Montag 18.02.08, 13:28 Uhr

“Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt …”

Im Rahmen des Begleitprogramms zum Zug der Erinnerung widmet Die Linke Bochum am Donnerstag, den 21. Februar einen Abend den Menschen, die in Nazideutschland anderen das Leben gerettet oder versucht haben, Leben zu retten. Ab 19.00 Uhr findet hierzu eine Veranstaltung mit dem Bochumer Historiker Dr. Hubert Schneider im Büro Die Linke Bochum, Universitätsstr. 39 statt. “Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt …” Dieser Satz steht auf der Medaille, mit der Israel und die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem im Namen des Jüdischen Volkes “Gerechte unter den Völkern” ehrt. Zu diesen “Gerechten” zählen alle, die mindestens einem Juden in den Jahren 1933-1945 das Leben gerettet haben. Ca. 21.300 Menschen wurden inzwischen geehrt, sie leisteten Widerstand. Darunter waren patriotische Deutsche, Offiziere und Männer aus Hitlers Armee, Abenteurer und Industrielle, Heilige und Sünder. Sie kamen aus allen Ländern, auch aus Deutschland. Die Tragödie ist, dass es nicht genug Gerechte unter den Völkern gab. Es war einfacher, sich abzuwenden, sich und seine Familie zu schützen oder an der Orgie des legalisierten Blutvergießens teilzunehmen. Und doch ist es wichtig, dass es einige gab, die sich widersetzten, wichtig für die Geretteten und wichtig für die übrige Menschheit, wenn sie ihre Selbstachtung nicht verlieren will. Im Vortrag werden einige “Gerechte” vorgestellt, in einer Analyse wird versucht, die Ursachen für das Verhalten dieser Menschen zu ergründen.

 
 
 
 


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