Dienstag 21.10.08, 14:00 Uhr

DGB Mindestlohntruck rollt in Bochum ein

Der DGB wirbt am kommenden Donnerstag auf dem Marktplatz in Bochum-Wattenscheid für faire Arbeitsbedingungen und einen gesetzlichen Mindestlohn. Das Tagesprogramm. Hierzu wird der Mindestlohntruck des DGB, ein 20 t schwerer LKW, in der Zeit von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr mit Informationen für die Bevölkerung bereit stehen. Den Gewerkschaften geht es um die Einführung einer Untergrenze bei den Arbeitslöhnen, dem gesetzlichen Mindestlohn. „ Wir wollen insbesondere die Situation der Arbeitnehmer in prekären Beschäftigungsverhältnissen verbessern. Denn Arbeit darf nicht arm machen. Wer vollschichtig arbeitet, muss mindestens soviel Lohn erhalten, dass er nicht mehr auf Sozialleistung angewiesen ist. In Bochum gibt es Hunderte, die trotz Arbeit sogenannte Aufstocker sind und ALG II von der ARGE erhalten müssen. Der Staat subventioniert damit Unternehmer, die ihren Beschäftigten Hungerlöhne zahlen“, so Michael Hermund, DGB Regionsvorsitzender Ruhr-Mark.
Mit einem Musikprogramm, Großpuppen, Hau-den-Lukas und anderen Aktionen, werden die Gewerkschaften ihrer Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 7,50 EUR/Stunde Nachdruck verleihen. Um 15.00 Uhr ist eine moderierte Gesprächsrunde mit Bundestagsabgeordneten und Experten geplant. Die Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen und Axel Schäfer haben ebenso zugesagt wie der Leiter der Arbeitsagentur Luidger Wolterhoff.
„Wir wollen wissen, was die Politik gegen Lohndumping und die immer weiter steigende Zahl von Menschen, die trotz Arbeit arm sind, tun will“ so Hermund. Der Groß-LKW ist bundesweit im Einsatz und hat bisher schon Tausende von BesucherInnen angezogen.

 
 
 
 


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