Donnerstag 18.06.09, 11:00 Uhr
AkU fordert Maßnahmen gegen den Klimawandel

Bäume statt Gebäude

Der Arbeitskreis Umweltschutz Bochum e. V. (AkU) fordert die Bochumer Politik und Stadtverwaltung auf, auch unkonventionelle Maßnahmen gegen die katastrophalen Auswirkungen des „Klimawandels” für ein erträgliches Stadtklima zu ergreifen. Der AkU fordert die Verwaltung und Politik der Stadt auf, alle geplanten Baumaßnahmen in der Innenstadt zu stoppen und auf allen Freiflächen großkronige Bäume zu pflanzen. Dies soll die in der Zukunft erwartete Steigerung der Hitze in der Innenstadt begrenzen und diese wohnlich erhalten. „Zur Begrenzung der Auswirkungen der Klimakatastrophe müssen sowohl Maßnahmen zur Minderung der Treibhausgase als auch Anpassungen an die begonnenen und zukünftigen Änderungen ergriffen werden”, so Dr. Ingo Franke vom AkU.

Weiter heißt es in der Erklärung des AkU: “Dies muss kurzfristig und umfassend geschehen. Alle bisher von der Bochumer Kommunalpolitik und Stadtverwaltung durchgeführten bzw. in der Planung befindlichen Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus, um das ‘Zwei Grad Ziel’ einzuhalten. Wenn die Temperatur der Erde um zwei Grad steigt, beginnen die äquatorialen Regenwälder zusammenzubrechen. Damit wäre der Hauptmotor des Weltklimas in seiner Funktion erheblich gestört und es begönne ein kaum vorhersagbares Klimachaos. Um dem zu entgehen, muß der pro Kopf Ausstoß von Treibhausgasen auf zwei Tonnen begrenzt werden, so die Vorhersage des Weltklimarates vom Frühjahr 2007. Dies muß spätestens bis 2050 erreicht sein. Der pro Kopf Ausstoß der Bundesbürger an Treibhausgasen beträgt zur Zeit 11,4 Tonnen. Eine Reduktion von 82,5 % ist also notwendig. Dies alles beruht auf Naturgesetzen, welche von den Menschen nicht geändert werden können. Die physikalischen Grundlagen für den Klimawandel sind seit 1895, also seit über 100 Jahren, bekannt. Der dänische Chemiker Arrhenius sagte damals eine Temperaturerhöhung von einem Grad Celsius voraus. Das von Menschen erdachte Wirtschaftssystem kann hingegen jederzeit geändert werden – wenn man denn will. Um Fortschritte im Klimaschutz zu erreichen, ruft der AkU Bochumer Bürgerinnen und Bürger zur Mitarbeit auf.” Der AkU trifft sich jeden Mittwoch um 19.30 Uhr in der Alsenstraße 27. InteressentInnen können unangemeldet teilnehmen. Näheres unter Tel.: 66444 oder www.aku-bochum.de.

 
 
 
 


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