Archiv - Mai 2009

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Mittwoch 27.05.09, 17:00 Uhr

Linksfraktion: Kein Auftritt einer faschistischen Rockgruppe im RuhrCongress!

Die Linksfraktion im Rat ist von der Antifaschistischen Jugend Bochum (AJB) darauf hingewiesen worden, dass der kroatische Popsänger Marko Perkovic alias „Thompson“ am 6. Juni 2009 im Bochumer RuhrCongress auftreten will. „Ein solcher Auftritt einen Tag vor der Europawahl wäre ein fatales politisches Signal“, so Uwe Vorberg von der Linksfraktion, deshalb stellt Die Linke in der morgigen Ratssitzung einen Dringlichkeitsantrag, mit dem die Bochumer Veranstaltungs-GmbH als Betreiberin des RuhrCongresses aufgefordert wird, das Konzert kurzfristig zu verhindern. „Im Oktober letzten Jahres haben alle Bochumer Ratsparteien den Aufruf ‚Wir sind Bochum – Nazis sind es nicht’ gegen den NPD-Aufmarsch unterstützt. Wir hoffen sehr, dass in dieser aktuellen Situation wieder alle Ratsfraktionen und Gruppen an einem Strang ziehen und unseren Antrag unterstützen“, zeigt sich Vorberg zuversichtlich. Perkovic ist für seine faschistische, nationalistische und militaristische Gesinnung bekannt. Sein Künstlername „Thompson“ kommt von der Maschinenpistole der Marke „Thompson“ mit der er im Krieg gegen die Serben gekämpft hatte. Stolz ruft er vor jedem seiner Konzerte den Gruß der faschistischen Ustascha-Bewegung, die während des 2. Weltkrieges mehrere hunderttausend Serben, Jüdinnen/Juden, Roma und AntifaschistInnen ermordet hatte, »Za dom spremni!« (Für das Vaterland bereit!) und stößt dabei ein Schwert in den Boden. Dabei antworten ihm viele der KonzertbesucherInnen regelmäßig mit dem Hitlergruß. Sein Publikum zeigt durch entsprechende Fahnen und T-Shirts zum Teil offen seine Sympathie für die Ustascha. „Es kann und darf nicht sein, dass eine solche Gruppe in einem städtischen Gebäude wie dem RuhrCongress auftritt. Es kann und darf aber auch nicht sein, dass sie an einem anderen Ort in Bochum auftreten“, so Uwe Vorberg.

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Mittwoch 27.05.09, 16:00 Uhr

Studierende der Ruhr-Uni beschließen Bildungsstreik

warnstreik-bildung2-800.jpgDer AStA der Ruhr-Uni schreibt: »Die Studierenden der Ruhr-Universität unterstützen den bundesweiten Bildungsstreik im kommenden Monat. Bei einer uniweiten Vollversammlung debattierten heute fast 500 Interessierte über Studiengebühren und die desolate Bildungssituation in der Bundesrepublik. Fast einstimmig wurde eine Resolution verabschiedet, die zahlreiche Aspekte der aktuellen Bildungsmisere aufgreift. Vom warnstreik-bildung-800.jpg15. bis zum 19. Juni findet ein bundesweiter Bildungsstreik statt. Mit Aktionen und Demonstrationen soll eine öffentliche Debatte über Bildung und ihre zentrale Rolle innerhalb der Gesellschaft angestoßen werden. “In Hessen ist es gelungen, durch Proteste die Politik zum Umdenken zu bewegen. Selbst die neue schwarz-gelbe Landesregierung traut sich nicht, die Studiengebühren wieder einzuführen”, so Martin Schmidt, AStA-Referent für Hochschul- und Bildungspolitik. In Bochum soll es auch zu zahlreichen Aktionen kommen. “Jeden Donnerstag treffen wir uns um 18:00 Uhr im Studierendenhaus. Wir hoffen, dass durch die Vollversammlung viele neue Gesichter zum Bildungsstreik stoßen”, meint Benjamin Bettinger, einer der Organisatoren in Bochum. Direkt nach der Versammlung kam es zu einem ersten “Warnstreik” am Bochumer Hauptbahnhof. Rund vierzig Studierende blockierten die Straße vor dem Hauptbahnhof. Mit einem Transparent und Flyern informierten sie PassantInnen von ihrem Anliegen. “Anfangs wirkten die Schaulustigen eher irritiert und verständnislos. Doch nach dem Lesen unserer Flyer haben einige unser Anliegen direkt unterstützt”, meint eine Protestlerin.«

