Mittwoch 28.01.09, 14:00 Uhr

50 Jahre cubanischer Revolution, Rückblicke und Ausblicke

Die Lage im Land nach den Wirbelstürmen 2008, politische und wirtschaftliche Strategien und Optionen 2009

Am Montag, 2. Februar, sind Holmedo Pérez, Europadirektor und Maikel Véloz, Deutschlandbeauftragter des Institutes für Völkerfreundschaft (ICAP) in Havanna um 19.00 Uhr zu Gast im Bahnhof Langendreer. In der Ankündigung heißt es: »Vieles war und ist derzeit zu lesen über Cuba nach 50 Jahren revolutionärer Entwicklung und vieles wurde in unseren Massenmedien aus Kalkül oder aus einem „radikal fundamentalistischen“ Antikommunismus heraus bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Unvergessen und vorbildlich für uns die Schaffung eines umfassenden sozialen Projektes in Cuba und die vielfältige internationalistische Hilfe des kleinen Landes in aller Welt. Deshalb haben die Humanitäre Cubahilfe und der AK Lateinamerika nur zu gerne die Gelegenheit ergriffen, zwei Compañeros des Instituts für Völkerfreundschaft in Havana (ICAP) nach Bochum einzuladen mit der Bitte zu diesem Thema einen authentischen Beitrag zu leisten. Viel ist allein im Jahre 2008 passiert: Verschärfung des Wirtschaftskrieges der USA gegen Cuba, der Rückzug von Fidel Castro Ruiz von allen öffentlichen Ämtern, der reibungslose Übergang der Regierungsgeschäfte auf seinen Bruder Raul und seinen Beraterkreis, Schäden von 10 Milliarden Dollar durch die Hurricans des vergangenen Jahres, die erneute (Nr. 17) Verurteilung der US- Blockade durch 185 Ländern in der UNO-Generalversammlung u.a.m. Vieles ist auch noch unerledigt geblieben, z.B. die Schaffung einer höheren Effizienz in Verwaltung und Wirtschaft, die angestrebte Nahrungsmittelautarkie bei einer anhaltend hohen Importrate und dies bei einer Explosion der Weltmarktpreise, eine größere Partizipation der Bürger und ein weniger paternalistischer Staat. All diese Probleme sind auch in Cuba bekannt und in einer großen Volksbefragung thematisiert worden. Erste vorsichtige Korrekturen angesichts eines benachbarten mächtigen berechenbar-unberechenbaren Imperiums wurden angeschoben. Das Konzept jener sogenannten freien Welt, wie es Ken Loach in seinem aktuellen Film „It`s a free world“ thematisiert, steht dabei sicherlich nicht auf der cubanischen Agenda. Und viele fragen sich aktuell, wie wird das Verhältnis zwischen den USA und Cuba sich unter Obama entwickeln und wie die politische Entwicklung in Lateinamerika, die Cuba nicht unwesentlich beeinflusst hat.«

 
 
 
 


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