Donnerstag 27.05.10, 12:00 Uhr

Womit man Jusos schockieren kann

Die jungen SozialdemokratInnen waren in Bochum bisher vor allem durch ihr rechtssozialdemokratisches  Auftreten an der Uni aufgefallen. Jetzt melden sich die Jusos im Stadtbezirk Bochum-Mitte. Sie haben in einer Erklärung “den neugewählten Bochumer SPD-Landtagsabgeordneten Serdar Yüksel aufgefordert, sich ausdrücklich von einer verharmlosenden Sicht auf den Unrechtsstaat DDR zu distanzieren und sich für seine Äußerungen in einem Interview mit dem WDR am 21. Mai zu entschuldigen.” Weiter schreiben die Jusos: »Yüksel hatte dort in einer Reaktion auf das Scheitern der Gespräche mit der Linkspartei gesagt, es gehe ihm -wörtlich- “auf den Zeiger”, dass die Gespräche ausgerechnet an diesem Thema gescheitert seien. Nur weil eine Abgeordnete der Linkspartei früher “Urlaub in der Mecklenburgischen Seenplatte” gemacht hätte und die DDR deshalb toll fände, seien die Gespräche gescheitert. “Die soll die DDR doch schön finden, wenn sie die schön findet” so Yüksel. Die Jusos Bochum-Mitte zeigten sich von dieser Äußerung schockiert.« Auf diesen Schock bei den Jusos machte Jens Matheuszik in seinem Pottblog aufmerksam. Er ist SPD-Funktionär und beschreibt die Geschichte recht ausführlich.

4 LeserInnenbriefe zu "Womit man Jusos schockieren kann" vorhanden:

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27. Mai. 2010, 22:48 Uhr

LeserInnenbrief von Jens Matheuszik:

Also die Bezeichnung Funktionär finde ich ja eher merkwürdig. Ich bin derzeit einfaches Basis-Mitglied – mehr nicht. Nicht mal Wahlhelfer war ich am Tag der Landtagswahl, wo ich das sonst fast immer gemacht habe.


 

28. Mai. 2010, 09:03 Uhr

LeserInnenbrief von Redaktion:

Jens hat recht. Es hätte “ehemaliger Funktionär” heißen müssen. Wir hatten leider eine veraltete SPD-Seite angeklickt, die sich noch im Netz befindet:
http://www.spd-olfen.de/index.php?mod=personen&person=421&menu=700&menu=604


 

29. Mai. 2010, 14:28 Uhr

LeserInnenbrief von Jens Matheuszik:

Da wäre im Zweifelsfall jensmatheuszik.de die bessere Quelle gewesen. ;)

Wobei ich Funktionär dennoch für einen merkwürdigen Begriff halte, der zum Teil auch noch negativ belegt ist. Ich persönlich würde beispielsweise nicht auf die Idee kommen, die PolitikerInnen, die sich ehrenamtlich engagieren als Funktionäre zu bezeichnen. Höchstens hauptamtliche Mitarbeiter von Parteien.


 

30. Mai. 2010, 23:37 Uhr

LeserInnenbrief von Beobachter:

Komisch, dass da Patrick Dörr spricht, der zeitgleich Schwulenreferent an der RUB ist und dort eher als Linker aufgefallen ist. Was ist da los? Gibt es dort antitürkische Strömungen in der Bochumer SPD? Wurde Dörr dort von anderen, vielleicht vom gescheiterten Kandidaten in der Vorauswahl zur Landtagswahl Thorsten Kröger, vorgeschickt?


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