Mittwoch 07.10.09, 15:00 Uhr
Zum Welttag der Arbeit fordern die Gewerkschaften

gute Arbeit und gutes Leben

Deutliche Worte finden die Gewerkschaften zum diesjährigen „Welttag der Arbeit” am 07.Oktober. „Die Wirtschaftskrise gefährdet die Arbeitsplätze und die Zukunft von Menschen überall auf der Welt. Jahrzehntelange Deregulierung und die Habgier und Exzesse einer kleinen Minderheit, haben die Welt in die tiefste Rezession seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gestürzt. Im Mittelpunkt der Regierungsbemühungen um die Wiederankurbelung des Wirtschaftswachstums und den Aufbau einer neuen globalen Wirtschaft, bei der es vorrangig um die Menschen gehen sollte, muss daher menschenwürdige Arbeit stehen,” so DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund. Der DGB in Bochum verweist im Zusammenhang mit den internationalen Aktionen darauf, dass die Aussagen des Aufrufs aktueller denn je sind. Sie wirken überall auf der Welt, d.h. eben auch in unserer Stadt.
„Momentan sorgen Kurzarbeit und Mogelstatistiken noch für eine Bilanz, die uns in relativer Sicherheit wiegen sollen”, so der DGB-Regionsvorsitzende „Die Wirklichkeit wird uns wohl bald einholen und die bisher bekannt gewordenen Lösungsvorschläge der neuen Bundesregierung machen wenig Mut.”
Der DGB befürchtet vor allem in Richtung Jahreswechsel eine Verschärfung der Situation. Und mit dieser Verschärfung werden die Probleme wachsen.
„Wir laufen Gefahr, dass die Arbeitslosenzahlen deutlich ansteigen, dass die berechtigten Interessen der Opel-Beschäftigten am Ende zurück gewiesen werden und die soziale Gerechtigkeit in unserer Stadt immer mehr auf der Strecke bleibt.”
In dieser Situation ist für die Gewerkschaften nur folgerichtig, nicht nur für den Erhalt von Arbeitsplätzen einzutreten, sondern mit aller Konsequenz den Forderungen nach „guter Arbeit” Gehör zu verschaffen. Nicht Leiharbeit und prekäre Beschäftigung seien richtige Antworten auf die Krise, sondern Mindestlohn und deutliche Tariferhöhungen, um den Binnenmarkt in Gang zu setzen und sowohl für die Beschäftigten als auch für die Unternehmen neue und nachhaltige Perspektiven zu setzen.

 
 
 
 


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