Donnerstag 23.10.08, 16:30 Uhr

Linkspartei ruft zum Protest gegen Nazis auf

Die Linksparteischreibt: »Die NPD mobilisiert in ihrer Kampagne “Ausländer-Stopp-NRW“ für einen ausländerfeindlichen Hetzzug am 25. Oktober in Bochum “gegen Überfremdung Islamisierung und Ausländerkriminalität“. Die Linke Bochum ruft die Bochumer Bürgerinnen und Bürger auf, sich an diesem Tag in einem breiten demokratischen Bündnis gegen die geschichtsvergessenen Wiedergänger der Naziverbrecher zu versammeln. Ab 10.30 Uhr wird auf dem Dr.-Ruer-Platz die Gegenkundgebung des DGB stattfinden. In einem Aufruf der Linken heißt es: „Bochum solidarisch für alle, die hier leben. Nazis raus aus den Köpfen! Kriminell, verfassungsfeindlich und menschenverachtend sind die, die aus ihrer Hasszentrale in Wattenscheid auch diese widerliche Demonstration organisieren. Ihrer rassistischen, antisemitischen, antiislamischen und ausländerfeindlichen Hetze fielen seit 1990 mindestens 150 Menschen zum Opfer, vor allem Migrantinnen und Migranten, aber auch politische Gegner, Obdachlose und Behinderte. Massive Körperverletzungen aus neonazistischer Gesinnung gehören in Teilen unseres Landes zum normalen Alltag. Die Mitte unserer Gesellschaft ist gegen neofaschistische Parolen nicht immun. “Pro“- Bürgerbewegungen versuchen, rechtskonservative, rechtsextreme und neofaschistische Gruppierungen zu bündeln, um im nächsten Jahr gemeinsam in die Rathäuser zu ziehen.Die Abwehr aller Erscheinungsformen des Nazismus gehört für uns in Bochum zum Kern unserer demokratischen Identität. Mit gleicher Entschiedenheit treten wir allen Versuchen entgegen, rassistische, antisemitische, antiislamische und fremdenfeindliche Ressentiments aus der Braunzone zwischen Rechtskonservatismus und Rechtsextremismus heraus in der Mitte der Gesellschaft salonfähig zu machen.
Wir in Bochum wollen friedlich miteinander leben in gegenseitigem Respekt vor der gleichen Würde der anderen: Keinesfalls lassen wir zu, dass AusländerInen und MigrantenInnen für die Übel unserer Gesellschaft zu Sündenböcken abgestempelt und mit völkisch-rassistischer Infamie ausgegrenzt werden. Ausgrenzung in einer in Arm und Reich gespaltenen Gesellschaft ist ein wachsendes Verhängnis auch für unsere Stadt. Wenn höchster Profit als das Maß aller menschlichen Dinge vergöttert wird, werden immer mehr Menschen in Armut hinausgestoßen: das trifft hier Geborene ebenso wie Migrantinnen und Migranten. Deshalb wehren wir uns gemeinsam. Wir wollen die wachsende Kluft in unserer Gesellschaft überwinden: Für soziale Gerechtigkeit ohne Ausgrenzung! Für gleiche soziale und kulturelle Teilhabe aller Menschen in unserer Stadt! Für ein solidarisches Bochum!
Die Linke ruft zur Teilnahme an der Gegenkundgebung auf. Auch im Anschluss will Die Linke gemeinsam mit anderen den Nazis zeigen, dass sie nicht willkommen sind – nicht in Bochum und auch nicht anderswo.

 
 
 
 


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