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Mittwoch 27.05.09, 15:00 Uhr

Resonanz auf eine Torte

Viele ZuhörerInnen waren gestern überrascht, als Oskar Lafontaine bei der Kundgebung auf dem Dr. Ruer Platz auf den Prozess gegen den verantwortlichen Redakteur von www.bo-alternativ.de einging und die Anklage scharf kritisierte. Eine Reihe von Gesprächen machte deutlich, dass es an dieser Stelle bisher versäumt worden ist, über die überregionalen Reaktionen auf den Torten-Prozess zu berichten. WAZ, Ruhr Nachrichten und der Lokalsender 98,5 haben schließlich die Solidaritätsadresse einer Reihe von prominenten Persönlichkeiten bisher verschweigen. In der Linkspartei und in außerparlamentarischen linken Zusammenhängen ist der Fall sicherlich durch den Artikel von Ulla Jelpke in der Jungen Welt und die Berichte auf LabourNet bekannt geworden. Für eine ganz erstaunliche weltweite Beachtung haben die Beiträge bei heise.de und telepolis gesorgt. Mehr als 5.000 LeserInnen klickten von diesen Beiträgen direkt auf bo-alternativ.de. Viele Weblogs nahmen sie im deutsch-sprachigen Raum auf. Witzig zu lesen ist, wie die Geschichte in anderen Teilen der Welt aufgenommen wurde. Die Spiele-Webseite http://kotaku.com machte aus der Demo im Oktober ein “Nazi event [that] was met with violence from anti-Nazi demonstrators.” Fast 2.000 LeserInnen klickten von der Seite auf bo-alternativ.de. In den Niederlanden titelt eine Webseite: Politicus aangeklaagd om gebruik Bomberman tegen nazi’s. Eine andere Spiele-Webseite stellt fast ungläubig fest, dass der Beschuldigte wohl kein Computer-Spieler ist: “He doesn’t even know who Bomberman is.” Wenn www.bo-alternativ.de ein kommerzielles Projekt wäre, das sich durch Werbung auf seiner Seite finanziert, wäre der Prozess eine kluge Investition gewesen, die sich rechnet. Allein die Dokumentation über den Emily-Prozess gegen bo-alternativ.de vor sechs Jahren ist in diesem Monat mehr als 9.000 Mal angeklickt worden. (weiterlesen)

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Mittwoch 27.05.09, 10:00 Uhr

Landesdatenschutzbeauftragte prüft Videoüberwachung bei Vogel

Die Soziale Liste Bochum schreibt in einer Pressemitteilung, dass ihre Öffentlichkeitsarbeit zur Videoüberwachung des Unterrichtes beim „Institut für Berufliche Bildung KG, Gisela Vogel“ ein lebhaftes öffentliches Interesse hervorgerufen hat. Aus weiteren Informationen, die die Soziale Liste erhalten habe, gehe hervor, dass sich einige TeilnehmerInnen geweigert hätten, die Persönlichkeitseinschränkungen beim Institut Vogel zu akzeptieren. In einigen Fällen soll die ARGE auch schon Anhörungsbögen für Sanktionen ausgegeben haben. Außerdem wird berichtet, dass zwei bis drei Mitarbeiter der ARGE ständig im Institut Vogel im Einsatz seien. Weiterhin wird darauf verwiesen, dass von der Videoüberwachung auch Arbeitnehmerrechte berührt seien, denn Lehrpersonen und Honorarkräfte seien ebenfalls betroffen. (weiterlesen)

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Dienstag 26.05.09, 19:00 Uhr

