Archiv - November 2007

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Montag 05.11.07, 16:54 Uhr

Erfolgreiche Theater Präventionsarbeit

uof16.jpgDer Ansatz des Kinder- & Jugendtheaters im Kultur-Magazin, mit dem Medium Theater Präventionsarbeit in Sachen Rassismus, Gewalt und Rechtsruck zu leisten, scheint aufzugehen. Zumindest sind die Schulvorstellungen mit den beiden Jugendtheaterstücken “Braune Engel” & “Lumpenpott” bereits seit mehr als einem Monat vor Beginn der Veranstaltungsreihe komplett ausverkauft. Das Jugendtheater meint dazu: “Das beweist natürlich zunächst nur, dass es in Bochum und Umgebung ausreichend gesellschaftspolitisch verantwortungsbewusste Lehrer gibt, die mit ihren Schülern zu diesem Thema den Weg in’s Theater finden. Die Gespräche und Diskussionen mit den Schülern im Anschluss der Vorstellungen zeigen aber auch, dass Theater genau die emotionale und menschliche Komponenten bietet, die bei dem Thema Rassismusprävention wichtig für eine nachhaltige Auseinandersetzung sind. Im Bereich Kindertheater stellt sich das allerdings etwas anders dar. Denn für das Kindertheaterstück ‘Uns’re Oma fährt im Hühnerstall Motorrad’ über die Kindheit und Jugend der ganz alltäglichen Heldin Rosa Sawatzki, einer zwischen 1925 & 1945, gibt es für die Familienvorstellung am Sonntag, dem 11.11. um 15.oo Uhr und die Schulvorstellungen für Schüler der 2. bis 5. Klasse am Mittwoch, 14.11. & Donnerstag 15.11., jeweils 10.oo Uhr, noch ausreichend Karten und jede Menge freie Plätze. Warum ausgerechnet für dieses Stück? (weiterlesen)

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Freitag 02.11.07, 18:30 Uhr

Geburtstagsparty der Medizinischen Flüchtlingshilfe

paul-mangen.jpgAm morgigen Samstag, dem 3. November feiert die medizinische Flüchtlingshilfe ab 17 Uhr im Museum Bochum ihr 10-jähriges Bestehen. Nach ein paar Redebeiträgen von aus unterschiedlicher Sicht Betroffenen wird internationale Musik und ein “weltumspannender Imbiss” geboten. Anschl. werden die Bochumer Künstler Paul Mangen und Jürgen Chill Kunstwerke zugunsten der MFH versteigern. Paul Mangen ist u.a. bekannt durch seine Beteiligung am großen Wandbild im Westpark. 2002 hat er den Innovationspreis Soziokultur des Fonds Soziokultur NRW bekommen. Jürgen Chill arbeitet als freier Künstler und ist Mitglied der internationalen Künstlergruppe Projectiel02. Im Mai 2007 gewann er mit der Fotografieserie „zellen“ den Europäischen Architekturfotografie Preis 2007. Das hier zu sehende Bild ist von Paul Mangen.

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Freitag 02.11.07, 18:00 Uhr
Grüne kritisieren Bezirksregierung

Dicke Luft in Bochum?

Die Grünen im Rat schreiben: »Der Umweltminister hat die drei zuständigen Bezirksregierungen angewiesen, einen Luftreinhalteplan für das Ruhrgebiet zu erarbeiten. Aber Regierungspräsident Diegel in Arnsberg stellt sich quer.« »Bei uns, so die Grünen sollen Maßnahmen, die Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastungen reduzieren, nur eingesetzt werden, wo reale Messergebnisse vorliegen. Die Beachtung von Ergebnissen aus Rechenmodellen lehnt Arnsberg ab. Dies muss bei den geringen Messkapazitäten des Landes NRW als Verweigerung von Gesundheitsschutz gewertet werden. Dabei wird sogar eine Verschlechterung der gegenwärtigen Situation in Kauf genommen.« Im Wortlaut.

