Sonntag 15.03.09, 18:00 Uhr

Bochumer Polizei im AZ in Wuppertal

Das Autonome Zentrum (AZ) Wuppertal berichtet in einer Pressemitteilung, wie es von der Bereitschaftspolizei u. a. aus Bochum heimgesucht wurde: “In der Nacht auf den 14.3 überfielen 140 Polizisten und Zollbeamte unter Leitung des Ordnungsamtes ein Solidaritätskonzert mit dem von Faschisten abgebrannten Autonomen Zentrum in Stockholm. Ca. 80 Zuhörer lauschten der schwedischen Band a, als um 0:30 Uhr Bereitschaftspolizisten aus Essen, Bochum und Wuppertal vor dem AZ vorfuhren und versuchten in die Räumlichkeiten einzudringen. Der Vorwand für den Polizeieinsatz: Jugendschutzkontrolle. Unter der Führung des Ordnungsamtleiters Carsten Vorsich versuchten die Bereitschaftspolizisten mit einem Rammbock in den Konzertraum einzudringen. Die verängstigen BesucherInnen wurden von den Jugendschützern zum Teil mit Knüppeln mehrfach und ohne Vorwarnung geschlagen und stundenlang festgehalten. Die schwedischen Musiker wurden bei der Fahndung nach Schwarzarbeitern von den Zollbeamten rassistisch beleidigt. Das Ordnungsamt (KOD) kontrollierte die Personalien der Anwesenden. Insgesamt nahm die Polizei 5 minderjährige Personen fest, die in Gewahrsam genommen wurden und von ihren Eltern abgeholt werden mussten. Drei weitere Gäste wurden in Gewahrsam genommen. Darüber hinaus zerstörten die Einsatzkräfte Inventar der Kneipe, brachen verschlossene Kassen auf und beschlagnahmten die Musikanlage und den Getränkebestand. Dieser Angriff ist nur ein vorläufiger Höhepunkt einer Reihe von Schikanen der Ordnungsbehörden. Nach den gewaltsamen Überfällen der Polizei auf die Autonome 1. Mai Demo 2008 und auf das Ölbergfest jagen die Ordnungsbehörden verstärkt Menschen, die sich im öffentlichen Raum selbst bestimmt aufhalten wollen. Ihre Einsätze enden oft mit Verhaftungen, Straf- und Ordnungsverfahren. Bei Menschen ohne Papiere droht häufig die Abschiebung! SperrmüllfreundInnen, Menschen ohne Papiere, Obdachlose und Drogenkranke, genauso wie laute und lustige KneipengängerInnen, MigrantInnen, Hartz IV EmpfängerInnen, schwer schuftende und (oft) unterbezahlte Küchen- und Thekenkräfte wir wehren uns jetzt gemeinsam! Wir laden zur Demonstration am Montag, den 16.3.2009 18:00 Uhr vor Mina Knallenfalls/City Arcaden Wuppertal Elberfeld.”

 
 
 
 


Terminmitteilungen bitte an
redaktion@bo-alternativ.de