Oskar Lafontaine polarisiert wie kaum ein anderer

“Das war moralische Aufrüstung für die kommenden Wahlkämpfe”, kommentierte ein Kandidat der Linkspartei für die Kommunalwahl den heutigen Auftritt von Oskar Lafontaine auf dem Dr. Ruer Platz. Der Fraktions- und Bundesvorsitzende hatte rhetorisch brillant vor ca. 250 ZuhörerInnen die Alleinstellungsmerkmale seiner Partei herausgestellt: Gegen Hartz-IV und Agenda 2010, gegen den Krieg in Afghanistan, gegen Rentenkürzungen, für staatliche Kontrolle der Banken und eine Umverteilung von oben nach unten. Mit internationalen Vergleichen zeigte er auf, wie Dinge funktionieren, die von anderen Parteien als unrealistisch diffamiert werden. Er verwies z. B. auf den Mindestlohn in Frankreich und erklärte, wenn in unserer Gesellschaft Vermögen so besteuert würde wie in Großbritannien, gäbe es 90 Milliarden mehr an Steuereinnahmen. Besonders abgewatscht wurden die Bankmanager und die PolitikerInnen, die sich von diesen “Verbrechern” auch noch beraten ließen. Eine bisher noch nicht in Erscheinung getretene Gruppe “Bochumer Bündnis für eine Emanzipatorische Linke” bezeichnete Lafontaine als Nationalist, Rassist und Anti-Europäer und versuchte die Veranstaltung zu stören. Zur Überraschung vieler ZuhörerInnen erklärte Sevim Dagdelen, dass der Grüne Bezirksvertreter und AStA-Vorsitzende Karsten Finke zu den Initiatoren der Gruppe gehört und dass weitere Grüne daran beteiligt sind. In einer Pressemitteilung hat die Gruppe erklärt: “Unser Protest richtet sich also ausdrücklich nicht gegen die Partei „Die Linke“ – deren Anliegen wir zum Teil unterstützen – sondern ausschließlich gegen Oskar Lafontaine.”

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Dienstag 26.05.09, 17:30 Uhr

Soziale Liste sieht bessere Möglichkeiten zur Führung des Kommunalwahlkampfes

Die Soziale Liste Bochum begrüßt das Urteil des NRW-Verfassungsgerichtshofes in Sachen Kommunalwahl 2009. „Die Soziale Liste sieht sich in ihrer Auffassung bestätigt. Das Gericht hat den hohen Stellenwert der Kommunalwahlen hervorgehoben“, äußert sich Nuray Boyraz, Ratsfrau der Sozialen Liste. Weiter heißt es in der Erklärung der Sozialen Liste: »Das Verfassungsgericht hat zu Recht darauf verwiesen, dass eine Zusammenlegung von Bundestags- und Kommunalwahlen „als problematisch angesehen“ werden muss. Wegen der größeren Bedeutung der Bundestagswahl bestehe die Gefahr, „dass kommunalpolitische Themen hinter bundespolitischen zurücktreten“, heißt es in der mündlichen Urteilbegründung. „Auch die Zustimmung zum Wegfall der Stichwahl und zu nur einem Wahlgang bei der Oberbürgermeisterwahl sehe ich positiv“, so Nuray Boyraz. (weiterlesen)

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Dienstag 26.05.09, 16:00 Uhr

Linkspartei: Wahltermin macht wahlmüde

Der NRW-Verfassungsgerichtshof hat eine Klage von SPD und Grünen gegen den Termin der Kommunalwahl am 30. August diesen Jahres abgelehnt. Näheres. Ebenfalls abgelehnt wurde die Klage gegen die Aufhebung der Stichwahlen zur Wahl der OberbürgermeisterInnen. Näheres. Dazu erklärt die Linkspartei in Bochum: »In der Begründung führt der Präsident des Verfassungsgerichtshofes an, dass Innenminister Wolf sachlich nachvollziehbare Gründe für die getrennten Wahlen angebracht habe, somit sei diese Entscheidung nicht willkürlich gefallen. Die besondere Bedeutung der Bundestagswahlen könne kommunalpolitische Themen hinter die der Bundespolitik zurücktreten lassen. Das spräche dagegen, die Kommunalwahl gemeinsam mit der Bundestagswahl am 27. September durchzuführen. Doch ursprünglich hatte Innenminister Wolf die Kommunalwahl auf den Europawahltermin gelegt. Das wurde durch eine Verfassungsklage verhindert, weil die amtierenden Räte und OberbürgermeisterInnen noch bis Oktober im Amt sind und der Zeitraum zwischen Wahl und Amtseinführung zu lang war. (weiterlesen)

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Dienstag 26.05.09, 15:00 Uhr
Das bodo-Projekt Transport wirbt für seine Angebote:

