motteks, Selectamood, Corporal Clegg´s Salvation Army und No Badderation wollen sich dann ins Finale spielen.
Bernhard Schmid – Jahre des Alarmismus
Am Samstag, den 8. Mai ist um 20.00 Uhr Bernhard Schmid zu Gast im Sozialen Zentrum. Das links-alternative Büchertisch- und Archivprojekt der notstand hat ihn zu einem Vortrag eingeladen zum Thema: “Jahre des Alarmismus”. In der Ankündigung heißt es: »20 Jahre nach der Nie wieder Deutschland-Demo im Mai 1990 – Der Zusammenbruch der DDR und des ehemaligen Ostblock, der die Vereinleibung der DDR folgte – better known as Wiedervereinigung -, waren auch für die deutsche Linke Umbruchjahre. Hinter diesen Brüchen standen verschiedene Debatten und Ereignisse. Besondere Bedeutung hatten neben der nationalen Aufladung im Rahmen der deutschen Einheit, u.a. Wahlerfolge rechtsextremer Partei (vor allem der REPs), Kritiken an nationalen Anleihen in Teilen der Friedenbewegung und die Scud-Raketen auf Israel im zweiten Irakkrieg 1991 gewesen. Mitten im Wiedervereinigungstaumel des Jahres 1990 mobilisierten am 12. Mai weite Teile der radikalen Linken zur “Nie wieder Deutschland”-Demo nach Frankfurt, an der rund 15000 Menschen teilnahmen. (weiterlesen)
Sevim Dagdelen unterstützt GEW-Streik
Die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion, Sevim Dagdelen, unterstützt den heute in Bochum stattfindenden Warnstreik von GEW und dbb Tarifunion, die eine einheitliche Eingruppierung aller Lehrkräfte mit gleichwertiger Tätigkeit und wissenschaftlicher Qualifikation fordern. “Die andauernde Weigerung der Landesregierung, die angestellten Lehrkräften vernünftig zu bezahlen, ist ein Skandal”, kritisiert Dagdelen. “Dass Lehrerinnen und Lehrer für die gleiche Arbeit teilweise einige hundert Euro weniger Gehalt bekommen, ist nicht hinzunehmen. Deshalb fordert die Linke: “Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.”
Okzidentalismus und ‘Sexual Politics’
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Geschlecht und Gesellschaft findet am Donnerstag, dem 6. Mai um 18.00 Uhr im HZO 80 der Ruhr-Uni eine Veranstaltung statt zum Thema: “Okzidentalismus und ‘Sexual Politics’”. Referentin ist Gabriele Dietze aus Berlin. In der Ankündigung heißt es: Die deutsche Obsession mit dem (als islamisch begriffenen) Kopftuch hat im Laufe der Zeit viele Formen angenommen. Sie hat zum Berufsverbot für Lehrerinnen in einigen Bundeländern geführt, zu einer Bilderflut in politischen Magazinen und ist zum Anlass politischer Debatten über Leitkultur, Wertegemeinschaft, Christliches Abendland, dem angeblichen Scheitern des Multikulturalismus und ‚Parallelgesellschaften‘ geworden. Dabei kommt sexualpolitischen Fragen wie Frauenemanzipation und ‚Toleranz‘ gegenüber Homosexualität ein besonderer Stellenwert zu. (weiterlesen)
Gute Arbeit – Gute Bildung – Gutes Leben
Von Montag, den 3. Mai bis Freitag, den 7. Mai werden Gewerkschaften, Sozial- und Jugendverbände täglich mit Aktionen in der Innenstadt zur Teilnahme an der Landtagswahl am 9. Mai aufrufen. „Denn“, so DGB-Regionsvorsitzender Michael Hermund, „wir brauchen bei dieser Wahl einen politischen Richtungswechsel. Wir brauchen eine Landesregierung, die z. B. den Gemeinden und Kommunen wieder eigenständiges politisches Handeln ermöglicht.“ Nachmittags zwischen 14.00 Uhr und 18.00 Uhr werden die täglichen Aktionen vor Drehscheibe und Citypoint laufen. Die Aktionswoche beginnt am heutigen Montag mit einer Installation des Bochumer Sozialforums zum Thema Armut und Reichtum. Es wird daran erinnert, wie gegenwärtig Armut und Hunger in einem der reichsten Länder der Welt ist. (weiterlesen)
Frauenliebe im Biedermeier
Das autonome FrauenLesbenReferat der Ruhr-Universität Bochum lädt ein zu einer Lesung am Dienstag, den 4. Mai um 19.30 Uhr zum Thema “Frauenliebe im Biedermeier”. Angela Steidele liest aus ihrem Buch “Geschichte einer Liebe: Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens”. Veranstaltungsort ist das Kulturcafé der Ruhr-Universität Bochum.
