Donnerstag 28.08.08, 14:00 Uhr

Friedensplenum ruft zur Anti-Atombomben-Demonstration in Büchel auf

Fast 20 Jahre nach Ende des Kalten Krieges lagern in Büchel in der Eifel immer noch Atomwaffen in Deutschland, die für den Einsatz im Ernstfall vorgesehen sind. Jede einzelne dieser Atomwaffen hat die Zerstörungskraft von mehreren Hiroshima-Bomben. Das Bochumer Friedensplenum ruft zur Teilnahme an einer Demonstration am kommenden Samstag, 30. August, in Büchel auf. Zwei Tage vor dem Anti-Kriegstag soll dort für den Abzug und die Verschrottung der Atombomben demonstriert werden. Um 8.30 Uhr fährt ein Bus vom Bochumer Hauptbahnhof zur Demonstration. Das Bochumer Friedensplenum erinnert daran, dass auch anderthalb Jahrzehnte nach dem Ende des Kalten Krieges ein enormes Risiko eines Atomkrieges aus Zufall, durch einen technischen Fehler, durch menschliches Versagen besteht. 30.000 Atomwaffen gibt es weltweit, 3.500 Atomwaffen sind weltweit ständig in Alarmbereitschaft. Durch neue sogenannten „Mini-Nukes“ der USA, aber auch durch neue Atomwaffenstaaten (Israel, Indien, Pakistan, Nordkorea) sinkt die Abschreckungsschwelle, sind regionale Atomkriege denkbar. Die Arsenale der Atomwaffenstaaten werden aktuell modernisiert. Das Drängen weiterer Staaten zur Atomwaffe wird zum Anlass gefährlicher Kriegsszenarien, so z.B. im Fall Iran. Auch die Pläne für ein US-Raketenabwehrsystem in Europa können Auslöser eines neuen atomaren Wettrüstens sein. Buskarten für Samstag können bestellt werden bei: buechelbus[at]friedensplenum.bo-alternativ.de .

 
 
 
 


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