Mittwoch 25.11.09, 06:00 Uhr

Solikundgebung für Ivan Hutorskoj

Die Antifaschistische Jugend Bochum schreibt: »Am 16. November wurde in Moskau der engagierte Antifaschist Ivan Hutorskoj ermordet. Die Antifaschistische Jugend Bochum (AJB) wird deshalb am Donnerstag, den 26. November von 17 Uhr bis 20 Uhr eine Kundgebung in der Bochumer Innenstadt abhalten, um auf die Situation in Russland und den Mord aufmerksam zu machen.
Ivan Hutorskoj wurde beim Verlassen seiner Wohnung mit zwei Kopfschüssen ermordet. Er erlag noch am Tatort seinen Verletzungen. Dass die Täter aus dem Neonazi Spektrum kommen, ist so gut wie sicher. Zuvor wurden bereits drei Mordversuche von Rechtsradikalen an ihm verübt und sein Name auf diversen Todeslisten auf Neonazi-Seiten veröffentlicht. Die AJB sieht sich als Teil einer internationalen Bewegung gegen den Faschismus. Deswegen wird sie am Donnerstag eine Kundgebung abhalten, um auf den Mord aufmerksam zu machen. Zudem dieser kein Einzelfall ist. Allein 2008 fielen dort über 80 Menschen rechtsradikalen Mördern zum Opfer.
In den Redebeiträgen soll dabei auch kritisch auf die Rolle des russischen Staates eingegangen werden. Errungenschaften wie die Pressefreiheit sind in Russland bedroht. Rechte Mörder kommen mit geringen Strafen davon oder werden gar nicht erst verurteilt. Ein Ziel der Kundgebung ist es, die Öffentlichkeit auf diese Zustände aufmerksam zu machen. Auch in Deutschland ist die Zahl rechter Morde hoch, jedoch noch nicht so dramatisch, wie in Russland. „Die Situation in Russland sollte uns eine Warnung sein, denn auch die Nazis in unserer Stadt phantasieren von der Liquidierung all derer, welche nicht mit ihrem faschistischen Weltbild konform gehen.” so Kevin Waschkowitz, Pressesprecher der AJB.
Im Rahmen der Kundgebung wird auch der Kurzfilm „uno di noi” (dt.: einer von uns) gezeigt, welcher vor einem Jahr von den Gruppen AJB und Azzoncao erstellt wurde. Er thematisiert die europaweit stattfindenden Morde an Antifaschisten.
Die Antifaschistische Jugend Bochum ist eine parteiunabhängige Gruppe von Jugendlichen und seit ca. 3 Jahren aktiv. In ihrem Wirken engagiert sie sich gegen Rechts und Diskriminierung jeder Art. Zuletzt hat die AJB Demonstration gegen den Einzug des NPD Kandidaten Claus Cremer in den Bochumer Stadtrat organisiert. Weiterhin bemüht sie sich zur internationalen antifaschistischen Vernetzung beizutragen.«

 
 
 
 


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