Samstag 21.06.08, 16:00 Uhr

Mieterverein hat mehr als 16.000 Mitglieder


Der Bochumer Mieterverein schreibt: »Die Mitgliederversammlung des Mietervereins Bochum, Hattingen und Umgegend e.V. hat gestern Abend die bisherige 1. Vorsitzende, Bärbel Spangenberg, für weitere 5 Jahre einstimmig bei einer Enthaltung im Amt bestätigt. Die 59jährige Wattenscheiderin gehört dem Vorstand seit 1994 an und ist seit 2003 1. Vorsitzende. Auch Holger Rüsberg wurde als 1. Mitglied der Kontrollkommission, die sich beim Mieterverein um die Kassenprüfung und den Datenschutz kümmert, einstimmig bei zwei Enthaltungen wieder gewählt. Zwei kleinere Satzungsänderungen wurden ebenfalls einghellig gebilligt. Zuvor hatte die Mitgliederversammlung den Geschäftsbericht entgegen genommen, der einen Überschuss von 40.929,13 Euro nach Steuern ausweist. Bei einem Umsatz von 1.078.306,07 Euro entspricht dies einer Umsatzrendite von 3,8 Prozent. Schwarze Zahlen ist man beim Mieterverein allerdings gewohnt, obwohl die Mitgliederzahlen seit Jahren sinken. Ende 2007 gehörten dem Mieterverein noch 16.010 Mitglieder an. Auf dem Höhepunkt 1999 waren es noch 17.492 – ein Rückgang von rund 8,5 Prozent in 9 Jahren. 2007 verlor der Verein 246 Mitglieder.
Knallhart positiv ist erneut die Prozessstatistik des Mietervereins, der als einziger Mieterverein in Deutschland seine Mitglieder durch eigene Prozessagenten vor dem Amtsgericht vertreten kann. 53 Prozent der Prozesse wurden 2007 gewonnen, nur 31 Prozent verloren. Bei den Beratungsthemen stand erneut das liebe Geld im Vordergrund: fast ein Viertel aller Beratungen drehte sich um die kalten Betriebskosten, ein weiteres Fünftel um die Heizkosten. Vor zehn Jahren waren dies nur 17 bzw. 10 Prozent. Die Themen Mieterhöhung (4,5 Prozent gegenüber 10,2 vor zehn Jahren) und Vermieter-Kündigung (3,6 Prozent gegenüber 6,0) spielen dagegen eine immer geringere Rolle. „Ein Zeichen für einen weitgehend entspannten Wohnungsmarkt“, kommentierte Geschäftsführer Michael Wenzel mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Es ist nun einmal so: Wenn es den Mietern gut geht, geht es den Mietervereinen weniger gut.“«