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Freitag 02.11.07, 18:00 Uhr
Soziale Liste:

“Alterarmut droht durch Zwangsverrentung”

Die Soziale Liste Bochum wendet sich gegen “weitere katastrophale soziale Auswirkung der Hartz-Gesetze”. Die einer Pressemitteilung nennt sie dafür als Beispiel »das Auslaufen der sogenannten 58er-Regelung zum Jahresende. Mit dieser Regelung droht Beziehern von Arbeitslosengeld II ab 2008 die Zwangsverrentung mit lebenslangen Rentenabschlägen bis zu 18 Prozent. Mit der bisherigen ’58er-Regelung’ konnten 58jährige und ältere Arbeitslose bei Erhalt der Arbeitslosenunterstützung von der Vermittlung am Arbeitsmarkt ausgenommen werden. Mit Beginn des kommenden Jahres sind Bezieher von Arbeitslosengeld II allerdings gezwungen, selbst dann vorzeitig in Rente zu gehen, wenn die Höhe ihrer Rente niedriger ist als die ihnen zustehende Arbeitslosengeld, denn die Rente wird von der ARGE als „Vermögen“ betrachtet. (weiterlesen)

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Donnerstag 01.11.07, 21:00 Uhr

Gedenktafel an der “Zeche”

In der “Zeche” an der Prinz-Regent Straße wird am 12. November um 15.00 Uhr eine Gedenktafel angebracht. Erinnert werden soll an die Konferenz von Bochumer Betriebsausschüssen am 23. April 1945 in der Anlernwerkstatt der Zeche Prinz-Regent. Diese Konferenz kann als einer der Grundsteine für die spätere Gründung freier Gewerkschaften gewertet werden. Der Text der Tafel: “Neuanfang in Bochum – Hier in der ehemaligen Anlernwerkstatt der Zeche Prinz-Regent trafen sich am 23. April 1945, noch vor der Kapitulation Hitler-Deutschlands, Belegschaftsvertreter von zehn Bochumer Schachtanlagen, der Knappschaft und der Metallarbeiter, um den wirtschaftlichen und demokratischen Neuanfang im kriegszerstörten Bochum zu organisieren. Sie kümmerten sich um die Energieversorgung der Bäckereien ebenso wie um die Vertreibung der Funktionäre der NSDAP aus den Betrieben, Verwaltungen und der Polizei. Die Belegschaftsvertreter gedachten ihrer von den Nationalsozialisten ermordeten Bochumer Kollegen Fritz Husemann und Karl Springer. Sie wollten die aus der Weimarer Republik überkommene Spaltung der Gewerkschaftsbewegung überwinden, um ihr gemeinsames Ziel zu erreichen: Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!”

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Donnerstag 01.11.07, 19:00 Uhr

25 Jahre Werkstatt “Wort und Bild”

Vor 25 Jahren, im Frühjahr 1982, wurde von Renate und Horst D. Gölzenleuchter in Bochum-Langendreer die Werkstatt Wort und Bild gegründet. Der Anspruch damals, einer Kunst und Literatur, die den Alltag kritisch hinterfragt, reflektiert, ein Forum zu sein. Kunst und Literatur im nichtelitären Rahmen unter die Menschen zu bringen. Kulturelles Diskussionsforum zu sein. Dieser Anspruch ist bis heute nicht aufgegeben. Die Werkstatt ist bis heute auch immer Arbeitsplatz H.D. Gölzenleuchters, als Holzschneider, Drucker, Maler und Autor.
In den 25 Jahren der Werkstatt sind über 100 Ausstellungen, Lesungen und andere Veranstaltungen aufzuzählen. Zu erwähnen die erste Ausstellung, Linolschnitte, Revierlandschaften und Menschenbilder des Typographen und Druckers Bernd Temming aus Dortmund. Dazu die erste Lesung mit Charlotte Temming, die Texte vortrug, die sie 1938 gegen die Nazis schrieb. Sie gehörte, mit Bernd Temming, zu einer Dortmunder Widerstandsgruppe im „3. Reich“. Zu erwähnen die Ausstellung (2005) „Ich bekenne, ich habe gelebt“ zur Erinnerung an den chilenischen Dichter und Politiker Pablo Neruda mit 29 Künstlerinnen und Künstlern aus Chile, Deutschland und den Niederlanden. Ebenso die Ausstellung vom Frühjahr 2007, mit Holzschnitten der in New York lebenden deutschen Künstlerin Ilse Schreiber-Noll zur Literatur Bertolt Brechts. (weiterlesen)

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Donnerstag 01.11.07, 09:33 Uhr

Neue Ausgabe der Antifaschistischen Bochumer Blätter

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen hat eine neue Ausgabe der Antifaschistischen Bochumer Blätter (ABB) veröffentlicht. Themen sind u.a.: die geplante Neugestaltung des Ehrenrundmals auf dem Friedhof am Freigrafendamm,  die Geschichte der Gedenktage an die Opfer des Faschismus, die Reichspogromnacht und der Neubau der Synagoge, das geforderte NPD-Verbot, die Union und die Nazis.
Die aktuelle Ausgabe als PDF-Datei. Zum ABB-Archiv.

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