Mittwoch 07.01.09, 17:00 Uhr
Mieterforum Ruhr lädt ein:

St. Petersburg – der Kampf um die Stadt

Am Donnerstag, 15.1. um 19 Uhr lädt das Mieterforum Ruhr zu einer Veranstaltung mit der Stadtaktivistin und Soziologin Vesna Tomse ins Sozialen Zentrum,  Josephstr.2 ein. In der Einladung heißt es: “Seit fünf Jahren kämpfen auch in St. Petersburg, dem ‘Venedig des Nordens’, Stadtteilinitiativen und HäuserkämpferInnen um ‘ihre Stadt’ – das riesige barocke Stadtzentrum, das von der UNESCO 1991 zum Weltkulturerbe erklärt wurde, ist in den letzten Jahren den heftigen Angriffen von Investoren und Baufirmen ausgesetzt. Was Kriege, Revolten und eine Revolution nicht geschafft haben, gelingt nun dem Kapital: Unter den wohlwollenden Augen der Stadtregierung verschwinden Kulturdenkmäler und entstehen Luxuswohnungen und Megaprojekte. Was in Moskau keine besonderen Reaktionen hervorgerufen hat, mobilisiert in St. Petersburg eine Vielzahl von Initiativen: Keine Woche vergeht ohne Aktionen, Demonstrationen, Petitionen oder Ausstellungen. Mit ihrem Einsatz setzen sich die AktivistInnen nicht nur den Repressionen der Polizei aus, sondern auch den Angriffen von angeheuerten Helfershelfern des Kapitals. Was geschieht in St. Petersburg, wer kämpft hier gegen was und warum? Wie lassen sich die Probleme in einem weltweiten Kontext erklären, welche Mechanismen betreffen auch uns in Westeuropa? Wie sind die lokalen Kämpfe bereits miteinander verknüpft (z.B. im Netz von reclaiming spaces)? Gerade unter dem Vorzeichen einer weltweiten Krise verschärfen sich die Bedingungen für alle Kämpfe um „das Recht auf die Stadt“, für Obdachlosen- und MigrantInneninitiativen, Stadtteilgruppen, die Genossenschaftsbewegung oder autonome Zentren. Die Analyse von weltweit wirksamen Mechanismen soll Ansätze für eine neue Weltordnung zeigen, die unsere lokalen Kämpfe gegen die neoliberale Weltordnung zu verbinden vermag. Durch einen Abend der Analyse und der Diskussion führt Vesna Tomse, Stadtaktivistin und Soziologin, die in Zürich und St. Petersburg lebt und arbeitet.”

 
 
 
 


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