Montag 31.03.08, 07:30 Uhr

Betreuungsplätze: Schlusslicht Wattenscheid

Die Soziale Liste schreibt: »In einem wichtigen Punkt von Bildung und Lebensbedingungen liegt Wattenscheid am absoluten Ende aller Bochumer Stadtbezirke. „Der derzeitige Stand bei der Versorgung von Kindern im Alter von unter drei Jahren mit Betreuungsplätzen ist nicht akzeptabel“, äußert sich der Wattenscheider Stadtverordnete der Sozialen Liste, Günter Gleising. Er verweist auf den Durchschnitt der Versorgungsquote in der Gesamtstadt, der bei 15, 4 % liegt. Wattenscheid fällt hier mit einer Quote von 8, 2 % völlig aus dem Rahmen. Günter Gleising: „Dies ist umso bedauerlicher, weil gerade die Möglichkeit der Kleinkinderbetreuung sowohl für junge Familien als auch Alleinerziehende und deren Vereinbarkeit von Kind und Beruf von großer Bedeutung ist. Auch für die Kinder und deren Bildungskompetenz ist die Betreuung wichtig.“ Diese Notwendigkeit, stellt die Soziale Liste fest, ist auch in allen PISA-Studien beschrieben worden und hat ja auch zu einem Umdenken bei zahlreichen Politikern geführt. Bundesweit wird jetzt bis zum Jahr 2010 eine Versorgungsquote von 20 % angestrebt. Auch Bochum hat sich diese Zielmarke gesetzt.
Für Wattenscheid sieht Günter Gleising diese Zielmarke aber ernsthaft gefährdet und stellt zur Ratssitzung am 3. April vier Fragen:
1.Warum ist die Versorgungsquote für Kinder unter 3 Jahren in Wattenscheid so gering?
2.Wie sehen die Planungen aus, um diesen Missstand und dieses Missverhältnis zu beheben?
3.Gibt es Planungen um mit Sofortmaßnahmen die Benachteiligung von Wattenscheid in dieser Frage zu beheben? Wenn ja, welche? Wenn nein, warum nicht?
4.Wie werden die Möglichkeiten eingeschätzt, in Wattenscheid den angestrebten Bundesdurchschnitt (20 %) im Jahr 2010 zu erreichen?«

 
 
 
 


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