Donnerstag 09.07.09, 08:00 Uhr
Lesung und Gespräch bei einer Sonntagsmatinee:

Ruth Weiss: Memory´s Tagebuch

Am Sonntag, den 12. Juli, findet um 11.30 Uhr im Bahnhof Langendreer eine Matinee mit Ruth Weiss statt. Sie liest aus ihrem neuen Buch “Memory’s Tagebuch”. In der Ankündigung heißt es: “Die Vergangenheit der afrikanischen Lehrerin Memory ist bewegt: 1972 als Kind eines Weißen und einer Schwarzen im südlichen Afrika geboren und aufgrund ihrer Hellhäutigkeit ausgegrenzt, lernt sie als Teenager einen ehemaligen General der Befreiungskriege kennen, der sie aufnimmt, ihr eine Schulbildung ermöglicht und sie schließlich heiraten möchte. Doch zu einer Hochzeit kommt es nicht. Was ist schön? Was ist fremd? Wie wichtig ist Tradition? Fragen, die Memory sich zu ihren Wurzeln stellt. In dieser „Geschichte aus Simbabwe“ enthüllt der Text Schicht für Schicht Politisches und Privates, packend und anrührend werden Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft, bis beides aufeinander trifft.
Memory’s sehr bewegendes Schicksal wird von Ruth Weiss anrührend beschrieben, deutlich wird dabei, dass die Autorin, deren Familie im faschistischen Deutschland verfolgt wurde, selbst in ihrem Leben Ausgrenzung und Bedrohung überstehen musste. Doch ist es kein „Entwicklungsroman“ im engeren Sinn, ebenso kommt Memory’s Tagebuch als Politthriller daher. Wenn im Laufe der Kapitel Gründe für Korruption und Machtstreben im heutigen Zimbabwe aufspürt werden, profitiert das Buch von den umfassenden Kenntnissen, die Ruth Weiss von Geschichte und Gesellschaft Zimbabwes hat.
Ruth Weiss ist es wieder einmal gelungen, mit einem fiktiven Schicksal reale politischer Ereignisse zu beschreiben und Hintergründe aufzuhellen, sie legt damit einen im besten Sinn populären Roman vor.
Ruth Weiss, die in diesem Jahr ihren 85. Geburtstag feiert, lebte und arbeitete im früheren Rhodesien und begleitete tatkräftig unterstützend Zimbabwes Weg in die Unabhängigkeit. 2005 wurde sie als eine der 1000 Frauen für den Friedensnobelpreis nominiert. Mehrmals in ihrem Leben hat sie selbst Flucht und Exil erfahren; Widerstand gegen unmenschliche Verhältnisse und Unterdrückung bestimmte ihr ganzes Leben – bis heute, wenn sie sich als Autorin und Journalistin für eine gerechtere Welt engagiert.”
VeranstalterInnen sind die Bochumer Initiative Südliches Afrika und der Bahnhof Langendreer.

 
 
 
 


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