Archiv - Januar 2009
Aufruf zur Gründung einer Uni-Antifa
Der AStA der Ruhr-Uni hat auf seiner Webseite den folgenden Aufruf veröffentlicht: “Nazis stellen nach wie vor für alle Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen, eine Bedrohung dar, auf dem Campus und überall. Aber das Problem Rechtsextremismus ist noch weit tiefgreifender: Versatzstücke rechtsradikalen Denkens finden sich in weiten Teilen der Bevölkerung. Es gilt also nazistisches Gedankengut auf allen Ebenen zu bekämpfen! Dies allein wird jedoch nicht alle aktuellen Probleme lösen: Armut und soziale Ungleichheit nehmen nicht nur in der so genannten Dritten Welt, sondern auch in Europa zu. Zeitgleich gehen die europäischen Staaten mit militärischen Mitteln gegen jene vor, die vor Krieg und Armut nach Europa fliehen. Flüchtlinge sind jedoch allzu oft mit Rassismus, auch von offizieller staatlicher Seite, konfrontiert und werden letztendlich brutal in den oft sicheren Tod abgeschoben. All diesen Schweinereien gilt es Widerstand entgegen zu setzen und zugleich die Vorstellung einer befreiten Gesellschaft aufrecht zu erhalten! Deshalb: Kommt zum Gründungstreffen der Offenen Uni Antifa an der Ruhr-Uni. Am 14.01.09 (Mittwoch) um 18 Uhr in GB 02/60. Das Treffen ist natürlich auch für Menschen offen, die nicht studieren!”
Palästina – Quo Vadis?
Radio El Zapote schreibt: “Im Zuge der Sylvesterfeierlichkeiten, der darüber hinaus komplexen Situation im Nahen Osten sowie analytischem Schweigen lokaler Zusammenhänge in Fragen Internationaler Solidarität, hier der Versuch eines Erklärungsmusters: Seit Tagen spitzt sich die Situation im Palästina-Konflikt zu, die Falken in der Kadima-Partei haben sich durchgesetzt: der Gaza-Streifen wird mit Bombenteppichen dem Erdboden gleich gemacht, Opfer ist in der Regel die palästinensische Zivilbevölkerung. Eine Kakophonie des Leidens bahnt sich ihren Weg. Einhergehend ist aus der Knesset nicht nur verbales Säbelrasseln (“Vorgehen bis zum Ende”) zu vernehmen, was ein wenig an Goebbelsche Kriegsrhetorik und seinem Gefasel vom “Totalen Krieg “erinnert, sondern die praktische Umsetzung dessen. Die sog. freie Welt und deren ProtagonistInnen wie Merkel, Sarkozy, Berlusconi und die US-Administration brandmarken die Hamas als Aggressor. Zeitgleich treiben sie durch Rechtfertigungen wie dem Selbstverteidigungsrecht Israels durch eben diese militante Politik die palästinensischen Menschen massenhaft in die Arme einer reaktionären Hamas. Historische Fehler werden reproduziert. (weiterlesen)
