Freitag 18.07.08, 09:00 Uhr
Autonome Antifa L106 Siegen:

Ihr seid alt, wir sind jung – MAO TSE-TUNG!

Eine Reise durch die wundersame Welt der K-Gruppen

Der AStA der Ruhr-Uni lädt am kommenden Dienstag, 22. Juli, um 18.30 Uhr zu einer Diskussion im AusländerInnen-Zentrum hinter dem Kulturcafé ein:»Michael Steffen, der mit seinen “Geschichten vom Trüffelschwein”, seiner veröffentlichen Dissertation über den KB, den Kommunistischen Bund, ein Standardwerk über eine der bedeutendsten K-Gruppe vorlegte, formulierte in einem Beitrag zu dem linken Plakatsammelband “vorwärts bis zum nieder mit!” die Frage nach den K-Gruppen und deren Relevanz ironisch so, dass man bei Günter Jauch’s “Wer wird Millionär?” sicherlich 250000 Euro gewinnen könne, wenn man die Frage beantworten könne, wofür das K in dem Begriff K-Gruppen stehe. Der Kandidat werde sicherlich kurz zwischen “kirchliche” und “kulturelle” Gruppen schwanken und dann doch zum Telefonjoker greifen… Wohl dem, der einen Verwandten hat, der sich noch an die marxistisch-leninistische Bewegung der 1970er Jahre erinnern kann und an ihre Protagonisten – die Kommunistischen Gruppen, kurz K-Gruppen. Vielleicht gar aus eigener Erfahrung? Dies wäre garnicht mal so unwahrscheinlich, schließlich gelten die zahlreichen kommunistischen Parteien, Gruppen, Zellen, Organisationen und Bünde als die relevanteste und wichtigste Strömung der Linken in den 1970er Jahren. Man schätzt heute, dass zwischen 100.000-150.000 Menschen im Laufe eines knappen Jahrzehnts in der ML-Bewegung aktiv waren sie so zur DER linken Massenbewegung in der Folge der Studentenbewegung werden ließen. Demokratischer Zentralismus, strenge Parteidisziplin, obskurer “ML-Sprech”, Proletkult, Mao- und Stalin-Kult, Betriebsarbeit und Agitation, Irrungen und Wirrungen, Spaltungen und Vereinigungen – all dies sind Schlagwörter, welche die konkrete Politik von KPD(ML), KPD(AO), KB und KBW ein wenig illustrieren. Wer wissen möchte, wie es zur “Proletarischen Wende” kam und wie sich die antiautoritäre Studentenbewegung schließlich in krass-autoritären Parteistrukturen und in den Fabriken wiederfand, der findet im Laufe des (häufig unfreiwillig recht amüsanten…) Vortrags einige Antworten… «

 
 
 
 


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