Donnerstag 01.11.07, 19:00 Uhr

25 Jahre Werkstatt “Wort und Bild”

Vor 25 Jahren, im Frühjahr 1982, wurde von Renate und Horst D. Gölzenleuchter in Bochum-Langendreer die Werkstatt Wort und Bild gegründet. Der Anspruch damals, einer Kunst und Literatur, die den Alltag kritisch hinterfragt, reflektiert, ein Forum zu sein. Kunst und Literatur im nichtelitären Rahmen unter die Menschen zu bringen. Kulturelles Diskussionsforum zu sein. Dieser Anspruch ist bis heute nicht aufgegeben. Die Werkstatt ist bis heute auch immer Arbeitsplatz H.D. Gölzenleuchters, als Holzschneider, Drucker, Maler und Autor.
In den 25 Jahren der Werkstatt sind über 100 Ausstellungen, Lesungen und andere Veranstaltungen aufzuzählen. Zu erwähnen die erste Ausstellung, Linolschnitte, Revierlandschaften und Menschenbilder des Typographen und Druckers Bernd Temming aus Dortmund. Dazu die erste Lesung mit Charlotte Temming, die Texte vortrug, die sie 1938 gegen die Nazis schrieb. Sie gehörte, mit Bernd Temming, zu einer Dortmunder Widerstandsgruppe im „3. Reich“. Zu erwähnen die Ausstellung (2005) „Ich bekenne, ich habe gelebt“ zur Erinnerung an den chilenischen Dichter und Politiker Pablo Neruda mit 29 Künstlerinnen und Künstlern aus Chile, Deutschland und den Niederlanden. Ebenso die Ausstellung vom Frühjahr 2007, mit Holzschnitten der in New York lebenden deutschen Künstlerin Ilse Schreiber-Noll zur Literatur Bertolt Brechts.
Für den Mai 2008 ist eine Gruppenausstellung geplant, die auf den Publizisten, Pazifisten Carl von Ossietzky aufmerksam machen will, der 1938 an den Folgen seiner KZ-Haft verstarb. Eine Ausstellung, die sich auch gegen rechtsradikale und militaristische Tendenzen heute wendet.
Die Ausstellungen, Lesungen, Kulturveranstaltungen der Werkstatt Wort und Bild wurden und werden in der Regel ohne Sponsorengelder realisiert. Ermöglicht wurden sie u.a. durch einen jährlich stattfindenden Kunstmarkt. Malereien, Grafiken, Fotografien, Plastiken, Skulpturen, Künstlerbücher, Mappenwerke und, und, und, unterschiedlichster Künstlerinnen und Künstler aus Afrika, Indien, Deutschland, Chile, Türkei, den Niederlanden werden angeboten.
In diesem Jahr findet der Kunstmarkt in den Räumen der Werkstatt, Kulturmagazin Lothringen, Lothringer Straße 36c, Bochum-Gerthe, am Samstag, den 17. November von 14 – 19 Uhr, am Sonntag, den 18. November von 11 – 19 Uhr statt. Wieder sind Künstlerinnen und Künstler verschiedener Nationalität präsent. Zu erwerben gibt es u.a. Grafik von Pierre Alechinsky (Gruppe Cobra), von HAP Grieshaber, Hermann Naumann und Kunst von Künstlerinnen, Künstlern aus dem Ruhrrevier wie Tisa von der Schulenburg, Hermann Metzger, Bernd Moenikes. Der neue Kalender des Bochumer Künstlerbundes, wie die Bücher der Edition Wort und Bild. Darunter die Autorinnen, Autoren Petra Afonin, Friedrich Grotjahn, Rainer W. Campmann, Josef Krug, Hugo Ernst Käufer und Werner Streletz.
Kunst und Literatur bietet der Kunstmarkt zu moderaten Preisen von 5 € bis über
500 € an. Und alles findet – wie immer – in einladender Atelieratmosphäre statt. Bei Wein, Wasser, Kaffee und Kuchen. Dazu einige Künstlerinnen und Künstler wie Autorinnen, Autoren, nicht zum Anfassen, aber zum Ausfragen.
An den Wänden eine Ausstellung mit Künstlerinnen und Künstlern, die in der Werkstatt vorgestellt wurden. Plakate, Einladungen, Fotografien, Presseberichte aus 25 Jahren Werkstatt-Arbeit.

 
 
 
 


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