Freitag 09.11.07, 18:02 Uhr
Zweites Jazzfest an der Ruhr-Uni

Jazz oder nie!

jazzfest-flyer.JPGDas Kulturbüro boSKop lädt zum zweiten Jazzfest an die Ruhr-Uni. In der Einladung heißt es: »Wie bringt man Fans von Heavy Metal, Rock, Funk, afroamerikanischen Rhythmen, osteuropäischer Folklore und Kammermusik zusammen? Ganz einfach: Mit einem Jazzfestival. Denn der Jazz hört sich um und verbindet die Stile. Die zweite Ausgabe des Jazzfests Bochum wird so am 16. und 17. November wieder atemberaubend Neues genau wie traditionsbewusstes und zeitlos Schönes auf die Bühne des Musischen Zentrums der Ruhr-Universität bringen.
Von Jazzwerkruhr geförderte Nachwuchsmusiker treffen hier auf renommierte Stars der Szene. Gleich die erste Band macht den Auftrittsort zum Schmelztiegel: „Das Trio Zodiak forscht mit beeindruckender Unbekümmertheit im Free Funk, streift Miles Davis und steigt bei der Komposition “Funday” in die Heavy-Metal-Jazz-Liga ein“, schrieb die Kritik über das Projekt des Trompeters John-Dennis Renken. Mit Saxophonist Jan Klare und Pianist Milan Svoboda runden zwei Musiker das Freitagsprogramm ab, die seit Jahren Aufsehen erregen: Klares Quartett „1000“ ist international besetzt und besticht mit verqueren Improvisationen, deren Grundlagen bis zur Barockmusik von Bach und Monteverdi zurückreichen. Durch Bands wie „Das Böse Ding“ oder seine Real Book-Sessions im Dortmunder Domicil hat sich Klare gerade im Ruhrgebiet einen Namen gemacht. Milan Svoboda, der sein Quartett bereits 1979 in Prag gründete, wird seine immer geniale Mischung aus romantischer E-Musik, osteuropäischer Folklore und Modern Jazz präsentieren, voll trickreicher Rhythmen und Metren.
Neue Wege geht am zweiten Tag des Festivals die Formation „Ha!“ in der viel versprechenden Besetzung aus Cello, Klavier und Schlagzeug. Cellist Jörg Brinkmann musiziert unter anderem am Schauspielhaus und bewegt sich mit seinen Mitmusikern Oliver Maas und Dirk-Peter Kölsch im Spannungsfeld zwischen Minimal Music und groovendem Kammerjazz. „Ha!“ lassen den stillen Ausklang für ein Jazzfest erwarten, das zuvor von „Moritz Ecker und die mikronesische Mafia“ und dem Duo aus Roman Babik und Dimitrij Markitantov aufgemischt wird: Gitarrist und Komponist Ecker ist einer der Stars der monatlichen Jazzsession im Kulturcafé der Ruhr-Uni, seine mikronesische Mafia fasziniert besonders mit mitreißenden Bläsersätzen. Das Duo Babik und Markitantov führt den Zuhörer in die vertrackte Welt der Balkan-Rhythmen und versetzt diese mit Elementen aus Klassik und Jazz.«

 
 
 
 


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