Und alle ziehen mit …

Das Projekt Transport von bodo weist auf seine Arbeit hin: »Alles begann mit der Anfrage einer älteren Dame. Sie fragte nach Hilfe, um ihren Keller zu entrümpeln. bodo hatte zuvor mit Unterstützung der Sparkasse Bochum und der Sparkasse Dortmund den ersten Transporter angeschafft, um Sachspenden einzusammeln und die vereinseigenen Transporte durchzuführen. Und der eignete sich schließlich auch, um den Inhalt eines voll gestellten Kellers aufzunehmen. bodo dankt für diese Blitzidee! Mittlerweile ist das Projekt Transport gewachsen und bodo bietet kostengünstig und kompetent Haushaltsauflösungen, Transporte und Umzugshilfe an. Das Projekt versteht sich als Beschäftigungsinitiative, die Langzeitarbeitlosen – zum Teil auch ehemaligen bodo-Verkäufern – einen neuen Start ins Berufsleben ermöglichen soll. (weiterlesen)

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Montag 25.05.09, 22:00 Uhr

Umstellung, Sekt, Selters und Torte

Wie versprochen wird das Aussehen von www.bo-alternativ.de ein wenig den Standards des 21. Jahrhunderts angepasst. In einer der nächsten Nächte wird diese Umstellung erfolgen. Die entscheidende Veränderung wird sein, dass diese Webseite dann auf allen normal eingestellten Bildschirmen ähnlich aussehen wird. Bisher war die Darstellung je nach Größe und Auflösung des Bildschirms sehr unterschiedlich. Außerdem wird das Layout noch schlichter. Vor allem wird es ein technisches Update geben und damit die Arbeit der Redaktion weiter erleichtert. Dies wollen wir am kommenden Freitag, den  29. Mai ab 20.00 Uhr in der entflammbar des Sozialen Zentrums feiern. Es gibt Sekt und Selters und natürlich eine Torte als Kalorienbombe. Die Redaktion würde sich freuen, wenn einige LeserInnen Lust hätten, mit uns zu feiern und uns mit Lob und Kritik zu verwöhnen.

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Montag 25.05.09, 18:30 Uhr

Odyssee 2009: Fluchtpunkt Europa

Vom 1. bis 15. August finden in der Freilichtbühne Wattenscheid wieder drei Konzerte statt, die der Bahnhof Langendreer im Rahmen der Odyssee 2009 – Kulturen der Welt unter dem Motto Fluchtpunkt Europa organisiert. In der Ankündigung heißt es: »Flüchtlingsboote an den Mittelmeerstränden der beliebten Urlaubsziele gehören immer häufiger zum Alltag der touristenverwöhnten Küsten von Griechenland bis Portugal. Immer mehr verzweifelte Afrikaner sehen sich gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, da sie ihnen keine Lebensgrundlage mehr bietet. Die Weltwirtschaftskrise, die den schwarzen Kontinent mit besonderer Härte trifft, verschärft die durch Kriegs- und Klimakatastrophen gebeutelten Krisenregionen. Auch ins Ruhrgebiet strömen verstärkt afrikanische Migranten. (weiterlesen)

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Montag 25.05.09, 17:00 Uhr

Streik in den Sozial- und Erziehungsdiensten verschärft sich

Die Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten werden die Streiks für einen Gesundheitstarifvertrag am Dienstag, den 26. Mai bundesweit und auch in Bochum fortsetzen. Ver.di kritisiert: “Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) hat bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf die Forderung nach einem verhandlungsfähigen Angebot für einen Gesundheitstarifvertrag reagiert. Damit hat die VKA weitere Streiks provoziert, die nun quer durch die gesamt Bundesrepublik gehen werden.” Ver.di-Sekretärin Antje Rösener: Wir rechnen in Bochum wieder mit über 150 und bundesweit mit mehr als 20.000 Streikenden. Erstmals wird es auch zu Streiks in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie zu Warnstreiks in Hamburg kommen. Anlässlich der morgen stattfindenden Mitgliederversammlung der kommunalen Arbeitgeber wird der Druck erhöht, um ein verhandlungsfähiges Angebot für einen Gesundheitstarifvertrag zu erhalten.” Die Bochumer Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsberufe beteiligen sich, nach Anreise in Bussen an einer landesweiten Streik- und Protestkundgebung in Wuppertal. (weiterlesen)

