Sonntag 23.03.08, 21:03 Uhr

50 Jahre Ostermarsch

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Ostern 1958 hatte die britische Campaign for Nuclear Disarmament einen Marsch von London zum Atomforschungszentrum Aldermaston organisiert und dabei mit rund 10.000 Menschen gegen die nukleare Aufrüstung demonstriert. Hieraus entstand die Ostermarschbewegung. Zum 50. Jahrestag ging eine Fahrradetappe von Essen nach Bochum. Vor dem Bahnhof Langendreer wurden die ziemlich durchgefrorenen RadlerInnen mit einem heißen Ständchen von Klaus dem Geiger & Salossi begrüßt. Claudia Haydt beindruckte anschließend mit einem ungewöhnlich detaillierten Vortrag. Sie schilderte, wie sich die Nato-Strategie verändert, auf EU-Ebene neue Einsatzpläne für Atombomben geschmiedet werden oder wie sich z. B. die Ausbildung der Bundeswehr verändert. Konventionelle kriegerische Auseinandersetzungen spielen hier keine Rolle mehr. Aufstandsbekämpfung rückt jetzt in den Mittelpunkt. Neu für viele ZuhörerInnen war auch die Information, dass die Bundestagsbeschlüsse über die weltweiten Truppeneinsätze nichts mit der Realität zu tun haben. Hierbei handelt es sich um Vorratsbeschlüsse, mit denen sich die Militärs absichern. Falls sie sich wie in Afghanistan verschätzen, setzen sie auch durchaus mehr SoldatInnen ein, als der Bundestag beschlossen hat.
Am Ostermontag findet traditionell um 10.00 Uhr in Werne ein ev. Friedensgottesdienst statt. Die Predigt hält der Bochumer  Superintendent Fred Sobiech. Um 11.00 Uhr findet dann die Auftaktveranstaltung der letzten Ostermarschetappe vor dem Brühmannhaus mit Redebeiträgen von Elke Koling (IPPNW), Klaus Kunold (VVN-BdA) und Felix Oekentorp (DFG-VK) statt. Dann geht der Marsch nach Dortmund, wo um 16.00 Uhr im Wichernhaus die Abschlusskundgebung beginnt.

 
 
 
 


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