Archiv - Oktober 2007

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Samstag 06.10.07, 18:00 Uhr

Informationsveranstaltung über WanderarbeiterInnen in China

Am kommenden Dienstag, 9.10., 17.00 Uhr hat die Opel-Betriebsgruppe GoG bei ihrem Treffen im Bahnhof Langendreer Besuch aus China: den Liedermacher und Wanderarbeiter Sun Heng aus Beijing. Er hat dort ein Zentrum für chinesische Wanderarbeiter organisiert. Er nimmt als Repräsentant junger Wanderarbeiter an einem europäisch-chinesischen NGO-Austausch teil, der in Brüssel stattfindet, und reist für zwei Tage nach Köln und Bochum, um Initiativen zu besuchen. Bei dem sehr kurzfristig zu Stande gekommenen Treffen sind auch interessierte Gäste willkommen. (weiterlesen)

Samstag 06.10.07, 14:06 Uhr
Bahnprivatisierung in die Tonne kloppen!

Flash-Mob: 183 = 13

flashmob.jpgSamstagmittag, Bochum Hauptbahnhof, fünf vor zwölf: Im gesamten Gebäude schrillen Trillerpfeifen, klappern Topfdeckel. PassantInnen bleiben stehen und schauen verwundert. Sie staunen über den unmotivierten Lärm. Ein älterer Herr beschwert sich. Das sei Körperverletzung. Die beiden anwesenden Bundespolizisten wirken verunsichert. Sie greifen nicht ein. 12.57 Uhr: Der Lärm verstummt. Zettel werden über den Kopf gehalten. Langsam drehen sich die DarstellerInnen. Auf ihren DIN A 4 Blättern ist zu lesen: 183 = 13. 12.58 Uhr: Die Zettel mit der merkwürdigen Formel werden zusammengeknüllt und in die Papierkörbe geschmissen. Die AkteurInnen verlassen den Bahnhof.
Attac hatte zu diesem Flash-Mob aufgerufen. Hiermit sollte erneut gegen die geplante Privatisierung der Bundesbahn protestiert werden. Die Formel 183 = 13 steht für das Vermögen der Bahn (183 Milliarden) und den Preis, zu dem die Bahn im Zuge der Privatisierung verkauft werden soll (13 Milliarden) - eine unglaubliche Verschleuderung von Allgemeineigentum, die deutlich macht, wie und warum Privatisierung sich für die InvestorInnen lohnt. Zum Hintergrund.

Samstag 06.10.07, 10:12 Uhr
Beamer für cubanische Kinos:

Neues Soli-Projekt: CubaCult

Ruzbeh Sadeghi, Gründer des Havanna im Bermuda-Dreieck, Uwe Paulsen, Buchhändler (Ruhrbuch) in Langendreer und Germán Wiener, Dozent an der Dortmunder Fachhochschule wollen die Kinos auf Cuba zu neuen Leben erwecken. Sie haben  Cuba Cult gegründet. Mit diesem Verein wollen sie dafür sorgen, dass Beamer und Tonanlagen beschafft  und  verwaisten cubanischen Kinos zur Verfügung gestellt werden. Am Sonntag, dem 14. Oktober, wollen sie das neue Projekt um 17.00 Uhr im Bahnhof Langendreer vorstellen. Es wird ein Überraschungsfilm gezeigt. Näheres.  Am Donnerstag, dem 18.10. soll die Vereinsgründung mit Marta Campos, einem Star der nueva trova, gefeiert werden. Näheres.

Freitag 05.10.07, 16:00 Uhr

Gehackt für immer?

Für gewöhnlich ärgern sich Webseiten-BetreiberInnen, wenn ihre Internetauftritte gehackt werden und sie versuchen rasch wieder ihre Seiten zu restaurieren - nicht so der AStA der Ruhr-Uni. Sein Internetportal “gebuehrenwatch.de” ist seit Sonntag gehackt und nichts tut sich. Darauf hat AStA-Watch hingewiesen. Der Verdacht liegt nahe, dass der AStA gar kein Interesse daran hat, die Seite wieder herzustellen. Dann offenbart sich schließlich ein großer Flopp des AStA. Er hatte vollmundig angekündigt aufzupassen, wie die Uni die Gelder ausgibt, die sie mit den Studiengebühren einnimmt. Geschehen ist rein gar nichts und das war auf der Seite zu sehen.

