Dienstag 17.02.09, 14:30 Uhr

Gemeinsame Planung für Telekom- und Justizgebäude

Die Grünen im Rat kritisieren das Vorhaben der Stadtverwaltung,  wie das Telekom-Gelände gegenüber dem Ratshaus verplant werden soll. Sie lehnen eine solche isolierte Planung ab und fordern ein Gesamtkonzept, in dem auch das in den nächsten Jahren frei werdende Gelände des Justizgebäudes an der Viktoriastraße einbezogen wird. In einer Pressemitteilung der Fraktion heißt es: »Für das Telekom-Gebäude gegenüber dem Rathaus und später auch für das Justizgelände müssen neue Nutzungen gefunden werden. In dem eingeleiteten Bebauungsplanverfahren soll nach den Vorstellungen der Verwaltung zunächst über das Telekom-Gebäude entschieden und erst später das Justizgelände überplant werden. Diese Vorgehensweise lehnt Fraktionsvorsitzender Wolfgang Cordes als nicht sachdienlich für die Innenstadtentwicklung ab: “Die Verfügbarkeit der Grundstücke und deren schnelle Wiedernutzung darf kein eigenständiges Ziel der Innenstadtentwicklung sein. Bevor hier Entscheidungen über die zukünftige Nutzung dieser beiden Areale getroffen werden können, muss erst die Erarbeitung des angekündigten Masterplans Innenstadt abgewartet werden. In diesem Verfahren muss die Stadt ein Gesamtkonzept entwickeln und Ziele für eine Erweiterung der Einzelhandelsflächen definieren. Auch die Fortschreibung des Masterplans Einzelhandel muss sich an diesen Zielen orientieren. Dazu ist ein neues unabhängiges Gutachten erforderlich.” Das Gutachten muss nach Ansicht von Cordes vor allem folgende Fragen klären: Lassen sich die zur Verfügung stehenden Flächen räumlich-funktional in die existierende Innenstadtstruktur eingliedern? Wie groß dürfen zusätzliche Einzelhandelsflächen sein, damit sie tragfähige Einzelhandelsstrukturen in der Innenstadt sichern und nicht gefährden? Welche zusätzlichen Angebote können den bestehenden Branchenmix sinnvoll ergänzen? Wie kann der Forderung nach Multifunktionalität der zentralen Bereiche der Stadt Rechnung getragen werden (Handel, Büronutzung, Wohnen)? Unter Berufung auf allgemeine Überlegungen des Deutschen Instituts für Urbanistik (difu) gibt Cordes zu bedenken: “Nach diesen Berechnungen könnte die Bochumer Innenstadt noch eine Ausweitung der Einzelhandelsfläche um rund 15.000 qm vertragen. Ich kann mir deshalb vorstellen, dass das Justizgelände nicht für Einzelhandel, sondern anderweitig genutzt wird.” «

 
 
 
 


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