Donnerstag 25.03.10, 11:00 Uhr
Sevim Dagdelen zur Wahlkampftour von Pro NRW:

Die Konfliktlinien liegen nicht zwischen

den Kulturen oder Religionen sondern zwischen arm und reich

„Kein Fußbreit den Faschisten bedeutet auch klare Abgrenzung von rassistischen Gruppierungen und Parteien. Die Aktionen sowie die rechtspopulistische und rassistische Propaganda von Pro NRW sind ein gezielter Angriff auf ein gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen – unabhängig von Religion und Herkunft”, so die Bochumer Bundestagsabgeordnete Der Linken, Sevim Dagdelen, anlässlich der vom 26. bis zum 28. März im Ruhrgebiet stattfindenden Wahlkampftour von Pro NRW. Dagdelen weiter: „Ich verurteile jeden Versuch von Pro NRW und anderen rechten Gruppierungen, Ängste zu schüren und Vorurteile zu verstärken. Pro NRW fantasiert über den Untergang des ‚christlichen Abendlandes‘ durch eine ‚Islamisierung‘ Deutschlands. Mit kulturalistischen und rassistischen Argumenten gegen Migrantinnen und Migranten wollen sie soziale Ausgrenzung, Diskriminierung und einen Sicherheitswahn legitimieren, der mit Schlagworten wie Terrorbekämpfung zum Abbau von Grundrechten führt. Soziale und politische Konflikte werden zu einem Kampf der Kulturen und Religionen umgedeutet, woraus die Forderung nach einem Zuwanderungsstopp bzw. nach ,Rückführung’ abgeleitet wird. Dabei liegen die Konfliktlinien in unserer Gesellschaft nicht zwischen den Kulturen oder Religionen sondern zwischen arm und reich.
Wir brauchen eine klare Abgrenzung gegenüber rassistischen Parolen, egal von wem sie stammen. Die demokratischen Parteien, Medien und die Kirchen fordere ich auf, alles zu unterlassen, das ein ,Feindbild Islam’ innerhalb der Bevölkerung schürt und verbreitet. Die Verbreitung einer anti-islamischen Stimmung und die Instrumentalisierung des Islam in Integrationsdebatten verstärkt den Neorassismus.
Das gemeinsame Eintreten gegen Antisemitismus, Nazismus und Rassismus muss sich ausdrücklich auch als Kampf gegen eine rassistische Stigmatisierung von Musliminnen und Muslimen verstehen. Deshalb rufe ich alle Bochumerinnen und Bochumer auf, sich zahlreich an den Gegenaktivitäten zu beteiligen.”

 
 
 
 


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