Freitag 05.10.07, 16:00 Uhr

Aus der Kulturhauptstadt Wattenscheid

Wolfgang Wendland hat zu dem Versuch von Hans Balbach, ihn zu diffamieren (siehe vorherige Meldung), einen Leserbrief an die WAZ geschrieben: »Nach dem weitgehend gefloppten Projekt Sound und Vision, der widerspruchslos hingenommenem Umwandlung des Soziokulturellem Zentrums CentrumCultur zum AWO-Stützpunkt und der Entscheidung zu den „Kreuzen der Solidarität“ hatte ich schon lange den Verdacht, dass kulturpolitischer Sachverstand nicht zwingend bei der Bezirksvertretung Wattenscheid verortet ist. Politische Entscheidungen aber einfach auf Grund böswilliger Unterstellungen zu treffen, stellt eine neue Dimension politischen Handelns dar, die ich mir gerne angesehen hätte, doch leider habe ich am 11. 10. 2007 keine Zeit.«

Freitag 05.10.07, 15:48 Uhr
In Sachen Kultur in Wattenscheid:

Balbach contra Wendland

Die Linksfraktion im Rat der Stadt Bochum schreibt: »Der Wattenscheider Bezirksvorsteher Hans Balbach möchte einen Beschluss, den er selbst mitgetragen hat, ändern. Worum es geht: Der Wattenscheider Künstler Wolfgang Wendland hatte sich mit einem Konzept für ein Kulturzentrum in Wattenscheid an die Bezirksvertretung gewendet. Da die finanziellen Mittel für ein solches Zentrum dem Bezirk nicht zur Verfügung stehen, wurde die Anregung an den Kulturausschuss weitergeleitet. Gleichwohl unterstützte der Kulturausschuss den Projektgedanken und sprach sich für eine zweijährige Versuchsphase aus. In dieser Zeit sollte Wolfgang Wendland unter Begleitung durch das Kulturbüro Kulturveranstaltungen mit Jugendlichen an vorhandenen Spielstätten organisieren. Dieser Beschluss wurde fast einstimmig - nur die NPD stimmte dagegen - gefasst. Auch Bezirksvorsteher Balbach stimmte zu.
Für die Linksfraktion völlig überraschend möchte Herr Balbach diesen Beschluss in einem Punkt ändern: Wolfgang Wendland soll aus dem Projekt gedrängt werden. (Siehe Vorlage) (weiterlesen)

Freitag 05.10.07, 15:38 Uhr

Stadtwerkefusion Bochum und Witten?

Die Stadtwerke Witten suchen z. Z. einen stärkeren Partner, weil sie es für schwierig halten, allein ökonomisch bestehen zu können. Verhandelt wird mit dem  Versorgungsunternehmen im Kreis Ennepetal (AVU Gevelsberg), den Stadtwerken Dortmund  (DEW21)  und den Bochumer Stadtwerken bzw mit  der “ewmr”, der Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet, in der Witten jetzt schon mit Bochum und Herne zusammenarbeitet. Die Soziale Liste fordert in einer Pressemitteilung eine weitgehende Kooperation oder sogar einen Zusammenschluss beider Stadtwerke. Sie könnte aus Sicht der Sozialen Liste “zur Erfüllung ihrer Hauptaufgabe beitragen, Energie, Wasser und Dienstleistungen zu einem fairen und günstigen Preis zur Verfügung zu stellen.”
Die Soziale Liste teilt in der Pressemitteilung auch mit, dass sie die Beteiligung der Bochumer Stadtwerke am Bau des Kohlekraftwerkes in Lünen begrüßt. Die Linksfraktion hatte hiergegen wegen der hohen CO2-Emissionen Bedenken angemeldet.

