Mittwoch 13.05.09, 15:00 Uhr

Soziale Liste kritisiert Sponsoringpraxis von Sparkasse, USB, Bogestra und Stadtwerken

Die Soziale Liste schreibt: »Das Sponsoring von fragwürdigen Veranstaltungen, Parteiaktivitäten sowie den Profisport durch die kommunalen städtischen Töchterfirmen hat in Bochum ein unerträgliches Ausmaß angenommen. Der Wildwuchs der letzten Jahre muss beendet werden, fordert die Soziale Liste Bochum. Das kommunale Wahlbündnis kritisiert, dass Sparkasse, USB, Bogestra und Stadtwerke nicht nur Parteiabende im Rahmen des Städtetages finanzieren , sondern seit Jahren auch die örtlichen Parteizeitungen von SPD, CDU und Grünen durch Großanzeigen sponsert. Fragwürdig ist auch die Rolle von Sparkasse und Stadtwerken als „Premium-Sponsor“ beim jährlichen Steiger Award (Eintritt 175 Euro) sowie beim Ausbau des Ruhr Stadions (u. a. VIP-Lounge). Insbesondere wendet sich die Soziale Liste auch gegen die Unterstützung des Profisports, wie er in der Unterhaltung eines Profi-Rad-Rennstalls (Team Sparkasse) und der Mitfinanzierung der Profi-Mannschaft des VfL durch den Kauf der Namensrechte des Ruhrstadions durch die Stadtwerke zum Ausdruck kommt.
Insgesamt summieren sich all diese Maßnahmen auf mehrere Millionen Euro, die von den städtischen Töchtern jährlich aufgebracht werden. Damit werden Gelder von den Kunden, die Strom, Gas oder kommunale Dienstleistungen kaufen, für ein fragwürdiges Sponsoring zweckentfremdet. Stattdessen ist es aus Sicht der Sozialen Liste Hauptaufgabe von Sparkasse, USB, Bogestra und Stadtwerken Energie und Dienstleistungen zu fairen und bürgerfreundlichen Preisen zur Verfügung zu stellen.
Das fragwürdige Sponsoring schmälert nach Meinung der Sozialen Liste das Ansehen der städtischen Töchterfirmen. Stattdessen könnte deren Glaubwürdigkeit und soziale Kompetenz durch Maßnahmen wie die Einführung des Sozialtickets, ein gebührenfreies Giro-Konto und verbilligte Energie für arme BürgerInnen der Stadt Bochum deutlich gesteigert werden. Die städtischen Töchter und deren Stabilität und Ausbau als kommunale, dem Gemeinwohl verpflichtete Unternehmen, könne so gestärkt werden und Angriffen im Geist des Neoliberalismus besser widerstanden werden.«

 
 
 
 


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