Freitag 02.10.09, 14:00 Uhr
Politische Musik aus fünf Jahrhunderten jazzmusikalisch gedeutet

Lieder gegen den Gleichschritt

Am Sonntag, den 3.10. tritt um 20.00 Uhr das Ekkehard Jost Oktett mit „Liedern gegen den Gleichschritt” im Bahnhof Langendreer auf. In der Ankündigung heißt es: »Ekkehard Jost und seine Musikerkollegen sind bei ihrer Zeit- und Weltreise fündig geworden: Bekannte politische Lieder und volkstümliche Weisen aus aufrührerischen Zeiten haben sie jazzmusikalisch „beleuchtet”, um damit auch heute noch die Verhältnisse zum Tanzen zu bringen…  Der Jazz-Zyklus „Lieder gegen den Gleichschritt” – das sind Neuinterpretationen und Rekompositionen revolutionärer Freiheitslieder, die Bezug nehmen auf große Umwälzungsmomente der Geschichte – auf die Französische Revolution oder die März-Revolution 1848, auf die frühen 1920er oder die späten 1960er Jahre.

Von „Ich bin ein armer Bauernknecht” bis zu Liedern Boris Vians, von Erich Mühsam bis Charles Mingus reicht das Spektrum des Dargebotenen, das freilich seinen Zusammenhang nicht nur in der Thematik, sondern auch in der musikalischen Kontextualisierung hat. So werden Gemeinsamkeiten über die Zeiten auf eindrucksvolle Weise hörbar gemacht.
Bei dem Musikwissenschaftler und Musiker Jost treffen stets das Interesse an unterschiedlichsten musikalischen Formen und Traditionen, an der Sozialgeschichte vor allem des Jazz, wie auch die praktische Umsetzung der gewonnenen und geronnenen Erkenntnisse zusammen. Seit den siebziger Jahren ist Ekkehard Jost Teil der europäischen Free Jazz-Szene.

Die Mitwirkenden des für dieses Projekt zusammengestellten Oktetts gehören zu dem Kreis von Musikern, mit denen Jost in den letzten Jahren landauf landab in diversen Bands zusammengearbeitet und Ideen umgesetzt hat. Es ist – „absichtsvoll und unübersehbar” – eine “Ost-West-Band”, was augenfällig macht, dass auch alltägliche jazzmusikalische Praxis nicht außerhalb der Politik stattfindet, sondern – bis zu einem gewissen Grade – durch diese bestimmt wird.
Eine besondere Bedeutung messen die Musiker der Mitwirkung des Schauspielers Dietmar Mues zu, der mit der Kraft des gesprochenen Wortes der aufrührerischen Musik inhaltliche Eindeutigkeit verleiht«

 
 
 
 


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