Donnerstag 04.10.07, 22:00 Uhr

Feinstaub bei der CDU

Die Bochumer CDU-Ratsfraktion hat ein Papier vorgelegt mit dem Titel “Luftreinhaltung mit Bedacht - Keinen unwirksamen Aktionismus bei der Feinstaub-Bekämpfung“. Wie der Titel schon sagt, schreibt der parlamentarische Arm des ADAC: “Die CDU Bochum warnt bei der Bekämpfung von Feinstaub daher vor übereiltem und unwirksamem Aktionismus.” Die CDU begründet auch, warum die Stadt nichts gegen den Feinstaub unternehmen kann. “Ein erheblicher Anteil gemessenen Feinstaubs wird - gerade bei extremen Wetterlagen - aus der näheren und ferneren Umgebung in die Städte hineingetragen”. Die logische Folgerung der CDU: “Mit Blick auf die verkürzte Diskussion über den Straßenverkehr als Verursacher von Feinstaub erwartet die CDU Bochum auch die Diskussion anderer Möglichkeiten als lediglich eine Aussperrung bestimmter PKW und LKW.” Die Ruhr Nachrichten berichten in ihrer morgigen Freitagsausgabe über das CDU-Papier unter dem erstaunlichen Titel: “Gegen Feinstaub jetzt handeln”.

Donnerstag 04.10.07, 20:00 Uhr
Veranstaltung zu Niedriglöhnen im Bahnhof Langendreer

Working Poor

“Working Poor” ist die Veranstaltung betitelt, in der am Dienstag, dem 9.10. um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer über den Niedriglohnsektor und sich ausbreitende Armutslöhne informiert wird. Als Referent ist der Volkswirtschaftler Dr. Claus Schäfer vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in Düsseldorf eingeladen.
Der Niedriglohnsektor umfasst auch in Westdeutschland neben den meisten prekär Beschäftigten viele Millionen Vollzeitbeschäftigte. Darunter befinden sich in erheblichem Ausmaß Effektivlöhne unter der Lohnschwelle für Armut trotz Vollzeitarbeit (working poor). Tarifliche Regulierungen können Niedriglöhne und besonders Armutslöhne offenbar nur beschränkt verhindern. Im Gegenteil: Es wird befürchtet, dass durch die Reformen der sozialen Sicherungssysteme und die Ausweitung der Niedriglohnsegmente auf dem Arbeitsmarkt die Zahl der working poor in Zukunft erheblich ansteigt. In der Veranstaltung soll auch über erfolgversprechende Strategien gegen sich ausbreitende Niedriglöhne diskutiert werden.
Dr. rer.pol. Claus Schäfer ist Volkswirtschaftler und arbeitet als wissenschaftlicher Referent im Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in Düsseldorf. Er veröffentlichte 2006 zusammen mir Reinhard Bispinck und Thorsten Schulten „Mindestlöhne in Europa“.

Donnerstag 04.10.07, 16:00 Uhr

Schikanöse Polizeikontrollen im öffentlichen Raum

Ein der Redaktion bekannter Leser von Bo-alternativ.de ist mehrfach schikanös von der Polizei behandelt worden. Er schildert seine Erfahrung und dokumentiert eine Beschwerde an den Polizeipräsidenten, dessen Antwort und einen offenen Brief an Thomas Wenner: »Wem ist es noch nicht aufgefallen – ob im Innenstadtraum oder am Hauptbahnhof: Die Präsenz der Polizei hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Und wer genauer hinschaut, dem wird nicht entgangen sein, wie überproportional die PolizistInnen auf MigrantInnen zugehen, um ihre Personalien einzufordern. Nicht nur MigrantInnen, sondern auch Punks und Obdachlose bilden für Beamte immer wieder eine ungeliebtes „Gefahrenpotenzial“, dass es abzuwehren und aus den imageträchtigen Einkaufszonen der Innenstadt zu verdrängen gilt. (Vor nicht mal zwei Jahren organisierten Bochumer Obdachlose aus purer Notwendigkeit heraus eine Demonstration, um auf ihre immer prekärer werdende Lage aufmerksam zu machen). Dass Menschen, die aus der „Norm“ herausfallen, stärker und gezielter kontrolliert werden, ist nicht nur der subjektiven Wahrnehmung geschuldet, sondern geht auch aus Studien hervor. (weiterlesen)

Donnerstag 04.10.07, 12:00 Uhr
Ausstellung in der VHS und Uni - Feier im Museum zu:

