Dienstag 15.01.08, 17:00 Uhr

DGB: Nokia Bochum darf nicht geschlossen werden

Der DGB fordert die Nokia-Verantwortlichen auf, die geplante Schließung des Standortes in Bochum zurück zu nehmen. „Das hochmoderne Werk in Bochum ist leistungs- und umsatzstark. Ich kann keinen Grund erkennen, warum die Jobs von mehr als 3.000 Menschen aufs Spiel gesetzt werden sollen“, sagte Michael Hermund, Vorsitzender der DGB Region Ruhr-Mark heute in Bochum. Bund, Land und Stadt Bochum hätten erhebliche Anstrengungen unternommen, damit Nokia optimale Bedingungen für die Handyproduktion und andere Produktionszweige erhalte. Für Bochum sei der Erhalt des Nokia-Standorts unverzichtbar.
„Es ist nicht nur ökonomisch unsinnig, sondern auch sozial unverantwortlich, dass die Arbeitsplätze bei Nokia einer globalen Konzernstrategie geopfert werden sollen. Wenn Nokia als zweitgrößter industrieller Arbeitgeber in Bochum dichtmacht, ist das ein arbeitsmarkt- und strukturpolitisches Desaster. Zu den 2400 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern des Handyherstellers kommen hunderte Beschäftigte bei Zulieferfirmen und Serviceunternehmen. Millionensubventionen für die Zukunftsfähigkeit der gesamten Region sollen in den Sand gesetzt werden“, so Michael Hermund. Der DGB Vorsitzende sicherte den Beschäftigten in Bochum die volle Unterstützung der DGB Gewerkschaften zu, damit ihre Arbeitsplätze erhalten bleiben. Gleichzeitig wandte sich Hermund an die Landesregierung, sich dafür einzusetzen, dass der Nokia-Standort in Bochum nicht aufgegeben werde. „Die Landesregierung muss alles dafür tun, damit sich das Schicksal von Kamp-Lintfort nicht in Bochum wiederholt.“

 
 
 
 


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