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Montag 25.05.09, 16:30 Uhr

Studierende der Ruhr-Uni
gründen Protestcamp

Heute haben ungefähr 20 Studierende ein Protestcamp auf dem Bochumer Campus aufgebaut. In einer Pressemitteilung heißt es dazu: »Die Studierenden wollen die nächste Woche an der Uni campieren, um damit auf die schlechten Studienbedingungen an der Ruhr-Universität aufmerksam zu machen und eine Anlaufstelle für andere Studierende zu bieten, welche sich über die uniweite Vollversammlung am Mittwoch informieren wollen. Entstanden sei die Idee direkt nach der Senatssitzung am 30. April, bei der sich der Senat gegen die Senkung der Studiengebühren entschieden hat, berichtet ein Student. Bei der Entscheidung die Gebühren nicht zu senken, hatten lediglich die vier studentischen Senatsvertreter für den Antrag gestimmt. Doch die Stimmung bei den rund 200 kritischen Studierenden im Sentassaal war schon vor dieser Abstimmung angespannt. (weiterlesen)

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Montag 25.05.09, 14:00 Uhr

DGB: Rückgang gemeldeter Ausbildungsstellen in Bochum alarmierend

Ein Minus von 11 % bei den gemeldeten Ausbildungsstellen gegenüber dem Vorjahr ist für den DGB ein alarmierendes Zeichen der Krisenentwicklung in der Region. Der DGB beruft sich auf die Zahlen der Arbeitsagentur Bochum. In der NRW-Statistik der Ausbildungsstellen ist ein Rückgang von 8,2%. für das Ruhrgebiet von 9,2% ausgewiesen. DGB-Regionsvorsitzender Michael Hermund: „Diese Zahlen machen einen außerordentlichen Handlungsbedarf erforderlich. Den rd. 2.200 Bewerbern stehen nur 1.600 Stellen zur Verfügung. Wir begrüßen daher die von der Agentur für Arbeit geplanten Aktivitäten, sind aber fest überzeugt, ohne eine Umlagefinanzierung wird das Problem nicht zu lösen sein. Zahlen müssen die, die nicht ausbilden. Das ist nur gerecht.“ (weiterlesen)

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Montag 25.05.09, 08:00 Uhr

Rief die WAZ zum Mord an Schäuble auf?

Wikipedia schreibt über den Herausgeber der kultuRRevolution Prof. Jürgen Link: “Er gilt als der prominenteste Vertreter einer semiotisch arbeitenden historischen Diskursanalyse. Ansatzpunkt für Links Diskursanalyse ist der Diskursbegriff Michel Foucaults; danach gelten Diskurse als Anordnungen von sprachlichen Strukturen (Aussagen), die mit der sozialen Praxis verknüpft sind und gesellschaftliches Handeln organisieren.” Die Anklage gegen den verantwortlichen Redakteur von bo-alternativ.de wegen Aufrufs zur schweren Körperverletzung hat ihn zu einer “Diskursanalytischen Wortmeldung” (DAW) auf der nach seinem Roman benannten Webseite “Bangemachen gilt nicht.” veranlasst. Er überträgt das Argumentationsmuster der Staatsanwältin gegen bo-alternativ.de auf die Veröffentlichung einer Karikatur von Waldemar Mandzel vor 11 Jahren in der WAZ. Rühe im Panzer bedroht Schäuble im Rollstuhl. Das “stellt damit zweifelsfrei sogar einen Aufruf zum Mord dar”. Jürgen Link: “Staatsanwältin W. weiß nicht, dass Karikaturen Konflikte symbolisch darstellen und dazu groteske Übertreibungen als ihr wesentliches Mittel einsetzen müssen. „Panzer“ bedeutet symbolisch „große Entschlossenheit“  (und nicht: realer Panzereinsatz !!!) – Torte mit Lunte bedeutet symbolisch „Entschlossenheit mit Spaß“ (erheblich kleinere als Panzer!!!), und nicht realen Terrorismus! Man muss schon nicht bloß völlig humorlos, sondern außerdem diskursanalytisch eine Null sein, um derart danebenhauen (keine Unterstellung, Staatsanwältin W. habe wirklich zugeschlagen!!) zu können.” Zur vollständigen DAW von Jürgen Link.

