Donnerstag 25.10.07, 18:30 Uhr

Zug der Erinnerung mit Verspätung?

Soziale Liste: Finanzierung des Konzerthauses unter konspirativen Bedingungen?

Die Soziale Liste schreibt: »Wahrscheinlich erst im März oder April 2008 wird der Zug der Erinnerung nach Bochum kommen. Die „Verspätung“ begründete das Kulturamt mit derzeit noch notwendigen Korrekturen am Zeitplan durch die bundesweite Initiative Zug der Erinnerung. Bei der zuständigen Regionalagentur für das Schienennetz gibt es aber die Bereitschaft zur Unterstützung des Vorhabens.
Eine erschreckende Vorstellung in der Kulturausschusssitzung gab Dr. Tilmann Fischer, von der Stiftung Bochumer Symphonie, der wortreich nichts konkretes sagte. So ergab sich der Eindruck, dass die Spendensammlung wohl unter konspirativen Bedingungen stattfindet. Auch ist bisher überhaupt nicht erkennbar wie die Bochumer Bürger an den Aktivitäten beteiligt werden sollen. Stattdessen ergibt sich der Eindruck, dass sich die bisherigen Bemühungen ausschließlich auf die Großkopferten konzentrieren. Wie vor diesem Hintergrund die Spielstätte (neuerdings: Bochumer Symphonie) zu einem „Haus aus für alle Bürger“ werden soll bleibt völlig schleierhaft.
Die Soziale Liste sieht sich in ihrer Kritik an dem Projekt bestätigt und bemängelt
in Zeiten von Regionalisierung und Vorbereitung auf die Kulturhauptstadt Ruhrgebiet erneut die „Kirchturmspolitik“ in dieser Frage. Denn im Umkreis von 50 km existieren mit der Tonhalle Düsseldorf, dem CityPalais Duisburg, dem Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, der Philharmonie Essen und dem Konzerthaus Dortmund bereits ähnliche Einrichtungen. Alle Häuser haben einen hohen Zuschussbedarf von mehreren Millionen Euro jährlich. Alle Häuser haben große Probleme mit der Auslastung. Unter diesen Bedingungen ist aus unserer Sicht der Bau eines weiteren Konzerthauses in Bochum nicht zu vertreten.
Die Soziale Liste Bochum tritt deshalb weiterhin dafür ein, zum Jahr 2010 die Jahrhunderthalle zu einer zentralen Spiel- und Veranstaltungsstätte der Bochumer Symphoniker zu machen.«

 
 
 
 


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