Mittwoch 25.11.09, 18:00 Uhr
Gunda Gottschalk (Violine) und Nils Beckmann in:

LENZ nach Georg Büchner

Nach seinem erfolgreichen Gastspiel mit Heiner Müllers HORATIER im Mai dieses Jahres, ist das das freie Theater Gegendruck am 29.11.2009, 20 Uhr, mit seiner neuen Produktion LENZ im Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108 zu erleben. In der Ankündigung heißt es: »Die szenisch-musikalische Umsetzung des berühmten Prosafragments von Georg Büchner mit einer Musikerin und einem Schauspieler verspricht wieder einen spannenden Theaterabend, der politische Brisanz mit ästhetischem Anspruch verbindet.  Der junge mittellose Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz (bekannt durch seine Stücke “Der Hofmeister”, “Die Soldaten”) hat in einem Dorf im Elsass Zuflucht gefunden. Doch schon bald zeigen sich bei ihm Zustände der Verzweiflung, die ihn selbst und seine Mitmenschen verstören.
Georg Büchners Erzählung Lenz gilt als Geburtsurkunde der literarischen Moderne in Deutschland. Lenz ist mehr als die erschütternde Studie einer Lebenskrise. Büchner schildert in einer dichten schnörkellosen Sprache nicht nur die Depressionen und Rauschzustände der Hauptfigur. Angeklagt wird in Lenz auch eine in Konventionen erstarrte Gesellschaft, die für unangepasste Außenseiter keinen Platz hat. Für seine szenisch-musikalische Recherche nach Georg Büchner konnte Theaterleiter und Regisseur Johannes Thorbecke zwei Mitwirkende gewinnen, die sich über das Ruhrgebiet hinaus einen Namen gemacht haben.

“Georg Büchners ;Lenz’ vom Theater Gegendruck verstörend aktualisiert…Die szenische Ausdeutung von Georg Büchners Erzählung auf der Bühne ist und bleibt eine Herausforderung. Doch dem Schauspieler Nils Beckmann und der Klangkünstlerin Gunda Gottschalk ist hier unter der Regie von Johannes Thorbecke eine überaus treffsichere Lösung gelungen. Das Premierenpublikum…war schließlich vollends in ihren Bann gezogen, ja sichtlich ergriffen. Nils Beckmann brilliert darin, die Grenzen zwischen lakonischer Rezitation und einer oft empathischen gestischen Verkörperung extremer Seelenzustände sehr fließend zu ziehen… Gunda Gottschalk zeigt sich …als fabelhaftes Multitalent in Sachen ,freie Improvisation’. Sie streicht skizzenhafte Melodienfragmente auf ihrer Violine, artikuliert subtile Vokaleinlagen und setzt immer wieder verstörende Impulse durch abrupte Überraschungsmomente.” (Stefan Pieper, Recklinghäuser Zeitung u.a. vom 6.10.09)

Die Musikerin Gunda Gottschalk wurde als Partnerin des Wuppertaler Bassisten Peter Kowald bekannt. Sie spielt improvisierte und zeitgenössische Musik und bringt ihre Klangarbeit in Verbindung mit Tanz, Theater, Film, Komposition, Bildender Kunst und Literatur. Solotourneen führten die Musikerin bereits quer durch die USA. Zudem ist sie international auf Festivals für zeitgenössische und improvisierte Musik vertreten. Zahlreiche CD-Veröffentlichungen.
Der Schauspieler Nils Beckmann stand zuletzt bei verschiedenen renommierten Jugendtheatern in Herne, Krefeld und Köln auf der Bühne.«

 
 
 
 


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