Dienstag 26.05.09, 15:00 Uhr
Das bodo-Projekt Transport wirbt für seine Angebote:

Und alle ziehen mit …

Das Projekt Transport von bodo weist auf seine Arbeit hin: »Alles begann mit der Anfrage einer älteren Dame. Sie fragte nach Hilfe, um ihren Keller zu entrümpeln. bodo hatte zuvor mit Unterstützung der Sparkasse Bochum und der Sparkasse Dortmund den ersten Transporter angeschafft, um Sachspenden einzusammeln und die vereinseigenen Transporte durchzuführen. Und der eignete sich schließlich auch, um den Inhalt eines voll gestellten Kellers aufzunehmen. bodo dankt für diese Blitzidee! Mittlerweile ist das Projekt Transport gewachsen und bodo bietet kostengünstig und kompetent Haushaltsauflösungen, Transporte und Umzugshilfe an. Das Projekt versteht sich als Beschäftigungsinitiative, die Langzeitarbeitlosen – zum Teil auch ehemaligen bodo-Verkäufern – einen neuen Start ins Berufsleben ermöglichen soll.

Fair und transparent
Bevor ein Termin für eine der Dienstleistungen vereinbart wird, wird ein Hausbesuch zur Erstellung eines Angebots verabredet. So ist für die Kunden einerseits die Rechnungssumme keine Überraschung und die bodo-Mitarbeiter sind andererseits auf die Größe der Aufgabe vorbereitet. Es ist schließlich ein Unterschied, ob eine Umzugshilfe für eine Großfamilie oder für einen Ein-Personen-Haushalt durchgeführt wird.
„Mittlerweile haben wir auch Stammkunden. Die wünschen kein Angebot mehr. Sie rufen an, machen einen Termin aus, bis wann die Wohnung geräumt sein soll, geben uns den Schlüssel und erscheinen zur Übergabe. Dieses Vertrauen freut uns sehr und wir sehen es nicht als selbstverständlich an. Das haben wir uns erarbeitet.“ erklärt Tanja Walter, seit 12 Jahren im Verein tätig, stolz.

bodo schafft Stellen
Regelmäßig sind zwei Transporter im Einsatz und neben den Mitarbeitern, die auf Zuverdienst arbeiten, wurden inzwischen zwei Vollzeitstellen geschaffen. Eine Stelle wird nach einer Anschubfinanzierung aus Vereinsmitteln bestritten, eine weitere mit Unterstützung durch das Programm JobPerspektive der ARGE.
„Es gibt gute und schlechte Tage. So wie bei jedem anderen Job auch. Die Hauptsache ist, dass alle mitziehen.“, sagt Michael Tipp, der die erste freifinanzierte Ganztagsstelle im Projekt Transport innehat. „Im September 2002 habe ich bei bodo auf Zuverdienst angefangen. Anfang 2007 gab es für zwei Jahre eine Förderung durch das Projekt DOGELA und nun habe ich eine unbefristete Stelle bei bodo. Nach langjähriger Arbeitslosigkeit freut mich das sehr. Schließlich habe ich eine fünfköpfige Familie zu ernähren.“
Die Männer scheuen die Arbeit nicht und sind bei jedem Wetter im Einsatz. Der Verein freut sich, dass er im Projekt Transport sozialversicherungspflichtige Stellen schaffen konnte, sieht es aber weiterhin als Beschäftigungsinitiative. Für viele war bodo eine Zwischenstation und sind wieder im ersten Arbeitsmarkt. Andere, die dort so gut wie keine Chancen haben, sind schon seit Jahren dabei.

Fünf Tage in der Woche packen tatkräftige Hände an: füllen Tüten, trennen Brauchbares von Müll, entrümpeln Wohnungen, helfen bei Umzügen, be- und entladen die Transporter, fahren zur Müllentsorgung, transportieren und entsorgen für den Verein.
Für die Abholung von Sachspenden ist so gut wie keine Kapazität mehr frei. Als es galt, den Bunkerbasar neu auszustatten und viele Anrufe mit der Bitte eingingen die Sachspenden abzuholen, mussten die bodo-Mitarbeiter die Anfrage oft verneinen. Viele Anrufer hatten Verständnis und haben andere Wege gefunden, uns die Sachen zukommen zu lassen. Dafür an dieser Stelle unser Dank.
Bei Wohnungsauflösungen kann die bodo-Mitarbeiter nichts mehr schocken. Was oft im Fernsehen gezeigt wird, gibt es auch hier …
Aber die Mitarbeiter können noch lachen und haben Spaß an der Arbeit. Dass die guten Tage überwiegen, ist sicherlich ein Grund dafür. Harald Kruck, seit 2005 im Team, grinst: „Es freut uns immer, wenn uns die Kunden nach der Arbeit loben und sich freuen wie schnell wir waren.“«

 
 
 
 


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