Montag 06.10.08, 21:00 Uhr

Serdar Somuncu in Bochum-Dahlhausen

Mit einer „Bild-Lesung“ von Serdar Somuncu klingt am Mittwoch, den 15. Oktober um 19.30 Uhr im Matthias Claudius Haus an der Keilstraße 9 das vom Internationalen Kulturverein Dahlhausen e.V. bzw. den „Leuten vom Stadtteilladen Regenbogen“ ausgerichtete herbstliche Kulturfestival Heimaten 2008 frech und bissig aus. Der 1968 in Istanbul geborene deutschtürkische Schauspieler, Kabarettist, Regisseur und Musiker ist seit vielen Jahren auf deutschen Theater- und Kabarettbühnen und in Funk und Fernsehen (z.B. Mitternachtsspitzen, Ottis Schlachthof, Westart oder Menschen bei Maischberger) präsent und mehrfach preisgekrönt (u.a. Prix Pantheon 2004). Auf seiner Website wird der Presse vorgeschlagen, sein aktuelles Programm „Bild lesen“ etwa folgendermaßen anzukündigen: „Serdar Somuncu liest BILD. Und eines hat er mit seinen Zuschauern gemein. Er weiß genauso wenig wie sie, was an diesem Abend noch alles passieren wird. Noch keinen einzigen Blick hat er in die aktuelle BILD-Zeitung geworfen. Erst auf der Bühne schlägt er sie zum ersten Mal auf. Was dann folgt, ist komplett improvisiert – und sehr unterhaltsam. Nicht nur das barbusige Mädchen von Seite eins wird mit beißendem Humor kommentiert. Somuncu pickt sich lustige, makabere und schockierende Meldungen heraus, um sie dann genüsslich und mit viel Wortwitz zu zerlegen. Weit ab vom herkömmlichen Comedy-Gesülze wirft er einen entlarvenden Blick auf die Zeitung, die polarisiert wie keine andere. Somuncu bezeichnet sein Vorhaben „als ersten Schritt zur Rettung der „Menschheit vor einem ihrer größten Übel“ und den „Beginn einer neuen Zeitrechnung vor Pisa III.“
Auf der Bühne treibt er dabei wieder ein Schwindel erregendes Spiel mit den Erwartungen der Zuschauer. Schlagfertig, irrwitzig und gnadenlos treffsicher holt er zum Rundumschlag aus und macht dabei weder vor ihnen, noch vor sich selbst halt – und genau das macht den türkischen Schauspieler zu einer wohltuenden Ausnahmeerscheinung im einfältigen Kabarett-Mainstream.“
(Pressetext auf der Website von Serdar Somuncu, www.somuncu.de).

 
 
 
 


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