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Sonntag 24.05.09, 19:00 Uhr
Das Café in Zeiten der Krise:

Demnächst im Sozialen Zentrum:
Café Emily unberechenBar

Aus den Reihen von attac-campus kommt der Plan für eine neue Aktivität im Sozialen Zentrum. In einer Einladung heißt es: »Die Krise der Wirtschaft erweist sich mehr und mehr auch als eine Krise der Linken. Nicht nur, dass sich in den Medien der Linken nichts schlaues zu diesem Thema findet, auch die von einer Linken präferierten Lösungsvorschläge werden von den Regierungen durch schlichtes Anwenden enteignet. Und von den von Links geforderten Enteignungen, etwa der Stromkonzerne, ist nicht mehr die Rede. Insbesondere das Attac-Netzwerk, welches vor Jahren noch Aussicht versprach, als gemeinsame Plattform für Linke, exilierte SozialdemokratInnen und Umweltbewegte eine Linke zum Eingreifen in gesellschaftliche Entwicklungen zu befähigen, steht als regelrecht überflüssig da. Auf “die Banker” schimpfen und auf den Staat hoffen, das machen schließlich alle. So dass ein Sven Gigold auch guten Gewissens zu den Grünen überlaufen kann. Oder andere AktivstInnen, welche die Nähe zur Staatsmacht nicht scheuen, eben zu anderen Parteien. Für eine Linke, die sich Gehör verschaffen und eingreifen will, besteht Diskussionsbedarf. Die Bochumer attac-Campusgruppe hat sich daher entschlossen, gemeinsam mit attac-fernen Menschen ein neues Café im Bochumer Sozialen Zentrum zu eröffnen. (weiterlesen)

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Sonntag 24.05.09, 17:00 Uhr

Linkspartei: Steuermittel nur für den Erhalt von Arbeitsplätzen

Zu den vorgelegten Konzepten möglicher InvestorInnen für die GM-Tochter Opel und dem angekündigten Stellenabbau vor allem im Bochumer Werk erklärt die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion, Sevim Dagdelen: „Alle bisher vorgelegten Konzepte beinhalten einen massiven Stellenabbau, vor allem hier bei Opel Bochum. Selbst das Magna-Konzept sieht eine Reduzierung von 2.200 Arbeitsplätzen in den Bochumer Werken vor. Das dürfen wir nicht hinnehmen! Eine Sanierung von Opel darf nicht zu Lasten eines Standortes gehen und erst recht nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Wenn Steuermittel fließen, muss das an den Erhalt aller Standorte und aller Arbeitsplätze gekoppelt werden – und das langfristig. In Zuge der Krise darf es nicht primär um die Rettung einer Marke oder eines Unternehmens gehen, sondern um die Rettung der damit verbundenen Arbeitsplätze. Wir fordern daher einen Schutzschirm für die Menschen, nicht nur für Banken und Unternehmer.”  Zum Auftritt von Oskar Lafontaine am Dienstagnachmittag auf dem Dr.-Ruer-Platz  erklärt Ralf-D. Lange, Sprecher des Bochumer Linkspartei: „Oskar Lafontaine hat sich nicht zufällig Bochum als Kundgebungsort ausgesucht. Wir erwarten gewohnt klare Worte von ihm zu Europa, der Wirtschaftskrise und vor allem zu der Situation bei Opel.”

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Sonntag 24.05.09, 14:00 Uhr

Neues Mieterforum erschienen

Der Bochumer Mieterverein hat eine neue Ausgabe seiner Zeitschrift “Mieterforum” herausgegeben. Eine Fülle von Beiträgen beschäftigt sich mit den neuen InvestorInnen, die in den letzten Jahren große Teile der Wohnungen aufgekauft haben. Vor fast einem Jahr erhielt z.B. der sogenannten Whitehall-Fonds der amerikanischen Goldman Sachs Bank den Zuschlag für die LEG NRW. Trotz sich anbahnender Immobilien- und Finanzkrise konnte im letzten Jahr noch ein Reinerlös von 787,1 Mio. Euro verbucht werden. Ein andere Artikel hat den Titel: “Gagfah: Dividende auf Kosten der Mieter”. Ein Beitrag über Guy Hands, Chef der Terra-Firma Fonds und damit oberster Vermieter der Annington hat die Überschrift: “Deutschlands größter Vermieter wird Fleisch-Baron”. Die Titelgeschichte beschäftigt sich mit dem Thema: “Ackermanns Heuschrecken – In den USA hinterlässt die Deutsche Bank obdachlose Mieter und verwüstete Stadtteile”. Weitere Themen: 90 Jahre Mieterverein; Cross-Border-Leasing; Wohnungsabriss an der Krümmede. Das Mieterforum als PDF-Datei.