Zehn Jahre medizinische Flüchtlingshilfe Bochum

Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum feiert am Samstag, 3. November, ab 17.00 Uhr, im Museum Bochum ihr zehnjähriges Bestehen. Geboten werden u.a. Live-Musik mit der Ska-Band Jelly Toast, kurze Redebeiträge, eine Versteigerung mit den Künstlern Paul Mangen und Jürgen Chill und ein multikulturelles Buffet.
Im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums wird vom 15.10. bis 2.11. in der VHS Bochum im Rathaus und in der Mensa der Ruhr-Universität Bochum die Plakatausstellung von „kein mensch ist illegal“ in Köln gezeigt. Das Kölner Netzwerk kein mensch ist illegal hatte 2006 einen Wettbewerb um ein Plakat ausgeschrieben. Ziel: “auf die miserablen Lebensbedingungen von illegalisierten Menschen aufmerksam machen” und zu alltäglicher gesellschaftlicher Solidarität mit Menschen ohne Papiere auffordern.

Donnerstag 04.10.07, 10:00 Uhr

Die Grünen: Die CDU hat ein (r)echtes Problem

Die Bochumer Grünen schreiben: “Die CDU hat ein (r)echtes Problem und tut nichts dagegen! Zum Problem der Bochumer CDU, sich klar gegen die extreme Rechte abzugrenzen, erklärt Christian Michalak, Vorstandsmitglied der Grünen: ‘Schäfers Internetseite war kein Ausrutscher! Die CDU scheint ein (r)echtes Problem mit ihrem Nachwuchs zu haben. Und sie tut nichts dagegen. Vor zwei Jahren warb Markus Hessler, der damalige Vorsitzende der CDU-Hochschulgruppe, auf seiner Internetseite für die rechtsextreme Zeitung ‘Junge Freiheit’ und nannte sie ‘Eine interessante konservative Zeitung aus Berlin’. Hendrik Schäfer bleibt trotz seines rechten Internetauftritts Mitglied im Kreisvorstand der Jungen Union und Ortsvorsitzender in Querenburg-Steinkuhl. Der Geschäftsführer der Jungen Union Linden-Dahlhausen, Jens Buschkamp, zeigt sich auf Fotos der JU-Webseite in einem T-Shirt des rechten Modelabels Thor Steinar. Nicht weit von ihm auf dem selben Foto: Der CDU-Landtagsabgeordnete Lothar Hegemann. Wir fragen uns langsam, wie rechts die Junge Union tatsächlich steht und warum die CDU nicht konsequent durchgreift. Herr Lammert, Vorstandsmitglied der Bochumer CDU und Bundestagspräsident, darf die politische Willensbildung konservativer Jugendlicher in Bochum nicht solchen geistigen Brandstiftern überlassen!’”

Donnerstag 04.10.07, 00:00 Uhr
Radio El Zapote präsentiert:

SonDeNadie

Radio El Zapote lädt am Freitag, 5. 10., 20.00 Uhr (Einlass) zu einem Konzert im Bahnhof Langendreer mit SonDeNadie. Hier haben sich neun Musiker aus Argentinien, Spanien und der BRD im andalusischen Granada zusammen gefunden, um ebenso verschiedene Musikstile zu fusionieren: Ska, Salsa, Funk, Reggae, Rumba und Cumbia. In der Ankündigung heißt es: “Geboren aus den Wurzeln der Kulturen unserer Welt, lassen sie ihre musikalischen Träume wahr werden: ein Ereignis voller Farben, mit der Energie des pulsierenden Lebens und viel Spielwitz. Nach unzähligen Konzerten, gemeinsam mit anderen Größen der Mestizo-Szene (z.B. Orishas, Babylon Circus, Eskorzo, Ojos de Brujo) gehören SonDeNadie mittlerweile zu den Shooting-Stars der jüngeren Generation und sie stellen mit ‘Concondumio’ ihre aktuelle CD in Bochum vor. Fiesta Total oder eine aufregende musikalische Reise mit viel Rhythmus, Gefühl und einer großen Bläsersektion!” Im Anschluß lädt das Radio El Zapote-Soundsystem zum Tanz mit Global World Beats ein.

