Montag 03.11.08, 12:45 Uhr

Mehr Unterstützung für internationale Frauenberatungsstelle

Zurzeit wird der städtische Haushalt in den Ausschüssen beraten. Am kommenden Donnerstag steht die Mittelvergabe im Sozial- und Gesundheitsbereich auf der Tagesordnung. Die Linksfraktion im Rat begrüßt es, dass es keine Kürzungen bei den Zuschüssen für die Vereine, Verbände und sonstigen Einrichtungen geben sol. Sie kritisiert jedoch, dass nicht mehr Geld für die Frauen- und Mädchenberatungsstelle Mira e.V. zur Verfügung gestellt wird. Dazu erklärt Ernst Lange, Fraktionsvorsitzender der Linken: „Die Frauen von Mira e.V. leisten eine tolle Arbeit. Sie bieten u.a. Sprachkurse, Sozialberatung, Mutter-Kind-Kurse und Gesundheitsberatung für Migrantinnen an. Damit haben sie in ihrer Ausrichtung ein Alleinstellungsmerkmal in Bochum. Ihr Angebot halten sie mit einem sehr knappen Budget und mit sehr viel ehrenamtlichem Engagement aufrecht. Eine hauptamtliche Stelle steht Mira nicht zur Verfügung.
Nun möchte Mira ihr Angebot insbesondere für Mädchen ausweiten. Ein Schwerpunkt soll hier die Stärkung des Selbstbewusstseins von Mädchen bilden. Das diene auch der Prävention vor Zwangsheirat. Dazu benötigen sie für 2009 eine Aufstockung von 5.000 €.
Uns hat das Konzept von Mira überzeugt. Ihren Antrag halten wir für sehr bescheiden. Leider sieht die Verwaltungsvorlage keine Erhöhung vor, deshalb beantragen wir im Sozial- und Gesundheitsausschuss am kommenden Donnerstag, den Ansatz für Mira um 5.000 € zu erhöhen. Auf längere Sicht wünschen wir uns jedoch, dass Mira mindestens eine halbe Stelle für eine Sozialarbeiterin einrichten kann.“

 
 
 
 


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