Freitag 28.05.10, 13:30 Uhr

Schlachtzeichen gegen Hartz-IV

In Anlehnung an die vielbeachtete Schachtzeichen-Aktion lässt die Linksjugend Solid Bochum am morgigen Samstag, den 28. Mai, an der Bessemerstraße 80 in Bochum von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr ein Schlachtzeichen in Form eines schwarzen Ballons aufsteigen. In einer Pressemitteilung von Solid heißt es: »Dort befindet sich das Gisela Vogel-Institut für berufliche Bildung, das seit langem in der Kritik steht für seine Videoüberwachung von Hartz IV Betroffenen, die dort Maßnahmen durchlaufen müssen. Benny Krutschinna von der Linksjugend Solid Bochum zu der Schlachtzeichenaktion: „Wir wollen mit der Schlachtzeichenaktion am Samstag mit dem schwarzen Ballon ein politisches Zeichen setzen. Das Gisela-Vogel-Institut profitierte als privates Unternehmen in den vergangenen Jahren massiv von teils zweifelhaften Fortbildungsmaßnahmen, zu denen Hartz IV Betroffene notfalls unter Androhung von Leistungsentzug gezwungen wurden. Die Repression, die entwürdigende Bevormundung und die ständige Kontrolle der Hartz IV Gesetze setzt sich nahtlos in den Räumen des Gisela-Vogel-Instituts fort. Dort werden in den Computerräumen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Maßnahmen der ARGE mit Videokameras überwacht. Wir sehen in dieser erniedrigenden Behandlung einen fortgesetzten Versuch, die Betroffenen von Hartz IV durch ständige Kontrolle einzuschüchtern und für die „Disziplinierungsmaßnahmen” der ARGE empfänglich zu machen. Wir fordern daher ein Ende der Zusammenarbeit der ARGE mit dem Gisela-Vogel-Institut. Die Aufhebung der Hartz IV Gesetze und ihrer entwürdigenden Repressionsmechanismen sind überfällig”.

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19. Jul. 2010, 23:29 Uhr

LeserInnenbrief von Ingrid Barth:

P.S.: Wie tief muss man gesunken sein, mit der hohen Arbeitslosenquote nur noch schier kurzfristige,pekuniäre Interessen zu verfolgen? Seriöse Weiterbilder mit offenen Jobs beklagten sich bereits in Gesprächen mit mir darüber-es ist schier verkommen. Und wie man dort behandelt wird, hat auch längst nichts mehr mit dem deutschen Grundgesetz zu tun.
Igittigitt, auf Kosten der Ärmsten zocken-aber nie Geld für zielführende Weiterbildungen per Bildungsgutschein mit festen Joboptionen, so ruiniert man ausserdem das Land.
Der Bund der Steuerzahler berichtet drüber, der Bundesrechnungshof beklagt und kritisiert es längst massiv-wann interessiert wieder Allgemeinwohl?
Und unter Androhung, Erpressung bereits zu einer Massnahme dort gezwungen zu werden (ohne beruflichen nutzen)-ansonsten die Grundsicherung zu verlieren-hat mit Demokratie und Recht nichts mehr zu tun-Vetternwirtschaft.Mir wollte die ARGE Bochum-Nord (“ich schicke alle meine Kunden zu meinen Freundinnen ins Gisela-Vogle-Institut”)deswegen sogar verbieten, alternativ bei einem Bochumer Unternehmen zu arbeiten-soweit ist es bereits.
Als ich mich beim Landtag (Behördenwillkür)beschwerte, schickte mir dieser Klüngel eine Strafanzeige wegen angeblicher Beleidigung hinterher-ARGE? Arbeitsverhinderungsbehörde für exklusive Interessen-mittlerweile ist Willkür gang und gäbe-und wer noch auf das Recht, Grundgesetz beharrt, angeblich kriminell.

Ganz schön brutales Pflaster, dort.Wen interessiert schon die berufliche Zukunft der Arbeitslosen…..wir sind bereits Nutzviech.

Das sind Zustände-beschämend für unser Land.


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