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Samstag 23.05.09, 20:00 Uhr

Deutscher Kolonialismus

Die KommunistischeGruppeBochum lädt am Donnerstag, den 28. Mai um 20.00 Uhr zu einem Vortrag in das Soziale Zentrum ein. In der Einladung heißt es: “Während die meisten anderen europäischen Großmächte schon weit vor dem 19. Jahrhundert über beträchtliche koloniale Besitzungen verfügten, gab es in Deutschland nur wenig Bestrebungen, außerhalb Europas eine aggressive Expansionspolitik zu betreiben und ein Kolonialreich zu erbauen. Bis auf wenige Ausnahmen dauerte es bis in die 80er Jahre des 19. Jahrhunderts, ehe sich Deutsche anschickten, die Welt zu erobern, denn unter anderem Reichskanzler Bismarck war Zeit seines Lebens ein ausgesprochener Gegner kolonialer Abenteuer. So plötzlich, wie die deutsche Kolonialpolitik begonnen hatte, endete sie allerdings auch wieder, denn durch den verlorenen ersten Weltkrieg musste das deutsche Reich alle Kolonien an die Siegermächte abtreten. (weiterlesen)

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Samstag 23.05.09, 17:00 Uhr

Marxistische Ontologie des gesellschaftlichen Seins

Diese Veranstaltung fällt aus!
Das Gesellschaftswissenschaftliche Institutes Bochum (GIB) lädt am Donnerstag, den 28. Mai um 18.00 Uhr (c.t.) in den Hörsaal HGA 20 an der Ruhr-Uni zu einem  Vortrag von Prof. Hans-Christoph Rauh ein. Das Thema lautet: Wie wurde und ist eine (marxistische) Ontologie des gesellschaftlichen Seins nach Georg Lukács überhaupt möglich? In der Ankündigung heißt es: “Lukács’ 1400 Seiten starkes Spätwerk ‘Zur Ontologie des Gesellschaftlichen Seins’ erschien erst Mitte der 80er Jahre des zwanzigstens Jahrhundert – also fast 15 Jahre nach dem Tod des ungarischen Philosophen. Sie erschien zu spät, um die Begeisterung der Generation der 68′ für sein Frühwerk Geschichte und Klassenbewußtsein (1923) zu korrigieren, eine Begeisterung, vor der Lukács selbst ausdrücklich gewarnt hatte. (weiterlesen)

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Samstag 23.05.09, 07:22 Uhr
Sonntag, 24.05., 19.04 Uhr, Radio Friedensplenu (98.5 Radio Bochum):

Der Horatier und das Theater Gegendruck

Am Sonntag, den 24. Mai, läuft die nächste Sendung von Radio Friedensplenum auf 98,5 Radio Bochum. Das Team von Radio Friedensplenum schreibt zu dieser Sendung:  “Am 3. Mai gastierte das Theater Gegendruck aus Recklinghausen im Bahnhof Langendreer. Sie präsentierten das Stück “Der Horatier“. Obwohl das Stück auf einer alten Sage aus dem alten Rom beruht, wird es durch die Bearbeitung von Heiner Müller sehr aktuell und liefert interessante Aspekte zur Konfliktbewältigung. Ulli Schröder, selbst ein bekannter Bochumer Schriftsteller, interviewte für Radio Friedensplenum das Ensemble und den Regisseur Johannes Thorbecke vor der Aufführung.”  Anschließend an Radio Friedensplenum (ab 19.30 Uhr) wird wieder das Team des politischen Bahnhof Langendreer über interessante Termine und Veranstaltungen im kommenden Monat informieren. Zu hören sind die Sendungen auf der Frequenz von 98.5 Radio Bochum.

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