Blick hinter die Kulissen
In diesem Jahr wird das Theater Traumbaum kein neues Stück auf die Bühne bringen, aber die Vorarbeit für die Neuproduktion 2011 beginnt schon jetzt. Da es sich bei den Produktionen des Bochumer Freien Kinder- & Jugendtheaters immer um Unikate und komplette Eigenproduktionen handelt, hat das Theater Traumbaum eine ganz eigene Stückentwicklung geschaffen. In einer Ankündigung der TheatermacherInnen heißt es: “Jugendtheater bedeutet wesentlich mehr, als Jugendliche nur an das Medium heranzuführen. Jugendtheater kann ein unterhaltsames und inhaltliches Forum sein, das Jugendliche einlädt und sie dazu provoziert, sich mit sich und unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen. (weiterlesen)
Werbung für den BUKO 2010
Am Freitag, den 7. Mai, findet um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum eine “WarmUp-Veranstaltung für den BUKO 2010 vom 13.-16. Mai in Tübingen” statt. Referent ist Ismail Küpeli. Er bietet auf dem Buko einen Workshop an zum Thema “Jenseits von antimuslimischem Rassismus und Islamismus”. Die Beschreibung des Workshops lautet: »Seit den “Anti-Islamisierung”-Kampagnen der rechten ProNRW-Bewegung in Deutschland und spätestens mit dem “Minarettverbot” in der Schweiz lässt sich die Feindschaft gegenüber Muslimen nicht mehr übersehen. Die antimuslimischen Ressentiments reichen von pauschaler “Islamkritik” bis hin zu offenem Rassismus und sind nicht nur bei Rechten anzutreffen. Linke Positionierungen in der “Islamdebatte” reichen von “Islamkritik” bis hin zu unkritischer Solidarisierung mit islamischen Organisationen. (weiterlesen)
Gedenken an den Tag der Befreiung
Am 8. Mai 2010 jährt sich zum 65. Mal der Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg. Vor wenigen Tagen gedachten die noch lebenden ehemaligen Häftlinge der Konzentrationslager in Buchenwald und Dachau mit ihren Angehörigen, Kindern und Enkeln, ihrer Befreiung am 11.4. bzw. 2.5.1945. In Bochum will die VVN-BdA mit einem Gedenkgang auf dem Friedhof Freigrafendamm an die Befreiung und auch an die Bochumer Opfer der Faschisten erinnern, “nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Überlebenden des Holocaust kontinuierlich abnimmt”. Weiter schreibt die VVN-BdA: “Es gilt, die Erinnerung an die Barbarei der Nazis auch für zukünftige Generationen wach zu halten, damit eine Wiederholung der Geschichte ausgeschlossen bleibt. Der Gedenkgang soll am Freitag, den 7. Mai 2010, um 14.00 Uhr am Haupteingang des Friedhofs am Freigrafendamm beginnen. (weiterlesen)
Organize now
