Donnerstag 14.01.10, 17:00 Uhr

DGB-Ziel: Arbeit und Lohnerhöhung

Der DGB Ruhr-Mark schreibt: »Ordentliche Lohn- und Gehaltssteigerungen und die Sicherung der Arbeitsplätze stehen für den DGB im Zentrum der Tarifauseinandersetzungen 2010. „Gerade in unserer Region mit der hohen Exportabhängigkeit sind Lohnerhöhungen entscheidend für die Kaufkraft und die Binnenkonjunktur”, so DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund. „Jetzt ist es amtlich. Das Statistische Bundesamt ermittelte ein Schrumpfen der Wirtschaft um 5%. Schuld waren die zurückgehenden Exporte. Einzig die Binnenkaufkraft hat das Minus in Grenzen gehalten.”

Für den Gewerkschaftsbund beginnt das Jahr 2010 wie erwartet. Die Wirtschaft meldet einen Absturz der Exporte um rund ein Fünftel und aus Unternehmensverbänden und so genannten Expertenkreisen, so der DGB, wird das hohe Lied der Lohnabstinenz angestimmt. Die Jahresabrechnung der Stadt werde das finanzielle Desaster der Kommunen nachdrücklich beweisen und die Suche nach Antworten auf Kosten der Bevölkerung als Lösung ins Zentrum rücken.
„Die Banken machen weiter wie bisher. Die Wirtschaft setzt weiterhin vor allem auf Exporte und die Kommunen werden aus ihrer finanziellen Schieflage nicht herausfinden. Im Gegenteil, die Schwierigkeiten werden sich verschärfen. In Bochum sind tausende Arbeitsplätze in Gefahr, die nur durch Kurzarbeit einstweilen gehalten werden. Die Rahmenbedingungen für das Leben in unserer Stadt werden sich für die meisten Menschen durch den verordneten Sparkurs aus Arnsberg verschärfen,” so Hermund.
Die Gewerkschaften stellen sich in der stark exportorientierten Region auf eine schwierige Zeit ein. Im Zentrum wird der Kampf um den Erhalt und die Schaffung guter Arbeit stehen.
„Wenn wir es nicht schaffen durch Lohnsteigerungen die Kaufkraft in Bochum zu halten, wird auch der Einzelhandel und das Handwerk als Stütze der Konjunktur wegbrechen, ” meint der DGB Vorsitzende.«

Info-Anhang
Die deutschen Ausfuhren brachen im dritten Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahresquartal um 19,0% auf 200,2 Milliarden Euro ein, teilt das Statistische Bundesamt mit. Innerhalb der EU sanken die Warenlieferungen um 18,4% auf 126,5 Milliarden Euro. Die Ausfuhren in die nicht zur Eurozone zählenden EU-Länder verringerten sich um -20,7%. In diese Länder wurden Waren im Wert von 41,4 Milliarden Euro geliefert.
Die deutschen Exporte an Drittländer verringerten sich im dritten Quartal 2009 um -20,1% auf 73,7 Milliarden Euro. Überdurchschnittlich stark gingen die Lieferungen nach Russland zurück (-41,0% auf 5,1 Milliarden Euro). Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten verringerten sich von -31,1% auf 12,2 Milliarden Euro. Die Warenlieferungen nach Japan gingen um 12,3% auf 2,8 Milliarden Euro zurück. Die Lieferungen nach China erhöhten sich um 14,5% auf 9,8 Milliarden Euro. Die deutschen Einfuhren wiesen im dritten Quartal 2009 mit 167,9 Milliarden Euro ein Minus von 18,9% auf.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Markt und Mittelstand

 
 
 
 


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