Freitag 17.10.08, 17:00 Uhr

DGB: “Naziaufmarsch entgegentreten – Wir sind Bochum”

“Nazis werden in Bochum verabscheut. Das ist in den letzten Tag immer deutlicher geworden.” so beschreibt der Vorsitzende der DGB Region Ruhr-Mark Michael Hermund die beeindruckende Resonanz, die der Aufruf zu einer Demonstration gegen den geplanten Nazi-Aufmarsch am 25. Oktober gefunden hat. “Unsere 50.000 Flugblätter waren in kurzer Zeit verteilt”, mehr als 800 Bürgerinnen und Bürger haben inzwischen unseren Aufruf ‘Wir sind Bochum. Nazis sind es nicht.’ unterschrieben, “ so Hermund. Besonders motivierend sei die Resonanz in den Betrieben dafür werben, dass Nazis in Bochum keinen Fuß fassen können. „Auch etliche Unternehmensleitungen signalisieren, dass Nazis unerwünscht sind. Die BOGESTRA wirbt auf ihrer Internetseite für unsere Demonstration. Die Sparkasse verteilt unsere Flugblätter in ihren Filialen. Ein sehr wichtiger und aktiver Teil unseres Bündnisses gegen recht sind die Organisationen, die von Migrantinnen und Migranten getragen werden. Beispielsweise die IFAK oder die Moscheevereine sind wichtige Trägerinnen unserer Kundgebung am 25. Oktober, “ berichtet Mitorganisator Hermund.
Auch in den Nachbarstädten werde dafür mobilisiert, den Nazis am 25. Oktober entgegen zu treten:
“Mein Kollege Wolfgang Uellenberg der DGB-Vorsitzende aus Köln wird auf der Kundgebung auf dem Dr. Ruer-Platz sprechen. In Köln ist es schließlich durch ein ähnlich großes Bündnis wie in Bochum vor vier Wochen gelungen, einen Nazi-Aufmarsch zu verhindern,” so Hermund.
Auf der Kundgebung werden u. a. die Bochumer Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz und der Superintendent der ev. Kirche in Bochum Fred Sobiech reden. Musikalisch wird die Kundgebung durch Tapesh 2012 abgerundet. Die Gruppe fand bei Bochum total einen riesigen Beifall.
“Wir warten jetzt darauf, „ so Michael Hermund, “dass wir erfahren, wo der geplante Nazi-Aufmarsch konkret lang laufen soll. Wir werden dann die Anwohnerinnen und Anwohner der vorgesehenen Strecke mit Flugblättern informieren und sie auffordern, uns in unserem Widerstand gegen die Nazis zu unterstützen. Wir wollen deutlich machen, dass Nazis mit ihrer Intoleranz, mit ihrem Rassismus und ihrem Antisemitismus in Bochum nichts verloren haben.”
Zur Webseite des Bündnisses gegen rechts.

 
 
 
 


Terminmitteilungen bitte an
redaktion@bo-alternativ.de