Mittwoch 03.10.07, 21:00 Uhr

Klimaschutzaktivitäten der Stadt Bochum

Der Arbeitskreis Umweltschutz schreibt: “Klimaforscher haben im Frühjahr der Menschheit eine Frist von maximal 15 Jahren gegeben, um Maßnahmen gegen die schlimmsten Folgen der Erderwärmung auf den Weg zu bringen. Was geschieht in Bochum? Diese Frage werden Frank Frisch vom Umwelt- und Grünflächenamt und Achim Paas als Leiter der Energiemanagementgruppe der Stadt am 08.10.07 um 19.30 Uhr im Umweltzentrum, Alsenstr. 27, beantworten. Ein Schwerpunkt wird der Bericht über den Stand der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes sein. Die Mitgliedschaft der Stadt im Klimabündnis, der European Energy Award, Energieeinsparungen an städtischen Gebäude und viele weitere Projekte werden vorgestellt.
Die öffentliche Zusammenschau städtischer Klimaschutzaktivitäten ist ein Baustein in der Diskussion von Klimaschutzindikatoren. In Rio de Janeiro ist im Jahre 1992 von fast allen Ländern unserer Erde beschlossen worden, dass die Städte mit ihren Bürgerinnen und Bürgern einen Plan zur zukunftsfähigen Entwicklung vereinbaren sollen. In Bochum gibt es mittlerweile vom Rat beschlossene Leitlinien hierzu. Um feststellen zu können, ob Verwaltungshandeln und politische Beschlüsse entsprechend diesen Leitlinien stattfinden, werden zur Zeit Indikatoren hierfür erarbeitet. Diese Veranstaltung dient als eine Grundlage für die weitere Arbeit der Agendaarbeitsgruppe Klimaschutzindikatoren. Es ist davon auszugehen, dass sich an die Vorträge eine kontroverse Diskussion über die Effektivität der städtischen Maßnahmen anschließen wird.”

Mittwoch 03.10.07, 16:00 Uhr
Die Linke Bochum sammelt am Samstag Unterschriften:

Stadionverbot für Nazibekleidung

Am kommenden Samstag, den 6. Oktober wird Die Linke in der Zeit von 11 bis 14 Uhr Infostände in der Bochumer Innenstadt am Husemannplatz sowie im Uni-Center in Querenburg durchführen und Unterschriften für ein Stadionverbot für Nazibekleidung sammeln. „Die Nazis treten nicht mehr unbedingt mit Glatze und Springerstiefel auf“, erklärt der Sprecher der Bochumer Linken, Ralf-D. Lange, „sie versuchen vielmehr mit cooler Musik und hipper Kleidung in unpolitische Jugendkreise vorzudringen. Mit einem Stadionverbot würde der VfL ein weiteres wichtiges Zeichen gegen rechts setzen. Wir können der Argumentation des VfL nicht folgen, dass mit einem Stadionverbot den Nazis unnötig eine Bühne geboten würde. Die Bühne ist längst da. Das bestätigen BesucherInnen des Stadions, das bestätigte unlängst ein Sozialarbeiter, der in der Fanarbeit aktiv war. Wir bleiben dabei: Zeigt den Nazis die rote Karte! Keine Naziklamotten im Bochumer Stadion!“ Näheres.