Am Donnerstag, den 6. Mai um 19.30 Uhr findet im Sozialen Zentrum, Josephstr. 2, eine Veranstaltung mit einem Erfahrungsbericht über Organizing und Campaigning in den USA statt. Die ReferentInnen berichten von einer Druckkampagne gegen den Bürgermeister von San Francisco, die sie wärend eines Organizing- Praktikums in den USA erlebt haben. In der Einladung heißt es: »„Nimm die Themen der Beschäftigten, nicht die Themen der Gewerkschaft.” Dieser Leitsatz des Organizings lässt einiges hoffen. Doch was steckt hinter der Idee des Organizings? Welcher Werkzeuge bedienen sich OrganizerInnen, wenn sie Organizing-, Mobilisierungs- oder Druckkampagnen machen? Organizing wird von US-Gewerkschaften schon seit längerer Zeit erfolgreich eingesetzt. Die wohl bekannteste Kampagne ist die „Justice for Janitors” Kampagne, in der es um die Rechte von – größtenteils illegalisierten – Reinigungskräften geht. (weiterlesen)
“noch einmal flüchtig alles”
Der Bochumer Autor Friedrich Grotjahn (Foto) liest am 6. Mai um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer aus seinen Romanen und Erzählungen. In der Ankündigung heißt es: »Der Bochumer Autor Friedrich Grotjahn wirft seinen Blick auf die Welt, auf die Menschen und ihre Beziehungen zueinander oft aus einer ungewöhnlichen Perspektive und wirkt so Erkenntnis erhellend, weist über den Alltag hinaus. “Ich habe mir geschworen, nicht zu schweigen” – dieser Buchtitel klingt wie das Leitmotiv seines literarischen Schaffens. Hugo Ernst Käufer versteht Grotjahns Geschichten als “ein überzeugendes, ja beispielhaftes Schreiben als Erinnerungsarbeit”. Im Bahnhof Langendreer stellt Friedrich Grotjahn, der am 3. April seinen 75. Geburtstag feierte, seine Erzählungen und Romanen vor.« Näheres.
1. Mai in Bochum



Die heutige DGB-Kundgebung zum Tag der Arbeit verlief ohne große Überraschungen. Einzig die FDP strengte sich an und bewies, dass sie nicht nur überregional peinlich ist. Wie trotzige Kinder zogen drei FDP-Mitglieder mit Parteifahnen über den Platz, um auch gleich wieder zu verschwinden. Der WAZ-Artikel charakterisiert ganz treffend die Wortbeiträge auf der Bühne. Die Fotos zeigen eine Installation des Sozialforums zum Thema, wer und was macht arm und reich. Auf zwei weiteren Bildern ist der stumme Protest der SPD-Hamme gegen die geplante Reaktivierung der Müllhalde von Thyssen-Krupp und schließlich Hannes Bienert zu sehen, der sicherlich schon andere Arbeiter-Kampftage erlebt hat. Einfach auf die Fotos klicken, um sie in Vergrößerung zu sehen.



Bandista im Zwischenfall
Radio El Zapote präsentiert am Sonntag, den 2. Mai um 20.00 Uhr im Zwischenfall, Alte Bahnhofstr. 218, die Band Bandista aus der Türkei. In der Ankündigung heißt es: »2010-Kulturhauptstadtjahr. Als Eine der Kulturhauptstädte wurde Istanbul ausgewählt. Eine Metropole voller Gegensätze, Sehnsüchte und pulsierender, kultureller Kreativität. Kurz: eine Stadt zum Verlieben! Aus erwähntem kulturellen Schmelztiegel entspringt ebenso Bandista , ein 2006 gegründetes 7-köpfiges Kollektiv, das endlich auf vielfachen Wunsch in die BRD kommt. Bandista sieht seine Wurzeln in der Vielfalt Anatoliens, betont gleichwohl aber eine internationalistische Haltung. Das lässt sich hören in ihren Lyrics, in denen sie gegen Nationalismus und für eine gerechtere Welt ansingen, aber auch in ihrem Sound: (weiterlesen)
