Dienstag 15.12.09, 18:30 Uhr

Radverkehrsbeauftragte-r gestrichen

Klaus Kuliga, der 2. Vorsitzender ADFC Bochum  schreibt: “Der WAZ vom 12.12.2009 entnehmen wir, dass im Rahmen der Haushaltskürzungen die Stelle des Radverkehrsbeauftragten gestrichen werden soll. Wir werten das als deutliches und unüberhörbares Signal gegen eine fahrradfreundliche Stadt Bochum. Nur ein Bochum, das nicht fahrradfreundlich sein will, kann auf einen Radverkehrsbeauftragten verzichten. Wir gehen davon aus, dass die Stadt Bochum sich konsequenterweise dann auch gar nicht erst um die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden bewerben wird. Ohne das eine macht das andere keinerlei Sinn. Es ist schade, dass Bochum sich damit von der Vision einer lebenswerten, lebensfrohen und menschenfreundlichen Stadt abwendet.”

2 LeserInnenbriefe zu "Radverkehrsbeauftragte-r gestrichen" vorhanden:

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16. Dez. 2009, 06:32 Uhr

LeserInnenbrief von Christian Michalak:

Sehr geehrte LeserInnen,

wir Grüne haben ähnliche Bedenken geäußert, als wir vom Verwaltungsvorschlag gelesen haben, die Stelle des Radverkehrsbeauftragten zu streichen. Allerdings ist uns erklärt worden, dass wegen des Weggangs des ehemaligen Radverkehrsbeauftragten, Herrn Goldack, lediglich die Stelle selbst entfällt. Seine Aufgaben werden an eine andere Person in der Verwaltung übertragen, die zudem enger als bisher bereits in die Ausbauplanungen eingebunden werden soll. Nach Aussagen der Verwaltung wird dies keine Nachteile sondern sogar Vorteile für die Durchsetzung der Interessen der RadfahrerInnen bringen. Nur unter dieser Voraussetzung haben wir Grüne dem Verwaltungsvorschlag zugestimmt. Wir werden die Entwicklung sehr genau beobachten und sollte sich die Umorganisation nachteilig auswirken, werden wir entsprechend gegensteuern. Als Grüne streben wir außerdem weiterhin die Aufnahme unserer Stadt in die AG fahrradfreundlicher Städte an.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Michalak
(Ratsmitglied der Grünen im Rat der Stadt Bochum)


 

16. Dez. 2009, 09:36 Uhr

LeserInnenbrief von Mario Weber:

Jetzt sind die Grünen schon über 20 Jahre im Rat und man hat nicht den Eindruck, dass sie es lernen, SPD und Verwaltung mit der notwendigen Skepsis zu begegnen.
Karsten Goldack ist vor 2,5 Monaten als Radverkehrsbeauftragter ausgeschieden. Dies war schon seit längerem bekannt. Bis heute gibt es keinen Nachfolger, keinen Namen, keinen Termin für einen Nachfolger. Rot-grün nimmt das hin und beweist, dass Güne und SPD den Radverkehr nicht ernst nehmen. Eine der ersten gemeinsamen Entscheidungen von rot-grün war ja auch schließlich den Nordring zu erneuern und dabei auf einen Radstreifen zu verzichten. Damals hat die Verwaltung auch wunderbare Dinge versprochen, wie der Nordring wenigstens fahrfreundlich überquert werden kann. Das ist zehn Jahre her und nichts ist passiert.


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