Montag 14.07.08, 19:00 Uhr

Streik legt Lueg lahm

Die IG-Metall NRW schreibt: »Über 520 Beschäftigte der 14 Standorte der Fahrzeugwerke Lueg AG in Bochum, Bottrop, Castrop-Rauxel, Essen, Gelsenkirchen, Gelsenkirchen-Buer, Gladbeck, Marl, Mülheim, Recklinghausen, Velbert und Witten sind auch mit dem Beginn der neuen Woche geschlossen im Streik. In allen Werkstätten ruht weiterhin die Arbeit. Der Verkauf funktioniert praktisch nicht mehr. Auch morgen, am Dienstag, den 15.07.2008 werden erneut alle Standorte von Lueg bestreikt. Werner Birkhahn, IG Metall-Verhandlungsführer: “Unsere Mitglieder wollen einen fairen Haustarifvertrag. Von unserer Seite kann es dazu eine schnelle Lösung geben. Wir sind jederzeit zu neuen Verhandlungen bereit, doch der Vorstand von Lueg muss sich bewegen. Sollte der Vorstand nicht grundlegend einlenken, werden wir den Streik fortsetzen.”
Mit ihrem Streik wollen die Beschäftigen von Lueg einen Haustarifvertrag zu den Bedingungen der bisherigen Flächentarifverträge der IG Metall durchsetzen. Außerdem wird die Anhebung der Löhne und Gehälter um 5 Prozent ab dem 1. April 2008 gefordert. Der Vorstand von Lueg will gegenüber den Beschäftigten bis zu fünf Stunden unbezahlte Mehrarbeit pro Woche erreichen, den Jahresurlaub auf 25 Tage kürzen.
Viel Zuspruch bekommen die Streikenden beim Lueg Mercedes Autohaus aus zahlreichen anderen Betrieben. So erklärten unter anderem Thomas Schlenz, Konzernbetriebsratsvorsitzender ThyssenKrupp und Dieter Hinkelmann, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Ford sowie Rainer Einenkel, Betriebsratsvorsitzender Opel ihre Solidarität mit den Streikenden. Auch Erich Klemm, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Daimler AG unterstützt die Streikenden: “Das eure Geschäftsleitung nun den völligen Rückschritt von den tarifpolitischen Errungenschaften der letzten Jahre und Jahrzehnte anstrebt, kann nicht nur euch, es muss allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern den Zorn in die Adern treiben.” «

 
 
 
 


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