Sonntag 18.05.08, 15:00 Uhr
Aus Anlass der UN-Konferenz zur Biodiversität in Bonn:

Ausstellung des AkU zum Erhalt der Biologischen Vielfalt

Der Arbeitskreis Umweltschutz (AkU) präsentiert vom 19. Mai bis zum 13. Juni eine Ausstellung zum Fledermausschutz im Infozentrum/Bürgerbüro Süd des Bochumer Rathauses. In der Einladung heißt es: »Die Ausstellung enthält auf neun großformatigen, farbigen Bildtafen Informationen über die Lebensweise von Fledermäusen, über Bochumer Fledermausarten und über Schutzmaßnahmen, die jeder für Fledermäuse ergreifen kann sowie über die Schutzmaßnahmen des AkU. Die letzten beiden Punkte sind besonders wichtig, da alle Fledermausarten in der “Roten Liste” der vom Aussterben bedrohten Pflanzen und Tiere verzeichnet sind. Gleichzeitig ruft der AkU die Bochumer Bevölkerung auf, Fledermaussichtungen zu melden, insbesondere Fledermausquartiere. Fledermausquartiere sind etwas besonders Seltenes in Bochum. Die Naturschützer des AkU können Tipps für den Erhalt dieser Kleinode der Natur und bei etwaigen Problemen, wie z. B. einer anstehenden Renovierung, geben. Die Ausstellung ist geöffnet: Mo. bis Do.: 08.00 bis 18.00 Uhr, Fr.: 07.00 bis 18.00 Uhr und Sa.: 10.00 bis 13.00 Uhr.
Anlaß für die Ausstellung ist die UN-Konferenz zur Biodiversität (biologische Vielfalt oder Artenvielfalt), welche am 19.05.08 in Bonn beginnt. Hier werden die internationalen Vereinbarungen zum Erhalt der Artenvielfalt konkretisiert. Bis zum Jahr 2010 soll das weltweiten Artensterben gestoppt werden. Ein äußerst ehrgeiziges Ziel, welches nur erreicht werden kann, wenn überall auf der Welt der Artenschutz ein wesendlich stärkeres Gewicht erhält. Dies ist nicht mit der Ausweisung einiger Naturschutzgebiete getan. Bochum ist übrigens die Stadt/der Kreis mit dem geringsten Flächenanteil an Naturschutzgebieten in NRW. Nicht nur staatliche Stellen sondern jeder muss sein Verhalten ändern. Der Lebensmittelkonsum sollte auf “Ökonahrung” umgestellt werden, da Bioprodukte unter landwirtschaftlichen Bedingungen angebaut werden, die den Naturschutz beachten. Im Gegensatz hierzu ist das in der konventionellen Landwirtschaft nicht der Fall. Der eigene Garten sollte in einen Ökogarten mit vielfältigen heimischen Gewächsen umgewandelt und entsprechend gepflegt werden. Immerhin ist die Summe der Fläche aller Hausgärten rund fünf mal so groß wie die Fläche der Naturschutzgebiete in Deutschland. Ein riesiges Potential für den Naturschutz, wenn die Gärtner entsprechend ihrer moralischen Verpflichtung handeln würden. Nicht nur zum Wohle der Natur, sondern zum Wohle aller Menschen.«

 
 
 
 


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