Dienstag 02.10.07, 18:00 Uhr
Bahnhof Lamgendreer kauft Soli-Strike-Bike

Solidarische Städtepartnerschaft

Der Bahnhof Langendreer schreibt: “Seit Ende September läuft die Kampagne »Strike-Bike« zur Rettung der Arbeitsplätze der Fahrradwerker in Nordhausen. Die KollegInnen und Kollegen in der besetzten Fabrik werden Fahrräder in Selbstverwaltung produzieren. Für die zum Start benötigten 1800 Bestellungen läuft derzeit die Kampagne »Strike-Bike«. Es gibt Kaufzusagen von solidarischen Menschen aus nahezu allen europäischen Ländern. Sogar Bestellungen aus Tel Aviv, Johannisburg und Kairo sowie aus den USA und Kanada liegen vor. Als BetreiberInnen des soziokulturellen Zentrums in Selbstverwaltung ‘Bahnhof Langendreer’ haben wir selbstverständlich ein ’strike bike’ bestellt - nicht nur, um in Zukunft endlich ein Dienstfahrrad zu haben, auch um unsere Solidarität mit den jetzigen BetreiberInnen der Fahrradfabrik in Nordhausen praktisch auszudrücken. Wir halten es für überaus vernünftig, Betriebe in Selbstverwaltung der Beschäftigten zu organisieren, das schafft und erhält Arbeitsplätze, unterstützt lokale und regionale Entwicklung und schützt die Gesellschaft vor der Mißwirtschaft derjenigen, die immer nur die Steigerung der eigenen Profite als Produktionsmotiv haben. Nordhausen und Bochum sind Partnerstädte, wir hoffen, dass sich die Idee der Städtefreundschaftsbeziehungen bei den Bestellungen in Nordhausen niederschlägt - und fordern insbesondere die Stadtverwaltung, Parteien, Kirchen und Gewerkschaften auf, unserem Beispiel zu folgen und Diensträder in angemessener Zahl anzuschaffen. Dieser Akt der Solidarität wäre dann noch gleichzeitig ein Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in Bochum. Wir wünschen den KollegInnen in Nordhausen Erfolg bei der Aquirierung der 1800 Bestellungen ebenso wie für ihren Kampf um selbstbestimmtes Arbeiten und sinnvolles Produzieren!”

Montag 01.10.07, 22:00 Uhr

Strike Bike ist erfolgreich

Aus Bochums Partnerstadt Nordhausen gibt es eine Erfolgsmeldung: Die 135 Beschäftigten der dortigen Fahrradfabrik Bike Systems, die das Werk seit dem 10. Juli 2007 besetzt halten, hatten beschlossen, die Produktion von Fahrrädern in Selbstverwaltung wieder aufzunehmen, wenn genügend Fahrräder verbindlich bestellt werden. In einer Pressemitteilung heißt es jetzt: „Eine unglaubliche Dynamik hat der Kampagne »Strike-Bike« zum Erfolg verholfen. Schon jetzt gibt es mehr als 1.300 Bestellungen aus der ganzen Welt. Sie sind das Ergebnis der „Strike-Bike“- Kampagne der Kolleginnen und Kollegen aus der besetzten Fabrik in Kooperation mit der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU). Nun ist die Sensation perfekt: die „aufmüpfigen“ Kolleginnen und Kollegen werden das rote »Strike-Bike« selbstverwaltet Ende Oktober produzieren…“

Montag 01.10.07, 15:44 Uhr

Soziale Liste fordert Reduzierung des LKW-Verkehrs

Die Soziale Liste schreibt in einer Pressemitteilung: “Aus dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes, wonach Anwohner ein Recht auf Schutz vor gesundheitsschädlichen Feinstaub haben, ergibt sich aus Sicht der Sozialen Liste Bochum für die Stadt Bochum eine direkte Verpflichtung zum Handeln. Vor allem sind weitere Messstellen an den wichtigsten Ausfallstraßen notwendig.”
Vordringlichen und kurzfristigen Handlungsbedarf sieht die Soziale Liste für den Hellweg und die Westenfelder Straße in Wattenscheid, die Essener und die Kohlenstr. in Goldhamme, die Herner Straße in Riemke, die Hattinger Straße in Weitmar und den Castroper Hellweg in Gerthe. “Hier”, so die Soziale Liste, “hat der LKW-Verkehr in den letzten Jahren enorm zugenommen. In der Gruppe der Klein-LKW und Transporter liegt diese Steigerung bei bis zu 100 %.” Sie verweist dabei auf eine Vorlage der Verwaltung aus dem vergangenen Jahr. Die Soziale Liste erinnert auch an die 2005 durchgeführte erweiterte Gesundheitsuntersuchung von 215 Einschulkinder (= 80 %) in Stahlhausen. Neben Haut- und Allergietests sollte auch die Konzentration von Substanzen wie Nickel und Chrom im Urin bestimmt werden. Eine Veröffentlichung der Auswertung sei bisher unterblieben, obgleich diese mehrfach von den Ratmitgliedern Günter Gleising (Sozialen Liste im Rat) und Monika Thünken (Grüne) angemahnt worden ist.

 

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